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Potsdam-Mittelmark Halbes Dutzend Aktivisten sind zu wenig
Lokales Potsdam-Mittelmark Halbes Dutzend Aktivisten sind zu wenig
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16:46 06.08.2017
Gleich wieder startklar: Klaus Bergholz rollte mit Tempo 20 von Neuendorf bei Brück nach Groß Marzehns. Eigentlich sollten zehn Trecker der Marke „Aktivist“ ausgestellt werden, was aber nicht ganz gelang. Quelle: Christiane Sommer
Groß Marzehns

„Männer sind wie kleine Kinder. Sie brauchen immer etwas zum spielen“, sagt Renate Höpfner aus Birkhorst bei Beelitz. Die Ruheständlerin schüttelt mit dem Kopf. Dennoch bleibt sie geduldig stehen und lächelt, als Lebenspartner Hermann Friedrich seine Jacke öffnet - um neben einen laut tuckernden Lanz Bulldog einen Briefumschlag hervorzuholen. An dessen Besitzer gerichtet erklärt der Ruheständler: „Ich habe zu Hause auch einen“. Dann reicht er einige Fotografien ins Rund.

Weil ihm der Weg zum Treckertreffen nach Groß Marzehns zu weit war, hat er sich für die bequeme Version entschieden. Er hat seinen Kramer, Baujahr 1956, als Fotografie dabei. Die Aufnahmen werden bewundert, bis Manfred Berlin aus Brück seinen Bulldog für eine kleine Ausfahrt vorbereitet. Dies dauert eine gute halbe Stunde, während der sich immer mehr Liebhaber alter Landtechnik um den Schlepper versammeln. Der Enthusiast erweist sich dabei als geduldiger Erklärer,. Seit knapp zehn Jahren nennt er den Bulldog sein eigen. „Als ich ihn gekauft hatte, brachte ich quasi dreieinhalb Tonnen Schrott nach Hause“, so der 60-Jährige. Der Zustand der 1952 vom Band gerollten Landmaschine war alles andere als gut und sorgte daheim für eine Ehekrise. In mühevoller Kleinarbeit hauchte wurde das Fahrzeug instandgesetzt, was ihm seitdem ordentlich Aufmerksamkeit beschert. So auch beim Treckertreffen am Sonnabend in Groß Marzehns.

Bürgermeister mit eigenem Trecker vor Ort

„Wir haben in diesem Jahr 91 Traktoren hier“, weiß Ortsvorsteher Ralf Rafelt. Er ist zugleich ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Rabenstein/Fläming und hat das in sechster Auflage stattfindende Treckertreffen im Anschluss an den Treckergottesdienst mit Pfarrer Daniel Geißler eröffnet. Natürlich hat er ebenfalls einen Trecker ausgestellt. Groß Marzehns gilt schließlich als das Dorf im Hohen Fläming, in dem es mehr Traktoren als Gehöfte gibt.

Manfred Berlin aus Brück bereitet seinen Lanz Bulldog für eine Ausfahrt vor Quelle: Christiane Sommer

Benjamin Paul weicht Manfred Berlin am Sonnabend nachmittag nicht von der Seite. Der neunjährige saugt dessen Erläuterungen rund um den Bulldog förmlich auf. Unter anderem erfährt er, dass der alte Trecker einen so genannten Vielstoffmotor besitzt, der mit allem fährt was irgendwie brennt. Ob Diesel, Altöl oder Bohnerwachs. Der Junge offenbart: „Ich durfte heute Vormittag schon einen 11er Deutz auf den Platz fahren“. Marion Grappa, die Cheforganisatorin des Treffens, bemerkt: „Bei uns können die Kinder einen Trecker fahren bevor sie laufen “

Klaus Bergholz aus Neuendorf bei Brück ist mit einem Aktivist vor Ort. Zwei Stunden und 20 Minuten war er unterwegs. Walter Lühnsdorf aus Groß Marzehns fieberte seiner Ankunft ordentlich entgegen. Der 74-Jährige wollte einen neuen Rekord aufstellen. Bis zum Schluss hatte er gehofft, dass es gelingt, zehn Traktoren der Marke auszustellen. Am Ende waren es nur sechs. Die Enttäuschung steht dem Einheimischen ins Gesicht geschrieben. Klaus Bergholz, der eigens deswegen mit dem Aktivisten gekommen und zum ersten Mal in Groß Marzehns dabei ist, nimmt es gelassener und genießt die Fachsimpeleien. Marion Grappa bezeichnet diese als „Dieselgespräche“ – die alte Landtechnik ist längst zur Geldanlage geworden.

Weit gereiste Gäste

Harald Händler liebt diese Art des Austauschs. „Wir kommen aus Kemberg“, erklärt Lebensgefährtin Margitta Müller. „Ohne Trecker“, ergänzt sie lachend. Dafür mit einer gehörigen Portion Begeisterung. „Das man auf den Treffen eigentlich immer das Gleiche sieht, ist uns egal“, so die beiden einstimmig. Es sind die Gespräche in entspannter Atmosphäre, die sie begeistern.

Zu denen, die etwas zu berichten hatten gehörte Kurt Schumann aus Buchholz bei Beelitz. Er hatte die längste Anreise per Treckerachse.

Von Christiane Sommer

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