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Havel-Ruderregatta muss erstmals ausfallen

Schlingpflanzenplage in Werder Havel-Ruderregatta muss erstmals ausfallen

Der aktuelle Zustand der Regattastrecke lässt eine ordnungsgemäße Durchführung der für das übernächste Wochenende angekündigten Havel-Ruderregatta nicht zu. Ganze Teppiche von Schlingpflanzen haben sich entlang der Föhse breit gemacht. Der Verein musste die Regatta deshalb nach 63 Jahren erstmals absagen. Die Stadt arbeitet an einer langfristigen Lösung.

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Die Regattastrecke in Werder ist mit Pflanzenteppichen zugewachsen.

Quelle: Privat

Werder. Die für das übernächste Wochenende, 9. und 10. September, angekündigte Havel-Ruderregatta ist abgesagt worden. Das bestätigte die Werderaner Stadtverwaltung am Donnerstag. Grund dafür ist, dass die Regattastrecke derzeit mit riesigen Schlingpflanzenteppichen belegt ist. Daher sei es nicht möglich, die Nachwuchsregatta, für die sich 55 Vereine angemeldet hatten, ordnungsgemäß durchzuführen. „Wir haben derzeit eine Situation auf der Regattastrecke, wie ich sie noch nie erlebt habe“, sagt der Vorsitzende des Stadtsportbundes, Klaus-Dieter Bartsch. „Eine Beräumung wäre mit sehr hohen Kosten für die Stadt verbunden und es gibt nicht mal die Gewähr, dass die Strecke danach ordentlich nutzbar ist.“ Statt kurzfristiger Maßnahmen müsse über eine nachhaltige Lösung nachgedacht werden.

„Es ist nicht zu glauben und nicht fassbar“, schreibt die Regattaleitung in ihrer offizieller Absage am Mittwochabend. Dies sei in der 63-jährigen Geschichte der Regattaorganisation noch nicht vorgekommen. Die Stadt habe sich nach Aussage des Vereins schon darum bemüht, die Strecke mit spezieller Technik von den Schlingpflanzen zu befreien, aber das sei nur wenig erfolgreich gewesen. Für die wettkampfmäßige Wiederherstellung wären etwa 10 000 Euro nötig, so die Regattaleitung und bittet um Verständnis für diese Entscheidung.

Das Rathaus arbeite nun an einer Lösung, um die Regattastrecke wieder ganzjährig nutzbar zu machen, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU). „Wir haben bereits Kontakt zu Fachleuten aufgenommen, um prüfen zu lassen, wie eine solche Situation in Zukunft vermieden werden kann.“ Die Regattastrecke werde von vielen Besuchern als eine der schönsten Wettkampfanlagen Deutschlands bezeichnet. „Der Stadt liegt viel daran, dass das so bleibt. Die geplanten Investitionen in ein neues Regattahaus zeigen ja, wie ernst es uns damit ist.“ Es handelt sich um die letzte in diesem Jahr geplante Ruderregatta. Die Regattastrecke ist von 1972 bis 1977 gebaut worden und gehört der Stadt Werder.

Von Luise Fröhlich

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