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Heimatverein will Kirche als Museum

Kleinmachnow Heimatverein will Kirche als Museum

Die Standortfrage für ein künftiges Kleinmachnow-Museum ist weiterhin virulent. Zwei Orte kommen in Frage: das Sommerfeld-Holzhaus in der Karl-Marx-Straße 117 oder die Auferstehungskirche im Jägerstieg 2. Nun hat sich der Heimatverein erstmals klar positioniert – und bevorzugt den Sakralbau.

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Der Vorstand des Heimatvereins: Axel Mueller, Christl Strasser und Rudolf Mach (v.l.).

Quelle: Verein

Kleinmachnow. Der Heimatverein hat sich jetzt klar für die Einrichtung eines Museums in der Auferstehungskirche der evangelischen Gemeinde ausgesprochen. Der rund 90 Jahre alte Sakralbau im Jägerstieg 2 wird demnächst von der Kirche aufgegeben, weil die Gemeinde in ein neues Gebäude im Alten Dorf am Zehlendorfer Damm ziehen wird. Die weltliche Gemeinde wird die dann entwidmete Kirche im Jägerstieg für 750 000 Euro erwerben.

„Die Nutzung als Museum fällt dem Heimatverein nicht leicht, da die Vorstandsmitglieder ganz unterschiedliche emotionale Bindungen an diesen Ort als Sakralbau haben“, sagen die beiden Chefs des Heimatvereins, Axel Mueller und Rudolf Mach. Dennoch werde das Haus im Jägerstieg „als große Herausforderung und repräsentative Lösung für ein Museum in Kleinmachnow betrachtet“.

In der jahrelangen Debatte um einen Museumsstandort waren zuletzt das ehemalige Baubüro von Adolf Sommerfeld in der Karl-Marx-Straße 117 und eben die Auferstehungskirche in den Fokus geraten. Doch das denkmalgeschützte Sommerfeld-Holzhaus, in dem zuletzt zwei Ausstellungen zur Kleinmachnower Geschichte Platz fanden, sei „für Fundus, Archiv und Werkstatt relativ klein“, so Mueller und Mach. Es sei dennoch „wertvoll für museale Zwecke“ und sollte bis zum Jahr 2020 auch weiterhin dafür genutzt werden.

Heimatverein und Museumsinitiative würden aber im Jägerstieg 2 wesentlich günstigere Voraussetzungen für ein dauerhaftes Museum vorfinden. „Die zentrale Lage im Ort, die gute Verkehrsanbindung wären ideal, um dort Besucher zu empfangen und in diesem historischen Gebäude mit der Geschichte des Ortes vertraut zu machen“, sind sich Mueller und Mach sicher. Der Heimatverein selbst wolle aber nicht Museumsbetreiber sein, dafür müsse ein Träger gefunden werden. Der Verein würde aber bei der Konzeption und der Gestaltung des Museums mitwirken.

Von Jürgen Stich

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