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Gysi und Schorlemmer reden über die DDR

Kleinmachnow Gysi und Schorlemmer reden über die DDR

Der Linken-Politiker und der Pfarrer und DDR-Oppositionelle haben sich in einem Buch über die verschwundene DDR und ihre persönlichen Erlebnisse unterhalten. Zu Herkunft und Zukunft wollen die beiden Männer jetzt persönlich in der Öffentlichkeit miteinander reden.

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Politiker Gregor Gysi (68/l.) und Pfarrer Friedrich Schorlemmer (72).

Quelle: Milena Schlösser

Kleinmachnow. Vor der Wende standen sie auf verschiedenen Seiten des Systems: Gregor Gysi, Sohn des Widerstandskämpfers und späteren DDR-Kulturministers Klaus Gysi, und Anwalt. Er gehörte zu den eher systemnahen Persönlichkeiten der DDR. 1967 trat er in die SED ein und vertrat als Rechtsanwalt u. a. Regimekritiker wie Robert Havemann, Rudolf Bahro und Bärbel Bohley. Von 1989 bis 1993 war er Vorsitzender der SED-PDS. Seit 2005 bis 2015 war er Fraktionsvorsitzender der Partei Die Linke.

Friedrich Schorlemmer war Sohn eines Pfarrers. Er wurde selbst Pfarrer, Oppositioneller, Mitinitiator der Bürgerbewegung „Schwerter zu Pflugscharen“ und stand der DDR und ihren Oberen immer kritisch gegenüber. Heute ist er Mitglied der SPD und noch immer ein Mann, der den Obrigkeiten, welcher Provenienz auch immer, in kritischen Artikeln begegnet.

In einem sehr persönlichen Gespräch mit dem Journalisten Hans-Dieter Schütt (einst Chefredakteur des FDJ-Zentralorgans Junge Welt und Feuilletonredakteur beim Neuen Deutschland), das der Aufbau-Verlag als Buch herausgebracht hat, erinnern sich die Männer an ein verschwundenes Land und wie sie es erlebten. Es ging um die Frage, „Was bleiben wird“ – von einem Land, einer Utopie, einer Gesellschaft, die beide geprägt hat, wie Millionen andere auch. Das Buch sei kein Streitgespräch geworden, aber könnte im 26. Jahr der Wiedervereinigung ein wichtiger Beitrag zum deutsch-deutschen Diskurs sein, heißt es.

Am 19. Oktober, 19.30 Uhr, reden Gysi und Schorlemmer im Kleinmachnower Bürgersaal unter dem Motto „Was bleiben wird“ über Herkunft und Zukunft. Die Veranstaltung soll wegen der großen Nachfrage wiederholt werden, heißt es aus der Gemeindeverwaltung.

Info: Karten Dienstag 13-18, Donnerstag 13-16 Uhr, Rathaus, neben Bürgerbüro; Reservierungen (zu den o.g. Zeiten) unter Telefon 033203/ 8 77 13 05

Von Claudia Krause

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