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Potsdam-Mittelmark Heimatgeschichte in ehemaliger Kirche
Lokales Potsdam-Mittelmark Heimatgeschichte in ehemaliger Kirche
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17:14 11.09.2017
Besucher in der Wurzel-Ausstellung betrachten fasziniert die zahlreichen Dokumente zur Kleinmachnower Geschichte. Quelle: Kobel-Höller
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Kleinmachnow

„Womit sind wir verbunden, was wurde von zugezogenen Kleinmachnowern mitgebracht, was haben sie weitergegeben?“ Solchen und ähnlichen Fragen geht die aktuelle Ausstellung „Wurzeln“ in der Kleinmachnower Karl-Marx-Straße 117 nach. Die Schau im ehemaligen Verkaufsbüro von Adolf Sommerfeld, dem Erbauer der Bürgerhaussiedlung, wurde von Kuratorin Alexis Hyman Wolff gemeinsam mit der Museumsinitiative und dem Heimatverein Kleinmachnow aufgebaut. In mehreren Projekten werden unterschiedliche Aspekte des Themas „Wurzeln“ künstlerisch, botanisch oder historisch betrachtet – vom Siedeln über die Geschichte einer großen Kleinmachnower Gärtnerei bis zu künstlerisch gestalteten Wurzeln und dem Thema Garten reicht dabei die Auswahl.

Kuratorin Alexis Hyman Wolff eröffnete am Samstag die Wurzel-Ausstellung im Sommerfeld-Haus. Quelle: KKH

„Die Gemeinde Kleinmachnow ist stolz darauf, dass es Alexis Hyman Wolff gelungen ist, eine zweite Ausstellung zu organisieren, die sicher so erfolgreich wird wie die erste“, eröffnete Bürgermeister Michael Grubert (SPD) die Vernissage. Es würden die Zusammenhänge der Leute aufgezeigt, die 1920 hergezogen seien, als der Ort gegründet wurde, aber auch die Zeit des Wechsels, die Nazizeit. „Viel ehrenamtliche Arbeit wurde da hineingesteckt – das ist etwas, wovon ein Heimatmuseum und eine Museumsinitiative leben können“, betonte er und spannte den Bogen zu den 100-Jahr-Feierlichkeiten der Gemeinde im Jahr 2020, zu denen das geplante Heimatmuseum einen ganz wichtigen Beitrag leisten solle, so Grubert.

Der Bürgermeister sprach von einem Museum, für das trotz vieler Ansätze und Bemühungen nach wie vor weder ein klares Konzept, noch ein Standort festgelegt wurden. Naheliegend also, dass es bei der Eröffnung auch verstärkt um das Schlagen von Wurzeln des geplanten Heimatmuseums ging. So erklärte Kuratorin Hyman Wolff: „Das Thema Wurzeln finde ich sehr zentral als Vorarbeit für ein künftiges Kleinmachnow-Museum.“

Sabine Käferstein von der Museumsinitiative, die bei der Vernissage große Einigkeit mit Axel Müller vom Heimatverein demonstrierte, beschäftige sich mit der Suche nach einem geeigneten Gebäude für das Heimatmuseum: „Es braucht inspirierende Räume, da wird es in nächster Zeit noch viele Gespräche geben. Aber ich denke, da sind wir auf einem guten Weg.“

In die Kirche im Jägerstieg soll das Museum einziehen. Die Gemeinde hat das Gebäude erworben, weil die Evangelische Kirchengemeinde in ein neues Zentrum am Alten Dorf umziehen wird. Quelle: Privat

Der Heimatverein würde das Museum am liebsten am Jägerstieg 2 sehen, dem evangelischen Gemeindehaus. Das Gebäude wäre nicht nur zentral gelegen und gut erreichbar, sondern würde auch ausreichend Platz für Verwaltung, Werkstatt, Archiv, Fundus, Bibliothek und Begegnungsraum bieten. Das Erdgeschoss sei zudem barrierefrei gestaltet und enthalte mit dem Glasziegelfenster von Herbert Sander sogar bereits ein museales Exponat, das auch gegebenenfalls in die Gestaltung einbezogen werden könnte. Auch ein Versammlungsraum für eine größere Zahl von Personen sowie eine Cafeteria wären möglich und nutzbar, ist der Heimatverein überzeugt. Käferstein möchte zunächst jedoch auf jeden Fall „noch einmal so eine Ausstellung machen, weil das zusammenschweißt“, betonte sie. Der gewählte Prozess, ein Museum zu gestalten, wäre zwar nicht der einfachste, aber der beste, um die Kinder an die gesammelten Schätze Schritt für Schritt heranzuführen. Und Müller ergänzte: „Der Heimatverein hat erkannt, dass wir diese große Aufgabe eines Museums nicht alleine stemmen können. Es freut uns, dass wir so tatkräftige junge Mitarbeiter gefunden haben.“

Schau läuft bis 1. Oktober

Zusätzlich zu den Exponaten im Inneren des Hauses in der Karl-Marx-Straße 117 werden auch an jedem Wochenende Veranstaltungen angeboten, wie etwa eine Pflanzentauschbörse, Kartoffelernte, eine Lesung, ein Malatelier, ein Soundgarten, eine Filmaufführung oder Sprachexperimente.

Für Kinder gibt es unter anderem einen Wurzel-Workshop, eine Schatzsuche, Ortsführungen oder ein Bauprojekt.

„Wurzeln“ ist noch bis 1. Oktober immer samstags und sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

Das Programm kann auf der Webseite www.kleinmachnow.de/museum nachgelesen werden.

Von Konstanze Kobel-Höller

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