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Potsdam-Mittelmark Handwerkerwoche erfährt viel Zuspruch
Lokales Potsdam-Mittelmark Handwerkerwoche erfährt viel Zuspruch
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18:50 30.03.2016
Max Kieselbach hatte viel Freude bei der Schnitzarbeit. Quelle: Andreas Koska
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Brück

Schnitzen scheint eine Männerdomäne zu sein. Beim Workshop innerhalb der Handwerkerwoche des Amtes Brück im Mehrgenerationenhaus „Alte Korbmacherei“ waren jetzt jedenfalls neun Jungs und nur zwei Mädchen dabei. Burgmauern und Schmetterlinge aus Balsa-Holz zu schnitzen, lautete dort die Eingangsaufgabe. Mit kleinen Schnitzeisen wurde Struktur in das federleichte Holz geschnitzt. „Man muss mit Gefühl arbeiten“, erzählt Piet Hübner. Der neunjährige Ketziner ist in den Ferien beim Opa in Brück zu Besuch und gibt sein Bestes. „Es ist nicht wirklich schwer“, erzählt er dabei.

Frank Schönefeld hat seine beiden Söhne mitgebracht. Während der ältere, der siebenjährige Richard, sich schon an der Hans-Grade-Schule in Borkheide am Schnitzen versucht hat, ist es für seinen vier Jahre alten Bruder Karl Georg Neuland. Der kleinere schleift gerade fleißig einen Rohling. Daraus soll dann eine Burgmauer werden. „Schnitzen macht aber mehr Spaß als das Schleifen“, hat er festgestellt. Die Borkwalder Familie hat durch Zufall von dem Angebot erfahren. „Es ist eine Abwechslung und ein schönes Ferienangebot“, sagt Vater Frank Schönefeld erfreut. Er ist gerade dabei, die Schmetterlingsaugen herauszuarbeiten.

Weitere Termine diese Woche

Die Handwerkerwoche des Amtes Brück bietet nach dem Schnitzen am Dienstag und dem Filzen am Mittwoch weitere Termine.

Am Donnerstag kann ab 10 Uhr in der Oberschule Brück mit Katja Garpow die Tiffany-Technik erlernt werden.

Am Freitag wird von 14 bis 18 Uhr im Jugendraum Borkwalde mit Nadine Wilke Seife hergestellt.

Thomas Rülicke hat seine gesamte mobile Werkstatt aus Seehausen, einem Ortsteil von Niedergörsdorf im Landkreis Teltow Fläming mit nach Brück gebracht. „So kann jeder seins machen, ohne Gedränge“, weiß der Zimmermann aus Erfahrung. Fast jeden Tag ist er unterwegs, leitet an sieben Schulen eine Arbeitsgemeinschaft, bietet freitags und samstags zudem entsprechende Kurse in seiner heimischen Werkstatt an. „Ich bin ausgebucht“, freut er sich über den regen Zuspruch.

In Brück wurden auch Schwerter hergestellt. Die Holzleisten werden dabei in eine spezielle Werkbank eingebaut, danach mit dem Messer die Umrisse herausgearbeitet. Frode Heinol macht es sichtlich Spaß. Ein fertiges Musterschwert hat der junge Brücker im Blick und versucht, sich daran zu orientieren. Da ist Max Kieselbach schon weiter. Sein erstes Schwert hat er von einem Mittelaltermarkt mitgebracht. Dabei entstand gemeinsam mit seinem Vater die Idee, nun selbst eines zu schnitzen. So wurde ein Spitzhackenstiel im Baumarkt gekauft und daraus das Spielschwert gemacht.

Der Elfjährige wohnt in Ahrensfelde bei Berlin und ist wie Piet bei seinen Großeltern zu Besuch. Die Oma hat ihn auf den Termin aufmerksam gemacht. „Wenn ich schnitze, empfinde ich ein Gefühl der Fröhlichkeit“, schildert Max seine Emotionen beim Hobby. Den Eindruck machten auch alle anderen Kinder, die konzentriert und mit Freude ihre kleinen Kunstwerke erschufen. „Eine gelungene Aktion“, befand die Leiterin der Korbmacherei, Nicole Ehle.

Von Andreas Koska

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