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Haussee erhält wieder frisches Wasser

Güterfelde Haussee erhält wieder frisches Wasser

Der Güterfelder Haussee erhält seit einigen Tagen wieder frisches Wasser aus dem sogenannten zweiten Grundwasserleiter unter der Erde. Eine Potsdamer Spezialfirma ersetzte jetzt die defekte Pumpe auf dem Gelände des Güterfelder Anglervereins am See durch ein neues Aggregat. Ohne Zufuhr von Frischwasser droht der Güterfelder Haussee zu verlanden.

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Damit sich auch morgen noch dieses idyllische Bild bietet, muss der Güterfelder Haussee regelmäßig mit Frischwasser aufgefüllt werden.

Quelle: Archiv

Güterfelde. Der Güterfelder Haussee erhält seit einigen Tagen wieder frisches Wasser aus dem sogenannten zweiten Grundwasserleiter unter der Erde. Eine Potsdamer Spezialfirma ersetzte jetzt die defekte Pumpe auf dem Gelände des Güterfelder Anglervereins am Ufer des Gewässers durch ein neues Aggregat. Nach der Stilllegung der früheren Rieselfelder bei Güterfelde in den 1992-er Jahren, aber auch durch den Klimawandel verliert der See jährlich etwa ein Drittel seiner Wassermenge, die ihm künstlich wieder zugeführt werden muss, um ihn vor einer „Verlandung“ zu bewahren. Die Maßnahme war bei der Teilsanierung des Güterfelder Haussees vor mehr als zehn Jahren beschlossen worden.

„Ich bin erstaunt, dass die Pumpe überhaupt so lange durchgehalten hat“, sagt der Diplomgeologe im Ruhestand Volker Scheps. Er hatte damals die Teilsanierung mit begleitet. Zunächst sei er skeptisch gewesen, ob das Verfahren dem See wirklich helfen würde. Doch die Technik habe sich als sehr effizient erwiesen, der Wasserspiegel konnte in den zurück liegenden Jahren stabil gehalten werden.

Bei regelmäßigen Kontrollen des Pegelstandes schaltet ein Mitarbeiter der Stahnsdorfer Gemeindeverwaltung die Pumpe ein, sobald ein bestimmter Wasserstand im See unterschritten wird. Dass die Technik ausgefallen war, hatte die Verwaltung im Herbst des vorigen Jahres festgestellt. Wegen des Streits in der Gemeindevertretung um die Haushaltsmittel für 2016 konnten der Stahnsdorfer Gemeindehaushalt und damit auch die 3000 Euro für die Erneuerung der Anlage erst in diesem Jahr beschlossen werden. Die Spezialfirma hatte alternativ den Bau eines Brunnens vorgeschlagen. Aus Kosten- und aus Zeitgründen hatte sich die Gemeindeverwaltung jedoch für die schnellere und preiswertere Variante der Pumpe entschieden, die aber keinesfalls eine Notlösung ist, wie Scheps ausdrücklich betont.

Aufgrund von Sand, der offensichtlich durch das Brunnenrohr ins Getriebe mitgespült worden war, habe sich die alte Pumpe wohl festgefahren, heißt es. Scheps hat der Gemeindeverwaltung angeboten, selbst hin und wieder nach den beiden Pegelständen am Südende des Sees zu sehen und die Ergebnisse mit der Verwaltung auszuwerten.

Gewässer in Güterfelde ist ein eiszeitlicher Rinnensee

Der Güterfelder Haussee hat eine Größe von knapp 15 Hektar und ein Wasservolumen von mehr als 200 000 Kubikmetern. Bei der Teilsanierung waren 38 000 Kubikmeter Schlamm abgebaggert worden.

Das Gewässer liegt an der Flanke eines früheren Wasserbergs und gehört zu den eiszeitlichen Rinnenseen.

Von Heinz Helwig

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