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Gymnasium bekommt neuen Sozialarbeiter

Treuenbrietzen Gymnasium bekommt neuen Sozialarbeiter

In Treuenbrietzen ist die Schulsozialarbeit aufgestockt worden. Sven Gatter ist dort nun allein für das Gymnasium „Am Burgwall“ zuständig. Bislang hatte seine Kollegin Diana Bölke diese Aufgabe in Arbeitsteilung mit der Grundschule inne. Sie kann sich nun allein auf die Arbeit an der Albert-Schweitzer-Schule konzentrieren. Dort wuchs der Bedarf in den jüngsten Jahren deutlich.

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Sven Gatter ist neuer Schulsozialarbeiter für das Gymnasium „Am Burgwall“ in Treuenbrietzen.

Quelle: FOTO: Thomas Wachs

Treuenbrietzen . Für Diana Bölke hat das Pendeln zwischen zwei Schulen der Stadt Treuenbrietzen nun ein Ende. In den zurückliegenden zehn Jahren war die Sozialarbeiterin für die Grundschule „Albert Schweitzer“ sowie für das Gymnasium „Am Burgwall“ zuständig. Weil jedoch der Arbeitsbedarf drastisch stieg, entschloss sich die Stadt Treuenbrietzen, die Sozialarbeit aufzustocken. In Kooperation mit dem Landkreis und dem Diakonischen Werk Potsdam-Mittelmark als Träger ist eine zusätzliche Teilzeitstelle geschaffen worden.

Während Diana Bölke in ihren 30 Wochenstunden nun allein für die Grundschule tätig sein kann, ist ihr neuer Kollege, Sven Gatter, nun für 20 Wochenstunden allein für das Gymnasium zuständig.

„Wir hatten uns für die Aufstockung entschieden, weil der Bedarf für die Sozialarbeit an der Grundschule durch die Themen Inklusion und Willkommensklassen deutlich gewachsen war“, sagte Ralf Gronemeier am Freitag der MAZ. „So hatten wir den Eindruck, dass dadurch die Projektarbeit am Gymnasium etwas ins Hintertreffen geriet“, erklärte der Leiter des auch für soziale Fragen zuständigen Bürgeramtes im Rathaus.

Wie dramatisch die Lage war, hatte Diana Bölke im vorigen Jahr in einer Sitzung des kommunalen Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport deutlich gemacht. „Wir stehen alle mit dem Rücken an der Wand. Der Personalbedarf in der Sozial- und der Jugendarbeit ist sehr groß”, sagte die Sozialarbeiterin damals. Steigenden Bedarf sah die Expertin vor allem in der Grundschule. Vor dem Hintergrund der landesweit forcierten Inklusion – also der gleichberechtigten, integrierten Bildung auch für Kinder mit geistigen Handicaps und Wahrnehmungsproblemen – steige die Zahl der Jungen und Mädchen mit Förderbedarf deutlich.

An drei Tagen in der Schule

Der Schulsozialarbeiter Sven Gatter ist an drei Tag der Woche im Treuenbrietzener Gymnasium anzutreffen, sofern keine außerschulischen Termine anstehen.

Im Hause anwesend ist er dienstags von 7.45 bis 16 Uhr, mittwochs von 9 bis 16 Uhr und donnerstags von 9 bis 16 Uhr.

Feste Sprechzeiten im Büro sind am Mittwoch von 12.20 bis 13.05 Uhr sowie am Donnerstag von 14 bis 16 Uhr. Außerhalb der Sprechzeiten ist das Büro nicht immer besetzt.

Erreichbar ist der Schulsozialarbeiter über das Sekretariat oder per E-Mail unter sven.gatter@gymnasium-treuenbrietzen.de

Von den rund 305 Grundschülern hatten damals 96 besondere Hilfe beim Lernen nötig. Um dabei die Lehrer im Unterricht zu unterstützen, gibt es zwar zwei Sozialpädagogen an der Schule. Darüber hinaus gebe es jedoch auch „einen wachsenden sozial-emotionalen Beratungsbedarf“, schilderte Bölke. Für den wiederum ist sie zuständig. Zu ihren Klienten gehören beispielsweise auch 17 Schüler, „die klare psychosoziale Auffälligkeiten zeigen, weil sie sich ritzen, die Schule schwänzen oder andere gravierende Probleme zu lösen sind”, berichtete die Schulsozialarbeiterin damals. Zudem erwarten Lehrer und auch Eltern Hilfe und Beratung von den Sozialexperten.

Am Gymnasium hat seit diesem Schuljahr nun Sven Gatter dieses breit gefächerte Aufgabengebiet, als Vermittler, Berater und Moderator übernommen. Mit seiner Arbeit will er Schülern „dabei helfen, den Schulalltag bestmöglich zu bewältigen und ihre maximales Leistungsvermögen abzurufen. Damit dies gelingt, unterstütze ich auch die Lehrer sowie alle interessierten Eltern“, sagt Sven Gatter.

Darüber hinaus will er in der Arbeit mit Gruppen und Klassen Arbeitsgemeinschaften und Projekttage anbieten. Schwerpunkte sein sollen dafür Themen wie Berufs- und Studienorientierung, Schule ohne Rassismus sowie Jugend engagiert sich (JES). Zudem gehört der Schulclub als offenes Freizeitangebot zum Aufgabengebiet des Sozialarbeiters. Dabei will er seine Erfahrungen einfließen lassen, die er auch in seinen kreativen Tätigkeiten gesammelt hat.

Sven Gatter stammt aus Bitterfeld in Sachsen-Anhalt. 1997 legte der heute 37-Jährige am Sportgymnasium in Halle an der Saale sein Abitur ab und absolvierte anschließend in Erfurt ein Studium der Sozialen Arbeit. „Nebenbei habe ich einige Semester an der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig sowie an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin verbracht“, erzählt Gatter. Seit 2006 arbeitet er als Sozialpädagoge sowohl im Themenfeld Berufs- und Studienorientierung als auch in der historisch-politischen Bildungsarbeit. „Zudem bin ich als freier Fotograf für Verlage, Zeitschriften, Verbände und Unternehmen tätig sowie mit eigenen künstlerischen Projekten beschäftigt“, sagt der neue Sozialarbeiter des Treuenbrietzener Gymnasiums. Dort sei viel aufgebaut worden, „das nun unbedingt fortgeführt und ausgebaute werden sollte“, erzählt Sven Gatter nach seinen ersten Eindrücken im Team am Burgwall.

Von Thomas Wachs

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