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Hausmeister soll gedroht und beleidigt haben

Vor dem Brandanschlag in Neuseddin Hausmeister soll gedroht und beleidigt haben

Als labil, teilnahmslos und aggressiv beschreibt der für Neuseddin zuständige Revierpolizist den Hausmeister Frank B. Nach seiner Kündigung habe der 44-Jährige seine ehemaligen Kolleginnen in der Pension „Am Fuchsbau“ bedroht und beleidigt. Dass er aber Feuer legen würde, damit sei nicht zu rechnen gewesen.

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Frank B. wird – hier am ersten Verhandlungstag – in den Gerichtssaal geführt.

Quelle: Julian Stähle

Neuseddin. War der Hausmeister Frank B. eine tickende Zeitbombe? Das legen am zweiten Verhandlungstag im Prozess gegen den 44-Jährigen, der am 21. Juni 2016 einen Brandanschlag auf die Pension „Am Fuchsbau“ in Neuseddin, verübt hat, die Zeugenaussagen nahe.

„Herr B. war schon zuvor bekannt“, sagte der für Neuseddin zuständige Revierpolizist vor dem Landgericht Potsdam aus. Demnach haben bis zum Zeitpunkt des Anschlags gegen B. diverse Anzeigen wegen Bedrohung und Beleidigung vorgelegen.

Erst den Job verloren, dann drohte die Zwangsräumung

Bereits am ersten Verhandlungstag hatte die Geschäftsführerin der Pension ausgesagt, dass die Eskalation „nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel“, kam. „Wir wussten, dass Herr B. schon mal eine Wohnung, die er verlassen musste, verwüstet hat und hatten Angst, dass das passiert, was dann auch passiert ist.“ Frank B., der den Hausmeister-Job in der Pension verloren hatte und dem für den 22. Juni 2016 die Räumung der Dienstwohnung bevor stand, habe ihr immer wieder vorgeworfen, sein Leben zerstört zu haben. „Er schrieb E-Mails und SMS und rief nachts privat bei mir an“, schilderte die Frau. Er habe sie als „mies und verlogen“ beleidigt, als „Nazischlampe“ und „Vorsitzende der Verbrecherbande“. Letzteres sei der Anlass für die Kündigung gewesen.

„Herr B. ist sehr aggressiv aufgetreten“, bestätigte nun der Revierpolizist. Bei einer Gefährderansprache soll B. labil und teilnahmslos gewirkt haben. Der Brand und die Explosion seien aber doch überraschend gekommen, so der Polizist. „Ich habe mit Widerstand bei der Räumung gerechnet, aber nicht damit, dass er etwas ansteckt.“

Der Angeklagte will sich später zu seinen Beweggründen äußern

Frank B. muss sich unter anderem wegen versuchten Mordes verantworten. Er hat bereits gestanden, in der Rezeption Feuer gelegt und eine Explosion in seiner Wohnung herbeigeführt zu haben. Über seine Beweggründe wolle er sich zu einem späteren Zeitpunkt äußern, kündigte er an. Die Verhandlung wird am 6. März fortgesetzt. Ein Urteil ist im April zu erwarten.

Von Nadine Fabian

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