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Heimatkunde für Steinmeier in Bad Belzig

Sommertour im Wahlkreis Heimatkunde für Steinmeier in Bad Belzig

Frank-Walter Steinmeier (SPD) ist auf Erkundungstour im Wahlkreis. Wie jeden Sommer. Dabei ist ihm diesmal vor den Toren von Bad Belzig viel Positives präsentiert worden. Einziges Problem scheint, dass sich eine negative Prognose nicht einstellen mag.

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Steinmeier Sommertour Wahlkreis mit Hendrik Hänig, Bürgermeister Kandidat in Bad Belzig

Quelle: René Gaffron

Bad Belzig. Eine Stunde vor den Toren der Hauptstadt scheint das Leben halbwegs in Ordnung. Die größte Herausforderung, der Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Sonnabend Mittag bei seinem Fahrrad-Ausflug durch den Hohen Fläming begegnet, ist die Tatsache, dass sich ein prognostiziertes Problem derzeit nicht so recht einstellten mag. Der vorhergesagte Leerstand der Höfe auf den Dörfern wird nicht absehbar. Dafür gibt es zunehmend Nachfragen nach preiswerten Grundstücken, so die Ortsvorsteher. Aber neues Bauland am Rand der Belziger Landschaftswiesen ist nicht mit einem Federstrich zu erschließen.

Mit Oldtimer-Zweirad durch den Wahlkreis

Um die Lösung muss vor Ort gerungen werden, weiß der 60-Jährige. Er hat andere Herausforderungen, zeigt sich jedoch allerorten interessiert. Seit 2012 ist es Tradition, dass er sich im Sommer den Wahlkreis 61, den er im Bundestag seit 2009 vertritt, per Drahtesel erschließt. Dabei setzt er auf Tradition, wenn er Ziesar, Wiesenburg, Baitz oder Borkheide besucht. Er tritt auf einem Brennabor in die Pedale. Ein Oldtimer in jedem Fall, denn nur bis 1945 wurden die Velos in Brandenburg/Havel hergestellt. Den Fremdenführer für den etwa zwei Hand voll umfassenden Tross der Begleiter gab diesmal Hendrik Hänig. Der Ortsparteichef ist schließlich Bürgermeister-Kandidat in Bad Belzig und steht im Herbst zur Wahl.

Mitten im Wald wird ein Idyll präsentiert

Zum Auftakt mitten im Wald zwischen Groß Briesen und Ragösen wird ein Idyll präsentiert. Der Naturlehrpfad würde noch eindrucksvoller, wenn er wieder gepflegt werden könnte. Doch braucht es wohl schon Diplomatie, um verbitterte Enthusiasten und unbeugsame Paragrafenreiter auszusöhnen, wie vor Ort zu erfahren ist. Bessere Laune herrscht bei den aktiven Feuerwehrleuten in Dippmannsdorf. Sie warten auf ihr neues Einsatzfahrzeug und für das Wochenende haben sie ohnehin ersatzweise ein Treckergespann als Mannschaftstransportwagen klargemacht. Im Alten Haus zu Lütte, wo Rainer Baetz mittags einen Wollschweinbraten servierte, sowie in Fredersdorfer Kirche und Freibad konnte sich Frank-Walter Steinmeier von der Tüchtigkeit der Leute überzeugen, die sich für den Erhalt einsetzen.

 Halt macht der  Steinmeier-Tross  auch am  Naturlehrpfad bei Ragösen

Halt macht der Steinmeier-Tross auch am Naturlehrpfad bei Ragösen

Quelle: René Gaffron

„Ich bin wirklich sehr froh über diese positiven Beispiele“, sagte er. Die negativen Dinge seien oft genug Alltag, für die Mitarbeiter im Wahlkreisbüro wie für ihn als Außenminister. Insofern hat er den Tag im Fahrradsattel augenscheinlich genossen. Nicht zuletzt weil sich jeweils nach der Mittagspause und dem Besuch der Fredersdorfer Kirche, als es kurz regnete, gleich wieder Sonnenschein eingestellt hat.

Von Rene Gaffron

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