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Potsdam-Mittelmark Hafen-Bau in Teltow gestoppt
Lokales Potsdam-Mittelmark Hafen-Bau in Teltow gestoppt
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10:37 23.09.2015
Auf der Baustelle der künftigen Marina Teltow ruhen derzeit die Arbeiten.  Quelle: Archiv/Bernd Gartenschläger
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Teltow

 Zur weiteren Projektbegleitung und -überwachung der künftigen Marina Teltow haben die Teltower Stadtverordneten einen zeitweiligen Sonderausschuss gebildet. Vorsitzender des Kontrollgremiums ist der CDU-Stadtverordnete Ulrich Witzig. Dem Ausschuss gehören sieben Stadtverordnete, aber keine sachkundigen Einwohner an. Die Mitglieder kamen am Montagabend zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Der Teltower Hafen ist das gegenwärtig größte und teuerste Investitionsprojekt der Stadt.

„Der Ausschuss ist nicht als Untersuchungsausschuss zu verstehen“, stellt Vorsitzender Witzig klar. Vielmehr soll er die anderen Fachausschusse der Stadtverordnetenversammlung entlasten, indem sämtliche Themen, die mit dem Hafen zusammenhängen, ausschließlich in dieser Runde besprochen werden. Wichtigstes Augenmerk legen die Ausschussmitglieder sicher auf die Baukosten, die von eingangs vier Millionen Euro jetzt auf zehn Millionen Euro geschätzt werden. Als Ursache für diese Kostenexplosion hatte die Teltower Stadtverwaltung die unerwartet hohe Kontaminierung des Baugeländes und die damit verbundenen Entsorgungsleistungen angeführt. Zudem musste eine nicht geplante schwimmende Konstruktion zur Absicherung der Oderstraße errichtet werden.

Den Sonderausschuss hatte in diesem Frühjahr die Fraktion Bürgerinitiative Teltow (Bit) in der Stadtverordnetenversammlung beantragt. Ursprünglich hatte sie wegen der Kostenexplosion einen Untersuchungsausschuss einsetzen wollen, fand allerdings im Stadtparlament dafür keine Mehrheit. Der Sonderausschuss soll nur bis zur Eröffnung des Teltower Stadthafens eingesetzt werden, der zum Saisonstart 2017 fertig sein soll. „Wir werden quartalsweise zusammenkommen oder nach Bedarf, wenn die Stadtverwaltung uns etwas Wichtiges mitzuteilen hat", sagt Witzig.

Auf der Baustelle an der Oderstraße ruhen derzeit die Arbeiten. Beim Bauen war festgestellt worden, dass der Grundwasserstand auf dem gesamten Gelände höher ist, als bislang angenommen. So ist es im virtuellen Bautagebuch auf der Internetseite der Stadt vermerkt. Experten untersuchen seit dem Juli, ob und inwieweit das Grundwasser abgesenkt werden kann und welche Auswirkungen eine Absenkung haben könnte. Die veränderte Situation hatte die Stadt Teltow Mitte August veranlasst, zu einer kompletten Sanierung der betroffenen Areale überzugehen. Nach derzeitigem Stand sollen die Arbeiten Anfang Oktober wieder aufgenommen werden.

Von Heinz Helwig

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