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Handelsstandort an A 9 in Bewegung

Linthe Handelsstandort an A 9 in Bewegung

Für die Weiterentwicklung des neuen Einkaufskomplexes an der Autobahn 9 in Linthe sind jetzt die Baupläne konkretisiert worden. Ein künftig unter einem Dach vereinter Supermarkt sowie ein neuer Imbiss sind geplant. Größere Nachbarstädte im weiteren Umland fürchten indes negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Handelstrukturen in ihren Innenstädten.

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Die Handelskette „Kaufland“ will in Linthe sein Angebot konzentrieren. Dazu soll bis spätestens 2020 am Standort des Getränkemarktes eine neue Verkaufshalle stehen.

Quelle: Thomas Wachs

Linthe. Der Einkaufs-Standort an der Autobahn 9 in Linthe kommt in Bewegung. Dort stehen demnächst Neubauten und Abrisse an. Die Grundstücksgesellschaft Friedrich Bremke GmbH & Co KG , der das Areal um den Kaufland-Markt gehört, hat jetzt auch einen Bauantrag für einen Imbiss mit fünf Stellplätzen vor dem ehemaligen Aldi-Markt gestellt. Nachdem die Kantine dann vom bisherigen Domizil nebenan an der Dorfstraße dorthin umgezogen ist, werden die Hallen, in denen sich die Kantine, ein Teppichhandel, ein Blumenladen sowie der Kaufland-Getränkemarkt befinden, abgerissen. Wie berichtet sollen auf dem Gelände des jetzigen Kaufland-Marktes für eine Übergangszeit alle diese Geschäfte unterkommen.

Geschäfte ziehen hin und her


Nach dem Abriss der alten Hallen wird dort ein neuer Markt errichtet. Der Ersatzneubau mit 6200 Quadratmetern Bruttogeschossfläche soll beide Kauflandmärkte vereinen. Nach Fertigstellung des neuen Gebäudes werde der Altbau abgerissen, um Parkplätze zu schaffen. Das wurde jetzt in der Sitzung der Gemeindevertreter bekannt. Nach Aussagen des Abgeordneten Sandro Schröder sei der neue Standort der Teppichwelt noch offen. Die Blumenhandlung hat vor Jahren ein Grundstück an der Ecke Dorfstraße/Im Grund erworben und will dort ihr neues Geschäft errichten.

Zwischenzeitlich hatte Kaufland dieses Jahr auch noch einmal in ein neues Erscheinungsbild seines derzeitigen Marktes in Linthe investiert.

Skepsis bei Städten im Umland

Im Umland wird das Wachstum in Linthe indes skeptisch gesehen. So wollen Treuenbrietzen, Beelitz und Bad Belzig auf befürchtete negative Auswirkungen für die Handelsstrukturen in ihren Innenstädten hinweisen. Das sagte Treuenbrietzens Bauamtsleiter Christoph Höhne am Montagabend im Ausschuss für Stadt- und Ortsteilentwicklung. Ihn und seine Amtskollegen störe es vor allem auch, dass dort ohne großen baurechtlichen Aufwand eine Entwicklung ermöglicht wird, „die uns in den Stadtzentren verwehrt wird“. Die Amtsleiter fürchten eine Abwanderung von Kaufkraft „auf die grüne Wiese“.

Verkaufsfläche soll gar nicht wachsen

Nach Angaben der Grundstücksgesellschaft Friedrich Bremke GmbH & Co. KG vom Februar soll für den künftig vereinigten neuen Markt zwar die Gesamtfläche des Gebäudes wachsen. Die reinen Verkaufsflächen blieben jedoch in der Summe unter denen der bisherigen Märkte und angegliederten Geschäfte, sagte Prokurist Ingo Kuhne damals vor Gemeindevertretern.

 

Von Andreas Koska und Thomas Wachs

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