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Gute Wasserqualität im Hohen Fläming

Badeseen in der Region Gute Wasserqualität im Hohen Fläming

Wow, zum Ende des Sommers dreht das Wetter noch einmal richtig auf! Bei Temperaturen um die 30 Grad locken zum letzten Mal die Badeseen der Umgebung. Ob das Wasser dort auch jetzt noch frisch und sauber ist und worauf Badenixen und König Neptun achten sollten, verrät die Gesundheitsbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark.

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Am Baggersee bei Treuenbrietzen ist die Welt in Ordnung. Hier kann man unbeschwert baden, planschen und schwimmen. Cathleen Grabek und Töchterchen Rosalie genießen die letzten Sommertage.

Quelle: Uwe Klemens

Bad Belzig. Eine gute Nachricht für alle Badenixen und anderen zweibeinigen Wasserratten: Die Badestellen der Region überzeugen mit guter Wasserqualität. Umso besser, da sich jetzt der Sommer in seinen letzten Ausläufern im Hohen Fläming noch einmal richtig ins Zeug legt: 27 Grad Celsius am Mittwoch, 31 am Donnerstag, noch immer 26 Grad sollen es am Sonntag werden. Beste Gelegenheit also, noch einmal Bikini und Badehose herauszuholen und eine Runde in heimischen Gewässern zu schwimmen.

Ob das Wasser in Seen und Freibädern auch am Ende des Sommers noch sauber und frisch ist, überwacht der Fachdienst Gesundheit des Landkreises Potsdam-Mittelmark. „Die Badesaison geht für uns vom 15. Mai bis zum 15. September“, sagt Gesundheitsaufseherin Simone Riedl. 42 Badestellen an 27 öffentlichen Gewässern werden regelmäßig kontrolliert; im Hohen Fläming werden die Niemegker Tonteiche und der Treuenbrietzener Baggersee alle vier Wochen untersucht.

 Lara-Sophie Ließ (7) und John Paul Lehmann (10) brauchen keine Angst vor dem Wasser zu haben - hier ist alles sauber

Lara-Sophie Ließ (7) und John Paul Lehmann (10) brauchen keine Angst vor dem Wasser zu haben - hier ist alles sauber.

Quelle: Uwe Klemens

Die Experten des Kreises nehmen dabei das Wasser genau unter die Lupe. „Die Überwachung beinhaltet die Begehung der Badestelle und die Entnahme von Badewasserprobe zur mikrobiologischen Untersuchung“, erklärt Simone Riedl. Zusätzlich zu diesen im Labor ermittelten Werten werden vor Ort der pH-Wert, die Wassertemperatur und die Wassertransparenz kontrolliert.

Vorsicht vor Cyanobakterien weiter angebracht

Dabei stellten die Hygiene-Kontrolleure über die gesamte Saison eine gute Wasserqualität fest: die mikrobiologischen Untersuchungen ergaben keine Beanstandungen, die Sichttiefe ist in der gesamten Region gut bis sehr gut und auch das gefürchtete Algenwachstum blieb aus.

Die äußerst vermehrungsfreudigen Cynaobakterien – wegen ihrer Färbung oft als Blaualgen bezeichnet – kommen in den nährstoffreichen Gewässern Brandenburgs und Berlins häufig vor. Der Kontakt mit den giftigen Bakterien ist nicht ungefährlich. Besonders Kinder können gesundheitliche Probleme bekommen, wenn sie zum Beispiel durch die Bakterien verunreinigtes Wasser schlucken. Zudem können dichte Algenteppiche die Rettung von Personen in Gefahr erschweren.

Einfache Faustformel bewahrt vor Gefahren

Die Gesundheitsbehörde empfiehlt daher allen, die jetzt noch einmal das kühle Nass genießen wollen, auch selbst die Augen offenzuhalten. „Sichtbare Veränderungen wie die Ansammlung von Algen, eine grünliche, rötliche oder bläuliche Färbung des Wassers, Flockung oder zeitweilige Schlierenbildung“ seien Symptome für vermehrtes Auftreten der Cyanobakterien.

Zum Erkennen von Trübungen im Wasser gilt die gängige Faustformel: Bei erwachsenen Badenden, die bis zum Knie im Wasser stehen, sollten die Füße noch gut sichtbar sein.

Acht EU-Badestellen im Landkreis

Im Landkreis Potsdam Mittelmark werden insgesamt 42 Badestellen untersucht. Die Proben werden dafür einmal monatlich entnommen.

Zu untersuchten Stellen gehören acht so genannte EU-Badestellen. Diese sind offiziell bei der Europäischen Union als solche gemeldet und unterliegen daher speziellen Richtlinien. EU-Badestellen sind stark frequentiert, zu ihnen zählen zum Beispiel die Strandbäder Ferch und Caputh am Schwielowsee und drei Badestellen des Beetzsees.

Über diese EU-Badestellen hinaus werden noch 34 weitere lokale Badestellen untersucht. Im Hohen Fläming werden die Tonlöcher in Niemegk und die Treuenbrietzener Kiesgrube genau analysiert. An beiden Seen gibt es nichts zu beanstanden.

Bei offiziell ausgewiesenen Badestellen müssen die Betreiber bei Einschränkungen der Wasserqualität auf diese hinweisen. Bei den vielen wilden Badestellen, die sich im Fläming finden, ist das jedoch nicht so. „Die Situation der Algenbelastung ist witterungsabhängig und kann sich durchaus kurzfristig verbessern oder verschlechtern“, betont Simone Riedl von der Gesundheitsbehörde ausdrücklich.

Die Cyanobakterien sind so gefürchtet, weil sie teilweise Gifte produzieren, die Hautausschläge, Übelkeit, Durchfall und andere allergische Reaktionen hervorrufen können. Wer nach dem Baden solche Symptome aufweist, sollte sofort zum Arzt gehen und sich an den Kreis wenden.

Kontakt: Fachdienst Gesundheit unter 03381/533152.

Von Saskia Kirf

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