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Halbe Million für Sportplatzumkleide geplant

Sport in Mittelmark Halbe Million für Sportplatzumkleide geplant

Vor zwei Jahren lag der Platzbedarf noch bei 90 Quadratmetern; jetzt werden über 300 geplant. Das soll die Gemeinde fast eine halbe Million Euro kosten.

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Aus Containern besteht die provisorische Umkleide des Sportplatzes Güterfelde. An ihrer Stelle will die Gemeindeführung ein sogenanntes Sozialgebäude von über 300 Quadratmetern Nutzfläche errichten und fast eine halbe Million Euro dafür ausgeben.

Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Güterfelde. Detaillierte Pläne für ein Sozialgebäude auf dem Sportplatz Güterfelde wurden jetzt im Stahnsdorfer Bauausschuss vorgestellt. Derzeit werden nach Angaben der Verwaltung von den Sportlern sechs Container genutzt, weil es keine befestigten Umkleideräume, Duschen, Toiletten oder Lagerräumen gibt. Präsentiert wurde ein Gesamtkonzept mit zwei festen Gebäuden und einer Gesamtnutzfläche von 306 Quadratmetern nördlich des Bolzplatzes. Das Hauptgebäude soll neben dem Sanitärtrakt auch einen Lagerraum für Sportgeräte, einen Mehrzweckraum für Versammlungen, Sport und andere Gelegenheiten, sowie einen weiteren Lagerraum für Stühle umfassen; das Nebengebäude ist für Gartengeräte gedacht. Auch Stellplätze für Autos und Fahrräder sind eingeplant. Die voraussichtlichen Kosten für den Bau der Anlage wurden mit rund 430 000 Euro beziffert.

Die Vorstellung der Verwaltung stieß bei den Gemeindepolitikern jedoch auf massive Irritationen. Der Auftrag von vor zwei Jahren habe nur von 90 Quadratmetern gehandelt, hieß es. „Welche Notwendigkeiten sind inzwischen aufgetaucht, die eine vierfache Fläche rechtfertigen?“, wollte Wolfgang Brenneis (CDU) wissen. Auch wurde darauf hingewiesen, dass die Sporthalle des Ortsteiles erst im Jahr 2009 für eine Million Euro saniert worden ist und Güterfelde als einziger Teil Stahnsdorfs eine Halle hat, die auch tagsüber nutzbar ist.

Die Verwaltung beteuerte, die ursprünglichen 92 Quadratmeter bezögen sich nur auf den Sanitärbereich: „Jetzt wollen wir aber einen Bebauungsplan über das Areal legen, und dann sollten wir den auch so erstellen, dass es so aussieht, wie der Verein sich das vorstellt.“ Man wolle zunächst nur das Baufenster festlegen, erklärte man, nicht die Bauplanung. Das Hauptgebäude könne auch in mehreren Etappen gebaut werden, beginnend mit dem Sanitärbereich. Dietrich Hockshold (Wir Vier), Ortsvorstand Güterfelde, appellierte dennoch an seine Kollegen, gleich den kompletten Bau in Betracht zu ziehen: „Der Verein hat keine Möglichkeit, sich zu treffen, und die Halle deckt den Bedarf nicht komplett ab.“

Ausdrücklich unbeantwortet von der Verwaltung blieb die von einem Ausschussmitglied gestellte Nachfrage, wie viele Container denn eigentlich auf dem Sportplatz Güterfelde bewilligt sind. Verwaltungssprecher Stephan Reitzig sagte der MAZ, laut Unterlagen der Verwaltung stünden zwei Container auf dem Areal, doch im Bauausschuss war mehrfach von sechs Containern die Rede.

Von Konstanze Kobel-Höller

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