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Potsdam-Mittelmark Gute Tipps in Lehnin gegen Demenz
Lokales Potsdam-Mittelmark Gute Tipps in Lehnin gegen Demenz
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17:29 26.09.2017
Das kann helfen: mit Gymnastik der Demenz vorbeugen Quelle: Christine Lummert
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Lehnin

Zur Vorbeugung einer Demrenzerkrankung sollte von bunten Süßigkeiten auf buntes Gemüse umgeschwenkt werden, die Regenjacke griffbereit sein und der Grundsatz verinnerlicht werden, dass man nie zu alt ist, um Neues zu lernen. Diese drei Tipps aus drei Teilgebieten der Prävention und viele weitere mehr hörten am Montagnachmittag etwa 30 Interessierte im Saal des Lehniner Altenhilfezentrums.

Zum jährlich Welt-Alzheimertag organisierte Antje Kirchhoff von der Kontakt- und Beratungsstelle für Angehörige Demenzkranker des Evangelischen Diakonissenhauses zum dritten Mal eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema. Dabei lag der Fokus aktuell auf den verschiedenen Maßnahmen, die dabei helfen können, das Einsetzen der Demenz so weit wie möglich zu verhindern oder zumindest weiter hinauszuzögern.

Vorbeugung kann immer helfen

„Ob und wann eine Demenzerkrankung einsetzt, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab, wie der Genetik, der Körperlichkeit, aber auch der Bildung jedes einzelnen Patienten“, erklärte Michael Sachse, Chefarzt der Klinik für geriatrische Rehabilitation in Lehnin. „Sicher ist aber auch, dass Vorbeugung auf den Gebieten Ernährung, Bewegung und geistiger sowie sozialer Aktivität sehr hilfreich sein können“, sagte Sachse. „Denn wenn die ersten Symptome auftreten, ist die Krankheit schon weit fortgeschritten und das Gehirn hat da schon Jahre im Voraus einiges zu tun gehabt, um physiologische Veränderungen zu kompensieren – ohne dass der Betroffene selbst oder Angehörige etwas davon merken.“

Ernährung und Bewegung

Für die Präventionsgebiete der Ernährung und Bewegung erläuterten Diätassistentin Dorina Schmidt und Sporttherapeut René Thiede praktische Tipps, die sich mit ein bisschen eigener Überzeugung im Alltag umsetzen lassen und auch zur Vorbeugung von Herz-Kreislauferkrankungen zu empfehlen sind. „Drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst am Tag sind sehr vorteilhaft, auch um genügend Vitamine und Ballaststoffe zu sich zu nehmen“, sagte Schmidt und erklärte das eine Portion so viel ist, wie in die eigene, hohle Hand passt.

Mahlzeiten selbst aus frischen Zutaten zu kochen und der weitgehende Verzicht auf konservierte Lebensmittel gehörten ebenfalls zu den hilfreichen Hinweisen. Rotwein, Kaffee und Schokolade mit hohen Kakaoanteil stehen als Genussmittel nicht auf der Verbotsliste. „Aber natürlich alles in Maßen“, sagte Schmidt.

Gegen den inneren Schweinhund

René Thiede legte mit dem versammelten Auditorium gleich eine kleine Turnstunde ein. „Sie müssen im Alter kein austrainierter Athlet werden, aber tägliche Bewegung in Form von leichten Gymnastikübungen und einem kurzen Spaziergang sollten drin sein.“ Gegen den inneren Schweinhund beim nasskaltem Wetter hilft die richtige Kleidung und zur Motivation ein Partner oder eine kleine Gruppe, die auch für gute Laune sorgt.

Die Psychologin Sabine Noack betonte unter anderem auch diesen Aspekt des Austausches mit anderen Menschen, der zum Wohlbefinden beträgt. „Kreuzworträtsel und Sudoko allein reichen nicht, das ganzheitliche Teilnehmen am bunten Leben hilft weiter“, empfahl Noack.

„Die Beschäftigung mit der neuen Technik, Schachspielen oder einfach gemeinsames Tanzen können bei der Prävention von Demenzerkrankungen helfen.“

Von Christine Lummert

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