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Potsdam-Mittelmark Hans-Peter Goetz will Bürgermeister werden
Lokales Potsdam-Mittelmark Hans-Peter Goetz will Bürgermeister werden
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18:05 08.01.2017
Hans-Peter Goetz (FDP) geht mit Kreuz-Keks in die Bürgermeisterwahl 2017 in Teltow; rechts neben ihm am Tisch Georg Lehrmann, FDP-Ortschef von Stahnsdorf. Quelle: Stephan Laude
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Teltow

„Lieber Hans-Peter“ sprach Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) den FDP-Stadtverordneten Hans-Peter Goetz in seiner Begrüßungsrede am Freitagabend an. Die freundschaftliche Anrede änderte aber nichts daran, dass beide nunmehr Konkurrenten sind: Goetz nutzte das Dreikönigstreffen der FDP von Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf, um seine Bürgermeister-Kandidatur für Teltow anzukündigen. Gewählt werden soll im September. Die offizielle Nominierung durch die Parteien steht noch aus. Goetz sagte, er habe bereits gewettet, dass es eine Stichwahl geben werde.

Vor dem Hintergrund des beginnenden Bürgermeister-Wahlkampfs wurde auf dem traditionellen Treffen diesmal nicht mit Sekt auf das neue Jahr und die FDP angestoßen – stattdessen wurde angebissen. Goetz servierte einen essbaren Auszug aus einem ausgefüllten Wahlzettel: Kekse mit seinem Namen und einem Kreuz aus Schokoguss. Amtsinhaber Schmidt war nicht überrascht. Er wusste bereits von der Kandidatur.

Goetz ist seit 24 Jahren in der Teltower Kommunalpolitik dabei. Der 55-jährige Rechtsanwalt zeigte sich überzeugt: Vieles in der Stadt wäre ohne die FDP nicht zu dem geworden, was es ist. Auch der umstrittene Hafenbau wird von den Liberalen unterstützt. „Aber da müssen wir noch beweisen, dass es gut wird“, sagte Goetz. Aufs Tempo drücken will die FDP bei der Errichtung einer neuen staatlichen Gesamtschule. Sie sei nötig, trotz des künftigen Angebots der Hoffbauer-Stiftung. Optimistisch äußerte sich Goetz zum Bau einer Schwimmhalle für die Region: Voraussichtlich 2018 werde sie kommen – noch vor dem Flughafen BER in Schönefeld. 2017 sei der fünfte Jahrestag der Nichteröffnung des Airports, was allerdings auch etwas Angenehmes für die Region bedeute, so Goetz: „Die Ruhe bleibt.“

Die FDP in Berlin, für die deren Bezirksvorsitzende von Steglitz-Zehlendorf, Mathia Specht-Habbel, nach Teltow gekommen war, setzt sich bekanntlich für den Erhalt des Flughafens Tegel ein.

Die FDP-Chefin von Potsdam, Linda Teuteberg, die direkt vom bundesweiten Dreikönigstreffen in Stuttgart kam, freute sich, dass ihr Flugzeug noch in Tegel landete. Teuteberg ist auch Mitglied des FDP-Bundesvorstandes und kandidiert für den neuen Bundestag. Wie auch Parteichef Christian Lindner in Stuttgart, vermied es Teuteberg in ihrer Rede, die FDP quasi als Partei mit nur einem Thema – der Forderung nach Steuersenkungen – darzustellen. Auch der Eindruck, die Liberalen wollten so ziemlich alles in der Gesellschaft den Marktgesetzen überlassen, soll wohl korrigiert werden: Teuteberg erklärte, die FDP sei für einen starken Staat, aber einen, der sich auf seine Kernaufgaben konzentriere. Offenkundig vor dem Hintergrund, dass bei den Liberalen momentan fast nur der eloquente Parteichef Lindner öffentlich wahrgenommen wird, erklärte Teuteberg, es komme auf jeden Einzelnen an in der FDP, jeder sei aufgefordert, sich einzubringen.

Von Stephan Laude

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