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Potsdam-Mittelmark Hand weg – Platz bei Havelfrucht bleibt
Lokales Potsdam-Mittelmark Hand weg – Platz bei Havelfrucht bleibt
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00:24 14.01.2016
Nach dem Unfall wurde die Sortieranlage sofort abgestellt. Inzwischen läuft sie aber wieder. Quelle: Julian Stähle
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Die Nachtschicht am 3. Dezember 2015 bei der Havelfruchtgesellschaft und den Schock, als die rotierende Welle schmerzhaft an ihrer Hand riss, wird Izabella nie vergessen. Dann musste in der Fabrikhalle an der Plötziner Straße alles rasend schnell gehen. Die alarmierten Rettungskräfte und die Feuerwehr waren kurze Zeit später vor Ort. Sie befreiten die 51jährige Maschinenarbeiterin aus Polen aus den Fängen der Technik. Dem Notarzt blieb aber keine Wahl, er musste der Frau noch am Unglücksort die Hand abtrennen, bevor sie mit dem Hubschrauber in die Unfall-Klinik Berlin-Marzahn gebracht wurde.

Sofort nach dem tragischen Unfall wurde die Maschine komplett abgeschaltet. Nichts mehr war wie zuvor. Am Morgen nach der Schicht standen Frauen und Männer der Schicht wie gelähmt vor der Unterkunft gleich gegenüber der Halle. Zu diesem Zeitpunkt war alles offen. Die Mitarbeiter bangten um das Leben ihrer Kollegin. Wann die Maschinen wieder angestellt werden, war völlig nebensächlich.

„Unserer langjährigen Kollegin geht es zum Glück nach dem tragischen Unfall inzwischen den Umständen entsprechend gut“, sagt der Geschäftsführer der Havelfrucht GmbH, Thomas Giese, auf Nachfrage der MAZ. Er klingt mehr als erleichtert. „Weil die Kinder unserer Mitarbeiterin in Dortmund arbeiten, haben wir uns dafür eingesetzt, dass Izabella noch vor Weihnachten in eine Klinik nach Bochum verlegt wurde.“ Dort konnte sie laut Giese das Krankenhaus bereits verlassen. Als die Patientin noch in Berlin im Krankenhaus lag, kümmerte sich der Betrieb um Übernachtungsplätze für die Familie in einem Berliner Hotel, damit genug Zeit für den Krankenbesuch war. Er übernahm auch die Kosten.

„Wir haben jetzt erfahren, dass eine entsprechende Prothese für unsere Kollegin bereits angepasst werden soll, es geht also gut voran“, sagt Giese. Seine Lebenspartnerin, die auch aus Polen stammt, habe den ständigen Kontakt zu Izabella gehalten, damit der Betrieb und die Kollegen immer gut Bescheid wussten, wie es der Mitarbeiterin geht. Sie hat laut Giese bereits in Aussicht gestellt, dass sie gerne in den Glindower Betrieb zurückkehren möchte, wenn es für sie dort eine geeignete Arbeit gibt. „Ich gehe davon aus, dass Izabella im Sommer wieder bei uns ist“, sagt Giese.

Nach den Worten des Geschäftsführers sind die Untersuchungen zum Arbeitsunfall noch nicht abgeschlossen. Vier Tage nach dem Unfall konnte der Betrieb aber wieder aufgenommen werden. Einen Tag nach dem tragischen Unglück wurde an der Maschine eine spezielle Schutzvorrichtung angebaut, damit ein solcher Unfall künftig ausgeschlossen werden kann.

Ein Unternehmssprecher hatte am Tag nach dem Vorfall an der Sortiermaschine gegenüber der MAZ eingeräumt, dass die Arbeiterin möglicherweise das Risiko der Reinigung bei laufender Maschine unterschätzt hatte. Zeitgleich erklärte er, dass es für die Arbeit an den Anlagen regelmäßig Einweisungen gibt.

Von Regine Greiner

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