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Gute Laune im Handwerk

24. Gartenfest der Potsdamer Handwerkskammer Gute Laune im Handwerk

Auch wenn man es im Zeitalter der Suchmaschinen und Softwarekonzerne nicht vermuten würde: Dem Handwerk in der Region geht es so gut wie selten. 90 Prozent der Betriebe im Kammerbezirk Potsdam schätzen ihre Geschäftslage als gut oder zufriedenstellend ein. Es gab also allen Grund zu feiern – beim 24. Gartenfest der Handwerkskammer Potsdam.

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„Der Anfang war ziemlich wild“

Holzbildhauer Bastian Tabert schuf die Handwerkerhand.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Caputh. Wenn an so einem Tag die Sonne über dem Märkischen Gildehaus in Caputh lacht, muss es dem Handwerk blendend gehen. „90 Prozent der Betriebe im Kammerbezirk schätzen ihre Geschäftslage als gut oder zufriedenstellend ein. Das gab es noch nie“, sagte Hauptgeschäftsführer Ralph Bührig, der mit Kammerpräsident Robert Wüst beim 24. Gartenfest der Potsdamer Handwerkskammer am Donnerstagabend unzählige Hände schüttelte. Unter den Gästen aus Wirtschaft, Politik und Kultur war auch das halbe Brandenburger Kabinett.

 Bei den Männern  Havelländischen Zimmererinnung konnte der Gast testen, wie stark er zuhauen kann

Bei den Männern Havelländischen Zimmererinnung konnte der Gast testen, wie stark er zuhauen kann. „Hau’ den Lukas“, heißt das Gerät der Marke Eigenbau. Im Bild zu sehen: Andreas Graf, Bodo Gülde und Andreas Engelke (v.l.) von der Zimmerinnung.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Die gute Laune im Handwerk, das auch die Einführung des Mindestlohns gut verkraftet hat, muss sich freilich noch unter den jungen Leuten herumsprechen, die es aktuell eher an die Universitäten zieht. „Der Fachkräftemangel treibt uns um.“ Laut Bührig, der solide Karrieremöglichkeiten verspricht, sind im Kammerbezirk Potsdam aktuell über 500 Lehrstellen frei.

 Hauptgeschäftsführer Ralph Bührig (l) und Kammerpräsident Robert Wüst (r) begrüßen zum 24

Hauptgeschäftsführer Ralph Bührig (l.) und Kammerpräsident Robert Wüst (r.) begrüßen zum 24. Sommerfest in Caputh Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD).

Quelle: Bernd Gartenschläger

Die Werbetrommel fürs Handwerk rühren dieses Jahr auch die Künstler. Das Brandenburger Kulturlandjahr 2016 hat das Motto: „Handwerk – zwischen gestern & übermorgen“. Einen Vorgeschmack gab es schon zum Gartenfest – etwa von Holzbildhauer Bastian Tabert, der in Caputh ein Werk schuf und es „die Handwerkerhand“ nannte. Der Daumen der Hand zeigt nach oben. Tabert gewann jüngst einen Europäischen Gestaltungspreis, der alle drei Jahre vergeben wird. Für den Wettbewerb schuf er einen Atlas, der wie in der Mythologie die Himmelskugel trägt. Tabert interpretierte den Titan zeitgenössisch: „Es ist kein nackter Mann, sondern ein Anzugträger aus der Wirtschaft, der schwer zu tragen hat.“ Der Künstler dachte an die psychische Belastung: Ein Mann, der immer erreichbar und selten frei ist.

 

Von Jens Steglich

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