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Hasenscheisse rockt Treuenbrietzen im Regen

„Soundtrack der Revolution“ Hasenscheisse rockt Treuenbrietzen im Regen

Hasenscheisse hat mit ihrem „Soundtrack zur Revolution“ in Treuenbrietzen die Zuschauer tanzen, johlen und mitgrölen lassen. Im Regen gaben sie sich der Musik hin und bekamen auch bisher unveröffentlichte Songs auf die Ohren. Dabei war bis kurz vor Schluss nicht klar, ob die Band wirklich in der geplanten Location spielen könnte.

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Die Band Hasenscheisse machte auf der Bühne am Radshof in Treuenbrietzen Stimmung und animierte zum ausgiebigen Tanzen.

Quelle: Christin Iffert

Treuenbrietzen. Glaubt man der Band Hasenscheisse, hatten die Bandmitglieder – wenn auch aus privaten Gründen in ein wenig abgewandelter Besetzung an Bass und Schlagzeug – am Samstag auf dem Radshof in Treuenbrietzen auf der Bühne nebst Wasserturm ihre „allerbesten Schlüpper an“. Damit seien sie unbesiegbar, singen sie untermalt von tanzbarer Musik. “Schlüpper-Pilot“ und einige andere Songs haben die Musiker aus Berlin und Potsdam um Frontmann und Schauspieler Christian „Chrishi“ Näthe noch nicht veröffentlicht. „Das neue Album kommt nächstes Jahr“, kündigt Sänger Matthias Mengert auf der Bühne an. Genauer: Im Herbst.

Dass die Band aus einem Zusammenspiel von Bossa, Walzer, Rockabilly und allem, was tanzbare Musik noch ausmacht, Stimmung machen können, haben die Jungs schon öfter in Treuenbrietzen bewiesen. Für „Chrishi“ ist es ein Heimspiel, kommt er doch aus der Region. Vor dem Auftritt hat er sich von seiner Tante noch einen Korb Pfifferlinge mitgeben lassen. Dankbar war der Auftritt in der Sabinchenstadt aber nicht nur deshalb, sondern vor allem wegen der Gäste, die trotz Schauerwetters gekommen waren.

Der Auftritt war für Schauspieler und Kreativkopf der Band Hasenscheisse, Christian Näthe (m), ein Heimspiel

Der Auftritt war für Schauspieler und Kreativkopf der Band Hasenscheisse, Christian Näthe (m.), ein Heimspiel.

Quelle: Christin Iffert

Die rund 70 Zuschauer klatschten, pfiffen vor Jubel, sangen bekannte Hits der Band wie „Bernd am Grill“ laut mit – und sie tanzten vor allem ausgelassen, hüpften auf dem durchnässten Rasen und trotzten dem Regen. So als hätte das Tanzen im Regen etwas Befreiendes. Selbst die, die sich am Bierstand noch etwas Nachschub holten oder jene, die sich unter die zwei aufgebauten Pavillons als Unterschlupf platziert hatten, wippen fröhlich mit. Christian Bräsigk war einer von ihnen. Er macht in seiner Heimatstadt Treuenbrietzen gerade Urlaub, wohnt sonst in Braunschweig. „Das ist einfach Partymusik“, sagt er. Dass die Band Musikfans mit Witz und Tiefgründigkeit mitreißt, meint Treuenbrietzener Guido Franz. Hasenscheisse mache einfach einmalige Stimmung. „Als es hieß, die spielen heute, musste ich unbedingt her.“

Stilecht

Stilecht: Zum Song „Bernd am Grill“ gab es auf der Bühne die passende Grillschürze.

Quelle: Christin Iffert

Noch bis Samstagabend war unklar, ob die Liedermacher-Kultband wirklich am Radshof spielt. Hätte die Wetter-App nicht regenfrei ab 20 Uhr angezeigt, wäre das Konzert wohl ins Kino verlegt worden. „Dort wäre die Atmosphäre aber nicht so ausgelassen“, weiß Mitorganisatorin Christina Bunzel. Schließlich gäbe es dort Sitzreihen. Also wurde die Bühne aufgebaut – und der Radar versagte. „Da haben wir mit uns gekämpft“, sagt Chrishi von Hasenscheisse. Kurz stand im Raum, eine Art Flurkonzert vor Ort zu machen. Doch da hätten nur wenig Gäste Platz gefunden.

Sänger Matthias Mengert animierte die Zuschauer, ihre Arme in die Höhe zu reißen

Sänger Matthias Mengert animierte die Zuschauer, ihre Arme in die Höhe zu reißen.

Quelle: Christin Iffert

Die Entscheidung, doch auf die Bühne zu gehen, war richtig. Wo sonst, wenn nicht in der Freiheit, sollte man den „Soundtrack zur Revolution“, wie Hasenscheisse in einem Song singt, feiern? Auch, wenn dieser in „A-Moll“ kommt. „Und irgendwie schweißen die Regenkonzerte auch zusammen“, sagt Bunzel. Zugabe um Zugabe gab es, nachdem der ursprünglich letzte Ton verstummte.

Fast eine Stunde lang gab es Zugaben

Fast eine Stunde lang gab es Zugaben.

Quelle: Christin Iffert

Fast eine Stunde lang erzählte die Band ihre gut durchdachten und witzigen Geschichten im Musikgewand noch weiter. Wenn die „Hasen wollen“, dann war es nicht das letzte Konzert der Band in Treuenbrietzen.

Von Christin Iffert

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