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Potsdam-Mittelmark So werden die Hundstage für Hunde erträglich
Lokales Potsdam-Mittelmark So werden die Hundstage für Hunde erträglich
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05:10 30.07.2018
Heike Bobel mit ihrer Labradorhündin im kürzlich eröffneten Hundesalon. Die studierte Tierheilpraktikerin gibt Tipps, wie die Sommertage für die Vierbeiner erträglicher werden. Quelle: Josephine Mühln
Schlalach

 Jetzt aber erst mal ein leckeres Leberwursteis! Oder doch lieber eine Kugel mit Pansengeschmack? Keine Angst – die Hitze ist den Eisherstellern im Hohen Fläming nicht etwa gänzlich zu Kopfe gestiegen, es handelt sich bei den genannten Sorten nicht um die Trend-Eiskreationen des Sommers. Kaum ein Mensch würde sich ein solches Eis wohl wünschen. Ein Hund dagegen schon.

Wir sind mittendrin in den sogenannten Hundstagen. Deren Name leitet sich zwar nicht von unseren Haustieren ab (siehe Infokasten), aber natürlich schlagen auch ihnen die derzeitigen Temperaturen aufs Gemüt. Dabei gibt es ein paar einfache Möglichkeiten, den Hunden die Hundstage etwas erträglicher zu machen.

Hundeeis einfach selber machen

„Es gibt beispielsweise spezielles Hundeeis, das ohne Zucker und ohne Konservierungsstoffe zubereitet wird“, erläutert Heike Bobel, studierte Tierheilpraktikerin und Tierphysiotherapeutin. „Normales Eis hat zu viel Zucker, das dürfen die Tiere nicht kriegen.“ Dabei komme auch das Hundeeis in Geschmacksrichtungen wie Banane oder Vanille daher.

Eine gute Alternative sei zudem, das Eis einfach selber zu machen. „Man kann Obst in Förmchen geben und einfrieren – oder eben Eis mit fleischlichen Geschmacksrichtungen machen. Da sind der Fantasie eigentlich keine Grenzen gesetzt“, weiß Heike Bobel. Die Chefin der „Hundewelt Schlalach“ rät allerdings eher zu Gemüse. „Auch bei Obst muss man auf den Zuckergehalt achten – Melone beispielsweise besteht eigentlich nur aus Zucker und Wasser. Besser sind Möhren, Kohlrabi oder auch Rote Beete.“ Diese Sorten seien wegen ihres hohen Saftanteils erfrischend.

Namengeber ist ein Sternbild

Als Hundstage werden umgangssprachlich in Europa die heißen Tage im Sommer, genauer in der Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August, bezeichnet.

Namengeber ist das Sternbild „Großer Hund“.

Vom Aufgang des Sternbildes bis zur Sichtbarkeit als Gesamteinheit vergehen 30 bis 31 Tage, woher sich deshalb die Bezeichnung „Tage vom großen Hund“ – oder eben Hundstage – ableitet.

Die Zeitangabe für diese Tage – also 23. Juli bis 23. August – entstand im Römischen Reich.

„Das A und O in dieser Zeit ist ohnehin genügend frisches und klares Wasser“, mahnt Heike Bobel. „Ich muss bei meiner Bande im Moment zwei Mal so viel auffüllen wie sonst.“ Was den Vierbeinern auch gut tue: Die Untersetzer von Blumentöpfen mit Wasser füllen, damit die Pfoten abgekühlt werden können. „Das sind bei den Hunden die besten Stellen, um sich abzukühlen.“ Sei der Hund anfangs zögerlich, könne ruhig nachgeholfen werden – dann merke er sicher schnell die wohltuende Wirkung.

Andererseits sind die Pfoten entsprechend hitzeempfindlich. Auf heißem Teer können sich die Hunde demnach verbrennen – Asphalt sei daher an besonders heißen Tagen zu meiden. „Sand und Gras sind die besseren Untergründe – wobei sich auch Sand natürlich schnell aufheizen kann“, sagt Bobel. „Am besten sind Spaziergänge im Wald, das bietet auch für den Hund am meisten Erholung.“

Sonnenbrand auch bei Hunden

Dem Hund die Hundstage erträglicher machen kann auch ein Besuch beim Hundefriseur, damit wieder mehr Luft an die Haut kommt. „Dabei sollten so sieben bis acht Zentimeter Fell stehengelassen werden – sonst kann es durchaus auch bei Hunden zu Sonnenbrand kommen. Die Haut ist das schließlich nicht gewöhnt“, weiß Heike Bobel, die selbst noch mal eine Ausbildung zum Hundefriseur absolviert und kürzlich auf ihrem Hof einen Salon eröffnet hat.

An einer Wand hängen daher Schnittmuster für die verschiedenen Hunderassen. „Denn ein Pudel wird beispielsweise anders geschoren als ein Bolonka oder ein Cairn Terrier.“ Die Idee für den Salon habe sie schon seit etwa fünf Jahren gehabt, erzählt Bobel. Aber bislang habe ihr schlicht die Zeit für die Ausbildung gefehlt.

Von Josephine Mühln

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