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Potsdam-Mittelmark Heiligabend in frisch sanierter Kirche
Lokales Potsdam-Mittelmark Heiligabend in frisch sanierter Kirche
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17:03 22.12.2017
Die Sputendorfer Kirche ist umfangreich saniert worden. Rund 300 000 Euro wurden investiert. Quelle: Stephan Laude
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Sputendorf

Im Kirchenschiff liegt noch ein Hauch von frischer Farbe. Oben unterm Dach duftet es nach Holz. Pfarrer Hartmut Kluchert kann die Gottesdienstbesucher in Sputendorf an diesem Heiligabend in einer gründlich sanierten Dorfkirche begrüßen. Der Festgottesdienst zur Wiedereröffnung hatte bereits am vergangenen Sonntag stattgefunden.

Eigentlich waren für die Bauarbeiten zwei Jahre vorgesehen. Im Januar zeigte sich aber, dass es schneller gehen könnte. Und das hat dann auch geklappt.

Pfarrer Hartmut Kluchert ist dankbar, dass er eine gute Architektin hatte und Glück mit den Handwerkern. Sie hätten Hand in Hand gearbeitet. Auch die Kirchenältesten Dietlind Kautz und Reinhold Krause haben sich ständig gekümmert. Krause hatte auch eine Idee, wo man die Karfreitag 1887 aufgestellte Orgel während der Arbeiten unterbringen kann: Er lagerte sie bei sich zu Hause. Außerdem hat er die Sanierung auf Fotos dokumentiert.

Die Decke der Sputendorfer Kirche ist jetzt in zurückhaltendem Lichtgrau gehalten. Dadurch kommt der prächtige Altar besser zur Geltung. Quelle: Stephan Laude

Die umfangreichen Arbeiten an der Sputendorfer Feldsteinkirche hatten bereits zu Ostern begonnen. Es wurden der gesamte Dachstuhl mit der Zwischendecke erneuert, das Dach neu eingedeckt, die Fassade um die Fenster und die Traufe erneuert. Dabei entdeckten die Restauratoren Putzschichten aus der Zeit zwischen Mittelalter und 19. Jahrhundert. Der vorhandene Putz wurde nur vorsichtig ergänzt, weil so viel wie möglich vom Original sichtbar sein soll.

Die Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz sei sehr gut gewesen, erzählt Pfarrer Kluchert. Im Eingangsbereich der Kirche steht noch ein Stück der alten Dachbalken – zur Anschauung. Die Balkenköpfe waren schon in den 1970er Jahren erneuert worden, aber die Konstruktion hatte Mängel.

Erste Überlegungen für die Dacherneuerung, verbunden mit entsprechenden Anträgen, hatte es deshalb schon vor Jahren gegeben. Beim Neubau wurden nicht zuletzt die Voraussetzungen für eine gute Durchlüftung geschaffen, damit sich kein Schwamm bildet.

Kirche ist älter als das Dorf

Sputendorf wurde 1375 als „Sputelendorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Aus dieser Zeit dürfte auch die Dorfkirche stammen. Manche Fachleute gehen aber davon aus, dass die Kirche schon etwa 100 Jahre früher entstand.

Bei der Kirche handelt es sich um einen Feldsteinbau mit Schiff und eingezogenem Rechteckchor. Der Turm auf der Westseite des Schiffs ist erst nachträglich gebaut worden. Das Mauerwerk ist zum Teil sehr unregelmäßig ausgeführt worden. Zeitweise war es verputzt, der Putz hielt aber nicht.

An der Kirche gibt es deutliche Spuren, an denen sich die baulichen Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte ablesen lassen. Zum Beispiel wurden während der Barockzeit die Fenster verändert.

Vor der jetzigen Sanierung wurden nach dem Zweiten Weltkrieg schon mehrfach größere Arbeiten durchgeführt: Sanierung des Kircheninnenraums und Restaurierung des Altars (1965-67), Sanierung des Dachstuhls, Neueindeckung des Dachs und neuer Turmhelm (1977-79), Sanierung des Vorraums (1990).

Die ursprünglich blaue Decke des Kirchenschiffs ist jetzt in zurückhaltendem Lichtgrau gestrichen. Dadurch wirkt der Raum höher. Vor allem aber kommt der prächtige, überwiegend in Blautönen gehaltene Altar besser zur Geltung. Er stammt aus dem Jahr 1720.

Die Arbeiten haben insgesamt 304 000 Euro gekostet. Lange, berichtet der Pfarrer, sei unklar gewesen, ob genug Geld zusammenkommt.

Mit Hilfe von Spenden aus dem Ort, Mitteln des Landes, der Kommune Stahnsdorf, des Kirchenkreises Teltow-Zehlendorf und der Evangelischen Landeskirche hat es schließlich gereicht.

Jetzt sind es nur noch die Kirchenfenster, die nicht in Ordnung sind. Für deren Erneuerung werden ungefähr 3000 Euro gebraucht. „Dazu benötigen wir auch noch Spenden“, sagt Pfarrer Kluchert, der am Heiligen Abend vier der fünf Gottesdienste in Güterfelde, Schenkenhorst und Sputendorf feiern wird.

In der sanierten Kirche Sputendorf beginnt das traditionelle Krippenspiel um 17 Uhr.

Von Stephan Laude

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