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Gut 10 000 Besucher bei Hanami in Teltow

Fest unter 1000 blühenden Kirschbäumen Gut 10 000 Besucher bei Hanami in Teltow

Der heftige Hagelschauer bei den Aufbauarbeiten schockte vor Beginn des 15. Japanischen Kirschblütenfestes zwar, aber Hanami in Teltow ging am Sonntag dann wieder proppevoll, sonnig und friedlich über die Bühne – besser gesagt über die zwei Kilometer lange Baumallee.

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Auch Teltow kann mit Blüten punkten: Gut 10 000 Besucher kamen zum japanischen Kirschblütenfest am Sonntag an den Berliner Mauerweg.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Teltow. Zum 15. Japanischen Kirchblütenfest „Hanami“ entlang des Mauerwegs bei Teltow und der südlichen Stadtgrenze von Berlin-Lichterfelde brach vor der Eröffnung gestern ein so heftiger Hagelschauer los, dass Bühnentechniker und Organisatoren Schutz suchen und um das Fest bangen mussten. Glücklicherweise tobte der Schauer nur 8 Minuten, wie Rolf Kasdorf vom Org-Team berichtete. „Wir hatten hier schon alles: Regen, Sonne, keine Blüten, aber noch nie Hagel.“ Dann wurde es aber wieder proppevoll auf der Allee mit 1000 blühenden japanischen Kirschbäumen. Allein am Marktplatz Siegridshorst seien 5000 Besucher gewesen. Mit dem Seehof-Markt zusammen waren es über den Sonntag bestimmt gut 10 000, schätzte Kasdorf am Abend. Die Leute ließen sich von fernöstlichen Speisen, Kalligraphie, Tanz und Musik anlocken. Viele pendelten die 1,2 Kilometer zwischen den Märkten hin und her. Auf der zwei Kilometer langen Kirschbaumallee war es „sonnig und richtig schön“, bilanzierte auch Mitorganisator Markus Mohn.

Die farbenfroh kostümierten „Cosplayer“ kommen zum Beispiel aus Berlin, Trebbin und Luckenwalde jedes Jahr zum Hanami nach Teltow

Die farbenfroh kostümierten „Cosplayer“ kommen zum Beispiel aus Berlin, Trebbin und Luckenwalde jedes Jahr zum Hanami nach Teltow.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Der letzte Sonntag im April gehört seit 15 Jahren der japanischen Kirschblüte. Die Organisationsgemeinschaft aus Stadt Teltow, Bürger-Initiative Teltow e.V. und Umweltinitiative Teltower Platte hatte das kleine Jubiläum wieder liebevoll in der Zeit zwischen 13 und 18 Uhr zelebriert. Zu den Ehrengästen gehörte der stellvertretene Botschafter von Japan Takayuki Miyashita und auch Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) freute sich, dass man besonders am Marktplatz Seehof „vor Menschen nicht treten konnte“. Dort fallen die Besucher geradezu aus den Wohngebieten auf die Festmeile, wie Kasdorf sagte.

Das Japanische Kirschblütenfest versteht sich als eine großartige Begegnung für den Dialog und das Gemeinschaftsleben in der und für die Region. Auf dem ehemaligen, einst zwei Staaten trennenden Grenzstreifen, verbindet es Nachbarn, Klein und Groß, Teltow und Tokio, Deutschland und Japan – es versteht sich als ein traditionelles Völker-Fest. Außerdem ist das Fest eine große Geste des Dankes an das japanische Volk, das – aufgerufen vom japanischen Sender TV Asahi – zum Fall der Berliner Mauer unzählige Spenden mobilisiert hat, damit rund 10 000 japanische Kirschbäume in Berlin und Brandenburg wachsen. Über 1000 sind es bei Teltow und Lichterfelde.

Jana Poews (11) aus Rudow lernt in der 5Klasse schon Japanisch in der Berliner Gustaf-Heinemann-Schule, am Sonntag  schrieb sie ihren Namen auf j

Jana Poews (11) aus Rudow lernt in der 5.Klasse schon Japanisch in der Berliner Gustaf-Heinemann-Schule, am Sonntag schrieb sie ihren Namen auf japanisch auf ein Blatt Papier.

Quelle: Bernd Gartenschläger


 

Von Claudia Krause

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