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Potsdam-Mittelmark Havelauen-Entwickler ziehen sich zurück
Lokales Potsdam-Mittelmark Havelauen-Entwickler ziehen sich zurück
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19:32 20.04.2018
Das letzte freie Grundstück der HPG rund um die Blütentherme hat einen Investor gefunden. Quelle: Luise Fröhlich
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Werder

Es ist vollbracht: Die Havelauen-Projektgesellschaft (HPG) hat das letzte freie Grundstück in den Werderaner Havelauen verkauft. Dabei handelt es sich um kein Geringeres als die Fläche rund um die noch unvollendete Blütentherme, wie HPG-Geschäftsführer Uwe Brühl am Freitag bei einem Pressegespräch sagte. Der neue Eigentümer heißt MCG Blue Orange – ein gemeinsames Unternehmen der „MCG Management Capital Group“ und der „blueorange Development Partner“. Der Bebauungsplan für die 2,4 Hektar große Fläche sieht Ferienwohnen und Sportangebote vor. Geschäftsführer Martin Pietsch möchte bei der Frage, wie das Thermen-Umfeld aussehen soll, eng mit dem künftigen Investor des Bades zusammenarbeiten, wie er auf MAZ-Nachfrage erklärte. „Vorher möchte ich noch keinen Plan aufstellen“, sagte der Hannoveraner. Vorstellen könnte er sich neben Ferienwohnungen ein Hotel, Gastronomie und Sportanlagen. „Die aktuellen Tourismuszahlen zeigen deutlich, dass der Bedarf da ist“, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU).

Investoren und Entwickler kamen zum Abschluss noch einmal zusammen: Klaus-Peter Meißner (HPG), Jürgen Scheu (Antan Recona), Joachim Hartmann (kahabe), Manuela Saß, Martin Pietsch (MCG), Anne Mathé (MCG) und Uwe Brühl (Trax, HPG). Quelle: Luise Fröhlich

Mit dem letzten verkauften Grundstück in den Havelauen ziehen sich die Entwickler HPG und Trax früher als prognostiziert zurück. „Wir sind im besten Sinne des Wortes fertig“, so Uwe Brühl. Beide Unternehmen werden derzeit abgewickelt, allerdings ohne dass die Köpfe dahinter aus dem Stadtbild verschwinden. „Wir packen gegenwärtig neue Projekte, auch in der Blütenstadt, an“, berichtete Uwe Brühl. Beim Bilanzziehen kam er nicht umhin, sich für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und auch den Banken zu bedanken, die das Großprojekt überhaupt erst möglich gemacht hätten. „Es gehörte schon Mut dazu, in der damaligen Zeit in eine Fläche zu investieren, auf der eine Insolvenz vorangegangen war“, erklärte der Geschäftsführer. Damit meint er die Mega-AG, die 2002 aufgegeben hatte.

Gesundheitszentrum soll Ende 2019 fertig sein

Im August 2010 ging die HPG an den Start und kaufte das Areal „Havelauen“, um es zu entwickeln, zu erschließen und die Flächen an Häuslebauer und Investoren zu verkaufen. Seit Beginn der Umnutzung 1994 sind laut HPG rund 340 Millionen Euro in die Havelauen investiert worden und noch immer wird gebaut. Unter anderem soll ein Ensemble aus 50 Eigentum- und Mietwohnungen und einem Gesundheitszentrum mit Ärzten, einer Apotheke und medizinischen Dienstleistern entstehen. Für den Komplex an der Promenade, der den Titel „Vital Werder“ trägt, erarbeitet der Investor MCG mit den Architekten derzeit den Bauantrag. Das Projekt soll Ende kommenden Jahres fertig gestellt sein, wie Martin Pietsch sagte. Joachim Hartmann, Geschäftsführer der kahabe GmbH, die in den Havelauen Appartements für Senioren baut, ist bei diesem Vorhaben Projektmanager. Seine Seniorenwohnungen An den Hainbuchen sind indes fast komplett vermietet, wie er erzählte.

Großen Schub gaben dem Viertel der Supermarkt, der 2013 eröffnet wurde, und die Tankstelle. Beides ist dank Jürgen Scheu und seiner Antan Recona Investment GmbH entstanden. Die Firma investierte außerdem in insgesamt mehr als 250 Wohnungen. Im August sollen die letzten 40 Wohnungen am Stadtplatz fertig werden. Klaus-Peter Meißner von der HPG erinnert sich noch gut daran, wie er Jürgen Scheu im Herbst 2012 durch die Havelauen führte: „Wir hatten Disteln an den Hosen und sind durch Brennnesseln gestapft. Dann kamen wir zum Hafen, zu der rostigen Spundwand und erklärten ihm unsere Pläne für die Promenade. Dafür war schon viel Fantasie nötig.“ Die bewies Jürgen Scheu und hat insgesamt 21 Millionen Euro in Werder verbaut – nicht nur in den Havelauen. Klaus-Peter Meißner erinnerte auch daran, dass die HPG einen Naturschutz-Auftrag zu erfüllen hatte. Aus dem durch die vorherige Militärnutzung gebeutelten Areal sei eine halboffene Auenlandschaft entstanden. Mit hundert Bäumen sind mehr nachgepflanzt worden, als für die Erschließung gefällt wurden.

250 Grundstücke und 500 Wohnungen

Zwischen 2010 und 2017 haben Trax und HPG etwa 17 Millionen Euro in Erschließungsanlagen in den Havelauen investiert. Sie bauten mehr als zehn Kilometer Straßen und Verkehrswege.

Außerdem bildeten und erschlossen sie 250 Baugrundstücke zur individuellen Bebauung und schufen Voraussetzungen für den Bau von mehr als 500 Wohnungen. Mit jedem in die Erschließungsanlagen geflossenen Euro wurden Nachfolgeinvestitionen von 18 Euro ermöglicht.

Von Luise Fröhlich

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