Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Gutshof Klein Glien soll verkauft werden
Lokales Potsdam-Mittelmark Gutshof Klein Glien soll verkauft werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:27 18.12.2015
Gutshof Klein Glien wird vorerst wohl kein Flüchtlingsquartier. Quelle: Thomas Wachs
Anzeige
Hagelberg

Der Gutshof Klein Glien soll – wie geplant – verkauft werden. Das hat die Stadtverordnetenversammlung Bad Belzig am Montagabend bekräftigt. Mit 6:7 Stimmen und einigen Enthaltungen war eine zwischenzeitlich in Betracht gezogene Unterbringung von Asylbewerbern in dem Gebäudeensemble am Fuß des Hagelberges abgelehnt worden.

Nach einer Besichtigung in der vergangenen Woche hatten Rathaus und Landratsamt Bad Belzig eigentlich die Möglichkeit gesehen, dort ab dem ersten Quartal 2016 bis zu 60 Flüchtlingen eine Bleibe zu bieten. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hätte dafür dem Vernehmen nach ein Jahr lang die in kommunalem Besitz befindliche Immobilie mieten wollen. Laut Bauamtsleiter Christoph Grund sei vorgesehen gewesen, dass sie danach im gleichen Zustand zurück zu geben wäre.

Ortsbeiratsmitglied Frank Emmert, einst als Hausmeister in dem Denkmal tätig, hatte dennoch Zweifel, dass es für intensive Wohnnutzung geeignet sei. Zu erklären, unter welchen Bedingungen dies erfolgen soll, war niemand vom Stab in der Niemöllerstraße zur Beratung der Stadtväter erschienen. „Die vor Ort getroffene Entscheidung wird respektiert und nach weiteren Möglichkeiten gesucht“, teilte Sprecherin Andrea Metzler auf MAZ-Anfrage mit.

Zwischennutzung möglich

Der Gutshof Klein Glien ist in städtischem Besitz, steht aber derzeit leer.

Bis 2014 war er verpachtet an den Arbeits-und Ausbildungsförderungsverein Potsdam-Mittelmark.

Jener hatte den Hotelbetrieb an die Firma Immoring (Jaqueline Gramm / Harald Thieme) übergeben.

Der Streit um Mietfragen führte beide Seiten vor Gericht. Dort kam es zu einem Vergleich, mit dem sich die Stadt Bad Belzig den Zugriff auf ihr Eigentum gesichert hat.

Außerdem ist langfristig der Verkauf vereinbart.

Die Verzögerung dessen – durch Zwischennutzung als Asylunterkunft – hätte laut anwaltlicher Beratung der Kommune dieses Ergebnis jedoch nicht gefährdet.

Im Stadtparlament hatte ein Antrag der SPD-Fraktion die Mehrheit verfehlt. Sie wollte erst eine Information der Anwohner sowie die Festlegung der Rahmendaten für die Vereinbarung abwarten. „Unter den Umständen sollte für den sofortigen Verkauf gestimmt werden“, lautete indes die Empfehlung von Wolfgang Wagner. Dass dem Dorfchef von Hagelberg/Klein Glien prompt gefolgt wurde, ohne den womöglich bis Februar vorliegenden Vertragsentwurf abzuwarten, hat Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) enttäuscht. Dies zu verbergen, gab sie sich keine Mühe. „Wir werden neben der Unterbringung am zentralen Stadort auch noch in den Ortsteilen unseren Teil beizutragen haben“, sagte die Bürgermeisterin.

Nach dem Votum der Stadtverordneten soll nun die Ausschreibung erfolgen. Sie war bislang noch nicht möglich, erklärte Hannelore-Klabunde-Quast auf Anfrage von Wolfgang Terp (CDU). Denn seit Beschlussfassung im August musste erst ein Gutachter bestellt werden, der wiederum den Verkehrswert des Komplexes ermittelt. Nach MAZ-Informationen soll es sich um einen sechsstelligen mittleren Betrag handeln.

Anfragen hat es schon gegeben, sagt die Rathausschefin. Das Spektrum reiche demnach vom traditionellen Gastronomie und Hotelbetrieb, über Dentallabor bis zu einem potenziellen Vermieter, der unter Umständen auch Flüchtlinge beherbergen würde, sagt sie. Von der SPD heißt es indes, dass der Gutshof als Bestandteil der touristischen Infrastruktur im Hohen Fläming anzusehen ist.

Von Rene Gaffron

Potsdam-Mittelmark Polizeibericht für das Potsdamer Umland am 15. Dezember - Hund schlägt Einbrecher in die Flucht

Im Beelitzer Ortsteil Elsholz, da ist die Welt noch in Ordnung. Zumindest passen einige Nachbarn aufeinander auf. So mussten jetzt zwei Einbrecher unverrichteter Dinge wieder abziehen. Ein Nachbar hatte sie beim Einbruch in ein Wohnhaus beobachtet und die Polizei alarmiert. Auch der Haushund schlug an.

15.12.2015
Brandenburg/Havel Zoff im Rathaus von Kloster Lehnin - Bürgermeister gängelt Personalratschefin

Zoff im Rathaus von Kloster Lehnin: Bürgermeister Bernd Kreykenbohm will die Personalratsvorsitzende Nicole Näther loswerden. Dieser Eindruck drängt sich in der Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht Brandenburg auf. Indem er ihre Arbeitszeit senkt, versucht der Rathauschef die Arbeitnehmervertreterin mürbe zu machen. Vor Gericht hat er aber schlechte Karten.

16.12.2015

Ein aufschlussreiches Profilbild hat eine Überwachungskamera von einem Einbrecher in Kleinmachnow geschossen. Mit dem Foto sucht die Polizei nun den Unbekannten, der sich bereits im August in einem Haus bediente, während dessen Bewohner seelenruhig schliefen.

15.12.2015
Anzeige