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Potsdam-Mittelmark „Haben eine gute Entwicklung hinter uns“
Lokales Potsdam-Mittelmark „Haben eine gute Entwicklung hinter uns“
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08:00 16.02.2016
Sebastian Steinke (links) leitet das Haus Belizi. Quelle: Josephine Mühln
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Bad Belzig

Im „Haus Belizi“ in Bad Belzig können Behinderte in einem städtischen Umfeld zu Hause zu sein und selbstbestimmt in einer Gemeinschaft mit anderen Menschen leben. Die Bewohner sollen an allen Veranstaltungen der Stadt und in der Nachbarschaft teilnehmen können. In diesem Jahr feiert das Haus sein fünfjähriges Bestehen. Hausleiter Sebastian Steinke schaut zurück.


MAZ
: Herr Steinke, wie fällt Ihre Bilanz für fünf Jahre „Haus Belizi“ aus?

Sebastian Steinke: Sehr positiv. Wir haben eine gute Entwicklung durchgemacht und sind nach der Eröffnung schnell gewachsen. Die Nachfrage ist gut, wir sind mit 20 Bewohnern voll belegt.

Ist eine Erweiterung geplant?

Steinke: Nein, erstmal nicht. Der Platz am Standort hier ist ausgeschöpft und wir wollen mit unserem Konzept ja auch wegkommen von den großen stationären Heimen. Das Haus soll von der Größe her ins Wohngebiet passen und kein Fremdkörper sein.

Welches besondere Geschenk machen Sie sich im Jubiläumsjahr?

Steinke: Fördermittel der „Aktion Mensch“ und Eigenmittel ermöglichen uns den Anbau eines Fahrstuhls. Der Bau soll im April beginnen und wird voraussichtlich bis Juni dauern. Dann können wir auch für die Bewohner im Obergeschoss endlich Barrierefreiheit ermöglichen. Bis jetzt konnten unsere Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Gehhilfe nur unten wohnen.

Welche Projekte stehen im „Haus Belizi“ in naher Zukunft noch auf dem Programm?

Steinke: Wir wollen unsere Freizeitangebote ausbauen und arbeiten an der Verbesserung unserer barrierefreien Kommunikation.

Was heißt das genau?

Steinke: Dass wir Infos für unsere Bewohner in möglichst einfacher Sprache weitergeben wollen. Zum Beispiel auch mit Hilfe von Piktogrammen für Menschen, die nicht oder nicht so gut lesen können. Dazu gehören auch Zeitungsartikel – eben alles, was die Bewohner interessiert.

Und woran denken Sie beim Ausbau der Freizeitangebote?

Steinke: Dass wir unsere Zusammenarbeit mit den Rollstuhl-Tänzern intensivieren und mit der Gemeinde enger zusammenarbeiten – bei den Jahresfesten der Kirchgemeinde zum Beispiel. Auch sonst soll die Netzwerkarbeit stärker in Angriff genommen werden, um Angebote zu finden, bei denen wir nicht nur mit Menschen mit Behinderung zusammenarbeiten. Sondern vielleicht auch mit Theatergruppen, bei denen unsere Bewohner mitspielen können.

Wie hat sich die Nachfrage für das „Haus Belizi“ im Laufe der Jahre verändert?

Steinke: Ich denke, dass wir anfangs mehr junge Bewohner hatten. Weil viele Eltern darauf gewartet hatten, dass wir eröffnen. Ihre Kinder sollten lernen, selbstständig zu leben. Jetzt hat sich die Altersstruktur verändert – obwohl wir im Schnitt trotzdem noch ein sehr junges Haus sind.

Sie bieten auch das sogenannte Gästewohnen an, wenn pflegende Angehörige krank sind oder eine Auszeit benötigen. Wie verhält es sich da mit der Nachfrage?

Steinke: Nicht so konstant. Das wird vielleicht einmal im Quartal in Anspruch genommen. Ich denke, dass es da auch einen Unterschied zwischen Stadt und Land gibt – in der Stadt sehe ich in diesem Bereich mehr Bedarf.

Von Josephine Mühln

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