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Heimatfreunde kurbeln kulturelles Leben an

Zu Hause in Zitz Heimatfreunde kurbeln kulturelles Leben an

Ob Ausstellungen, Frühlingsfest oder Treffen der Generationen: Der Zitzer Heimat- und Kulturverein hat sich vor fast 15 Jahren gegründet, um das kulturelle Leben im Dorf anzukurbeln. Damals stand das 1030-jährige Ortsjubiläum ins Haus. Damit dürfte Zitz eines der ältesten Bauerndörfer im Land Brandenburg sein.

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Eines der ältesten Bauerndörfer im Land: Zitz aus der Vogelperspektive.

Quelle: Dirk Fröhlich

Zitz. Ein altes Gruppenfoto von 1925 zeigt Männer und Frauen, die sich auf Schippen stützen. „Diese Bürger halfen die Straßen von Zitz mit Feldsteinen zu befestigen. Auch meine Großeltern waren damals dabei“, erklärt Veronika Paasch. So wie sich ihre Familie früher im Dorf einbrachte, engagiert sich jetzt die 62-Jährige. Sie arbeitet mit 19 weiteren Mitgliedern im Zitzer Heimat- und Kulturverein und ist dessen Stellvertreterin.

Zitzer  Frauen und Männer halfen 1925 beim Straßenbau

Zitzer Frauen und Männer halfen 1925 beim Straßenbau.

Quelle: Sammlung Heimatverein

„Wir wollten mit dem 2002 gegründeten Heimatverein das kulturelle Leben im Dorf wieder ankurbeln. Denn ein Jahr später stand die 1030-Jahr-Feier unseres Ortes bevor“, erklärt Roswitha Matthies. Von Anfang an ist sie die Vorsitzende und hat mit ihren Mitstreitern einiges erreicht. So sammeln sie von Zitzern alte Fotos und zeigen diese auch bei Vereinsveranstaltungen oder anderen Anlässen im Dorf. Die Ausstellung „Zitz gestern und heute“ zeigt viele Veränderungen an den Häusern und in der Ortschaft. Die Mitglieder widmen sich der Vergangenheit und haben bereits viele Themen aufgearbeitet. Die Ergebnisse sind auf zahlreichen Schautafeln zu sehen. Eine lange Reihe Fotoalben und Aktenordner umfasst historische Bilder und Unterlagen. Dieses Jahr wird eine Ausstellung zum Zitzer Handwerk vorbereitet.

Rosenau-Frühlingsfest bereits zum zehnten Mal

Veranstaltungen wie das Treffen der Generationen sind mittlerweile zur Tradition geworden. Dabei kommen Jung und Alt beim Feiern gemeinsam ins Gespräch. „Für die Kinder gibt es gefüllte Strümpfe mit Süßigkeiten. Unsere Frauen vom Verein stricken fleißig übers Jahr“, erzählt Roswitha Matthies. „Außerdem führen wir das Frühlingsfest von Rosenau durch. Diesmal bereits zum zehnten Mal.“

Neben den Heimatfreunden bringen sich der Feuerwehrverein und die Zitzer Rasse- und Geflügelzüchter in das gesellschaftliche Leben ein. Treff und Mittelpunkt für Veranstaltungen ist das Dorfgemeinschaftshaus. „Das wurde 1996/1997 mit Unterstützung aller Zitzer gebaut. Hier findet unser kulturelles Leben statt“, sagt Roswitha Matthies, die 23 Jahre lang Bürgermeisterin und später Ortsvorsteherin war.

Die Heimatfreunde haben für die Zukunft aber auch Wünsche. Zitz lag als Station 9 an der königlich-preußischen optischen Telegrafenlinie Berlin-Koblenz. Eine Informationstafel erinnert im Dorf daran. Alle Stationen sind durch einen Telegrafenweg verbunden. In Potsdam-Mittelmark führt er ab Glindow über Schenkenberg, den Brandenburger Marienberg und Kirchmöser nach Zitz. In Sachsen- Anhalt befinden sich in Dretzel und Ziegelsdorf die nächsten Stationen. „Wir fordern eine überregionale Beschilderung dieses historischen Weges“, sagt Matthies. „Es wäre schön, wenn die Kommunen gemeinsam mit dem Landkreis dieses Thema aufgreifen und an dessen Umsetzung arbeiten.“

Plädoyer für Radweg von Ziesar nach Wusterwitz

Wichtig sei außerdem ein Radweg von Ziesar nach Wusterwitz. „Touristisch ist das für unsere Region abseits des Flämings von Bedeutung. Ziesar, das Fiener Bruch und Wusterwitz bieten einige Ausflugsmöglichkeiten und locken viele Touristen in unsere Region“, so die Zitzerin. „Wir müssen selbst daran arbeiten, dass unser Ort lebenswert bleibt.“ Dazu gehöre auch, dass die vorhandenen Arbeitsplätze in der Landwirtschaft bestehen bleiben, da sie Familien ihre Existenz und dem Dorf die Zukunft sicheren.

Nicht zu übersehen ist am Ortseingang die neue Bushaltestelle mit Wendebereich. Der Gewegbau ist von der Kommune mit Hilfe der Anlieger weiter vorangetrieben geworden. Zitzer haben ihre Häuser hübsch gemacht und Familien mit Kindern im 264-Seelen-Dorf eine neue Heimat gefunden.

Von Silvia Zimmermann

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