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Gutes Beispiel für Versöhnung

Treuenbrietzen Gutes Beispiel für Versöhnung

Der zentrale Auftakt für die Feierlichkeiten zum Volkstrauertag im Land Brandenburg hat in Treuenbrietzen stattgefunden. Dort nahmen Gäste aus Italien und Russland an dem Zeremoniell teil. Denn dort lautet – gerade nach den Ereignissen im zweiten Weltkrieg – eine seit Jahren praktizierte Lehre, dass es Versöhnung über den Gräbern braucht.

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Andacht in der Treuenbrietzener Gedenkstätte an der Jüterboger Straße: Kränze für deutsche und russische Opfer wurden zum Volkstrauertag niedergelegt.

Quelle: René Gaffron

Treuenbrietzen. „Treuenbrietzen ist ein gutes Beispiel, wie aus der Tragödie von Krieg und Gewalt die Lehren gezogen wurden und durch Versöhnung eine neue Brüderlichkeit entstanden ist.“ Das hat Fabio Dorigato, Leiter der Konsularabteilung der italienischen Botschaft in Berlin, eingeschätzt. Am Sonnabend Vormittag hielt er ein Grußwort in der Marienkirche. Dort fand der zentrale Auftakt der Feierlichkeiten des Landesverbandes Brandenburg im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge anlässlich des Volkstrauertages statt.

Bürgermeister betont das Miteinander

Neben dessen Vorsitzenden, Ex-Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD), Lokalpolitikern und Vertretern der Bundeswehr nahm auch eine russische Delegation an dem Zeremoniell teil. Das gemeinsame Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges, die es speziell im Frühjahr 1945 in der Sabinchenstadt zu beklagen gab, ist dort längst Tradition. Nunmehr, da Michael Knape (parteilos) den Vorsitz des Kreisverbandes Potsdam-Mittelmark der Kriegsgräberfürsorge übernommen hat, war ihm die Symbolkraft des Miteinanders nicht minder zum Volkstrauertag wichtig, sagte der Bürgermeister gegenüber der MAZ.

„Die Erinnerung sollte sich ohnehin nicht auf einmal im Jahr oder die dafür vorgesehenen Feiertage beschränken“, erklärte das Stadtoberhaupt. Und angesichts der politischen Lage in der Welt sei seiner Befürchtung nach das „Nie wieder!“ mehr denn je gefährdet. Schüler des Gymnasiums „Am Burgwall“ hatten versucht, mit Rezitationen an das Leid und die Opfer kriegerischer Auseinandersetzungen vor Ort und in der Welt zu erinnern. „Ihnen, aber auch den nachfolgenden Generationen, sind die Menschen jetzt den Einsatz für den Frieden schuldig“, so Fabio Dorigato. Darauf gründe sich die seit über 60 Jahren währende Periode von Freiheit und Wohlstand in Europa.

Im Ehrenhain legten zahlreiche Gäste auch Kränze für sowjetische Soldaten nieder

Im Ehrenhain legten zahlreiche Gäste auch Kränze für sowjetische Soldaten nieder.

Quelle: René Gaffron

Im Ehrenhain an der Jüterboger Straße wurden sodann nach einer von Pfarrer Gunther Seidel gestalten Andacht zunächst Kränze an der Gedenkstätte für die deutschen Opfer und dann für die Soldaten der Roten Armee niedergelegt. Der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde verlieh dem Ganzen einen würdigen festlichen Rahmen.

Weitere Veranstaltungen am Sonntag

Derweil folgten am Sonntag weitere Feierstunden im Hohen Fläming – unter anderem in Dietersdorf, Görzke, Grabow, Hohenwerbig und Lühnsdorf. In der jüngeren Vergangenheit sind vielerorts Gedenktafeln mit den Namen von Kriegsgefallenen entstanden, deren Schicksal nicht vergessen werden soll.

Von René Gaffron

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