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Gucken, was Mutti so treibt

Michendorfer Verwaltung für einen Tag in Kinderhand Gucken, was Mutti so treibt

Die Michendorfer Gemeindeverwaltung ist am 18. Mai einen Tag lang in Kinderhand. Bürgermeister Reinhard Mirbach hat alle seine Mitarbeiter dazu eingeladen, ihre Kinder, Enkel, Nichten oder Neffen mit zur Arbeit zu bringen. Der Nachwuchs bekommt einiges geboten, auch eine Führung durch die Gemeindeverwaltung vom Chef persönlich.

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Hereinspaziert: Bürgermeister Reinhard Mirbach empfängt am Mittwoch den Nachwuchs seiner Mitarbeiter.

Quelle: Jens Steglich

Michendorf. Einmal auf dem Bürgermeisterstuhl sitzen oder Mutti beim Arbeiten über die Schulter schauen – am Mittwoch ist das ausdrücklich erlaubt. Die Michendorfer Gemeindeverwaltung ist an dem 18. Mai für einen Tag in Kinderhand. Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) hat alle seine Mitarbeiter eingeladen, ihre Kinder, Enkel, Nichten oder Neffen im Kita-Alter mit zur Arbeit zu bringen. Der Nachwuchs bekommt vom Chef persönlich gezeigt, was Mutti, Vati, Opa, Oma, Onkel oder Tante auf Arbeit so machen. Er empfängt die Kinderdelegation frühmorgens in seinem Büro und führt sie dann durch alle Abteilungen. Weil das keine Minutensache ist, gibt es im Standesamt eine Obstpause, während Standesbeamtin Kerstin Graneß erzählt, dass in einem Standesamt nicht nur geheiratet wird. Danach wartet auf die Mädels und Jungs noch ein Programm, das extra für sie auf die Beine gestellt wurde.

Es ist das erste Mal, dass sich die Rathaustüren in Michendorf offiziell für den Nachwuchs öffnen, der sonst nur in Ausnahmefällen den Arbeitsplatz der Eltern oder Großeltern zu Gesicht bekommt. Anlass ist der Internationale Tag der Familie, der am 15. Mai begangen wird. Diesjähriger Themenschwerpunkt: „Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

„Wir wollen ein Zeichen setzen und die Gemeinde als familienfreundlichen Standort präsentieren“, sagt der Bürgermeister und verweist auf die Investitionen der Kommune in die Kindereinrichtungen, die Eltern – vor allem den Müttern – ermöglichen sollen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. „Der anhaltende Zuzug zeigt, dass das Angebot angenommen wird.“ Ein neuer Bauboom zwingt die Gemeinde sogar dazu, eine weitere Kita zu schaffen. Mirbach will in der nächsten Gemeindevertretersitzung am 20. Juni den Antrag einbringen, die leerstehende Ex-Gaststätte in der Potsdamer Straße zu kaufen, um dort 75 bis 100 Kita-Plätze einzurichten.

Besuchsprogramm für den Nachwuchs

Zum Besuchsprogramm für den Nachwuchs gehört eine Lesung aus Kinderbüchern in der Michendorfer Gemeindebibliothek. Bauhof-Mitarbeiter Stefan Bathe zeigt in der Feuerwehr die Technik der Brandbekämpfer.

Geplant ist ein gemeinsames Essen der Kinder mit den Mitarbeitern im Gemeindezentrum. Im Jugendclub sollen dann Eindrücke des Tages festgehalten werden – beim Malen mit Jugendarbeiterin Franzi Benthin.

In Michendorf gibt es seit September 2014 ein „Lokales Bündnis für Familie“, in dem die Gemeinde Mitglied ist.

Die Kommune will auch als Arbeitgeber familienfreundlich sein, sagt Mirbach. „Wir versuchen, flexibel zum Beispiel auf Kita-Schließzeiten oder Erkrankungen von Mitarbeiter-Kindern zu reagieren.“ Arbeitszeiten könnten verlagert werden. „Wenn zum Beispiel ein Arztbesuch des Kindes ansteht, können Mitarbeiter auch mal früher oder später mit der Arbeit beginnen“, so Mirbach, der einräumt, dass es in einer öffentlichen Verwaltung einfacher ist, familienfreundlich zu sein. „Die Leistungsanforderungen sind auch bei uns hoch, aber das Streben nach maximalem Gewinn ist nicht da“, sagt er und fügt hinzu: „Es ist etwas anderes, in einer Firma zu arbeiten, die womöglich gerade im Existenzkampf steckt und Mitarbeiter zwingend Aufträge an Land ziehen müssen, um die Arbeitsplätze nicht zu gefährden.“

Von Jens Steglich

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