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Gute Chancen auf Blütenmeer in Werder

137. Blütenfest vom 30. April bis 8. Mai Gute Chancen auf Blütenmeer in Werder

Auch wenn sich die Blüten an den Obstbäumen in Werders Plantagen noch verstecken, zum 137. Blütenfest vom 30. April bis 8. Mai sagt der Obst- und Gartenbauverein ein Leuchten in den Gärten vorher. Die Familien haben bereits reichlich Obstwein gekeltert. Und aus Erfahrung weiß man: Getrunken wird jede Menge.

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Vom Blütenkleid noch weit entfernt.

Quelle: Möldner/Archiv

Werde. Während die Werderaner Obstbauern ihren selbst gemachten Wein zum 137. Blütenfest schon verkostet haben und ihn wie ihren Augapfel hüten, halten sich die Blüten in Plantagen noch zurück. „Doch es gibt keinen Grund zur Panik, ich bin mir sicher, zum Fest werden die Blüten herrlich leuchten“, sagt der Vorsitzende Walter Kassin vom Obst- und Gartenbauverband Werder. Für ihn ist der zaghafte Start bei kühlen Temperaturen besser, als viele abgeblühte Bäume schon vor dem Finale. „Für mich ist die Blüte der Forsythien das Maß der Dinge. Wenn sie sich in der nächsten Woche in Gelb zeigen, kann vier Wochen später das Fest in den leuchtenden Plantagen beginnen. Es passt also auch bei der 137. Auflage, wenn wir diesmal ab 30.April eine Woche lang feiern“, sagt Kassin.

Das große Geheminis um die Menge

Für die Obstbauern könnte es diesmal ein besonders gutes Geschäft geben, denn in der Festwoche kann der 1.Mai, der Männertag und der Muttertag zünftig gefeiert werden. Wie viel Wein die Bauern und Familien insgesamt gekeltert haben, haben sie in all den Jahren noch nie verraten. Den Gästen ist es auch egal – Hauptsache der Wein schmeckt, die Stimmung ist prächtig und die Stadt Werder hat keinen Grund zum Klagen. Das war nicht immer so. Mal kam die Blüte zu früh, mal zu spät – aber meistens dann doch genau auf den Punkt. „Doch nie werde ich den Winter 1963 vergessen, wo der Winter bis März alles erstarren ließ“, sagt Kassin. „In den 40er Jahren haben Fröste von minus 30 Grad die Bäume gespalten. Ganz zu schweigen, wenn Spätfröste die Blüten kaputt machen.“

Verzicht zugunsten der Sicherheit

In den vergangenen Jahren ist die Anbaufläche deutlich geschrumpft, obwohl Betriebe wieder Plantagen neu bepflanzt haben. Die Stadt feiert die Tradition aus Sicherheitsgründen immer mehr als Familienfest, verzichtet auf Rockkonzerte und überwacht den Ausschank. Dem ließ man bei der Premiere des Festes 1879 freien Lauf. Und prompt musste eine Unfallstation eingerichtet werden – und für die gab es reichlich zu tun.

Viele Gäste aus der Region und Berlin hatten die Wirkung des süffigen Weins unterschätzt. Inzwischen hat die Stadt ein Sicherheitskonzept gestrickt, im Ort eine Einsatzzentrale geschaffen und sich alljährlich eine Pontonbrücke gesichert, wenn es auf der Insel zu eng wird. Denn wenn Werders Blüten blühen, kommen auch die Berliner in Scharen, um Party zu feiern. Und diesmal gibt es mit drei Ehrentagen genug Anlässe zum Prosten.

Fest seit 1879

Der Obstzüchter Wilhelm Wils hatte den Vorschlag für ein Blütenfest unterbreitet. Daraufhin kamen im Mai 1879 die Gäste aus der Region und Berlin in Scharen.

Anziehungspunkte waren auch die Friedrichshöhe und die Bismarckhöhe.

Die Sanierung der Friedrichshöhe ist gescheitert, auf der Bismarckhöhe findet auch diesmal der Blütenball statt.

Von Regine Greiner

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