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Potsdam-Mittelmark Helle Flammen und dunkle Hüte
Lokales Potsdam-Mittelmark Helle Flammen und dunkle Hüte
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12:39 20.12.2015
Beste Stimmung herrschte beim Auftritt des Udo-Lindenberg-Doubles. Quelle: fotos: Tobias Potratz
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Bad Belzig

Die Sonne strahlte zunächst heller als an manchen Frühlingstagen. Schon am frühen Samstagnachmittag zogen dennoch hunderte Bad Belziger los und begaben sich auf die Suche nach weihnachtlichem Glanz. Ihr Ziel: Die erste Bad Belziger Weihnachtsmeile zwischen Burg Eisenhardt und Burgbräuhaus. „Es ist noch viel zu hell, da sehen wir die Burg in Flammen noch nicht“, sagte eine ältere Dame, die sich trotzdem schon früh dem weihnachtlichen Pilgerstrom von der Innenstadt in Richtung Weihnachtsmeile anschloss.

Doch diese Meile war wahrlich kein gewöhnlicher Weihnachtsmarkt. Schon bei der ersten Station, dem Gelände des Burgbräuhauses, lag eine besondere Stimmung in der Luft. Vergeblich suchten die Besucher beispielsweise Schweins-Bratwürste, die auf vielen Weihnachtsmärkten der Nation quasi zum Grundnahrungsmittel aufgestiegen sind. Stattdessen konnten sich die hungrigen Gäste auf eine kulinarische Weltreise begeben. Mit Straußensalami und Kamel-Knacker wurden mal ganz exotische und außergewöhnliche Köstlichkeiten gereicht. Wer es dann doch etwas klassischer mochte, griff am Stand der Abiturienten des Fläming-Gymnasiums zu einer Schmalzstulle, schlürfte einen heißen Honigwein oder aß Champignons aus der Pfanne.

Außergewöhnlich und sogar ein bisschen verrückt, was in diesem Zusammenhang voll und ganz positiv gemeint ist, wurde es dann wieder beim akustischen Genuss. „Unsere Besucher erleben hier ein unterhaltsames und musikalisches Programm“, sagte Brauereichefin Denise Eggenstein. Was sie jedoch nicht verriet war, dass auch ein Herr mit Sonnenbrille und dunklem Hut eingeladen war. Als die strahlende Sonne längst untergangen war, griff ein Udo Lindenberg-Double zum Mikro und sorgte mit alten Songs und witzigen Sprüchen für gute Stimmung am lodernden Lagerfeuer.

Dieses Feuer war jedoch nur ein kleiner Vorbote für das was kurz danach wenige Meter weiter oben auf dem Burghof passieren sollte. Dort wollte sich die Leitung und das Organisationsteam um Gabriela Beckers mit der „Burg in Flammen“ noch mal feierlich von ihren Gästen verabschieden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand hier das Wahrzeichen der Stadt mit seinem Burgturm, welcher von Lichtakrobat Christoph Wieland spektakulär angestrahlt wurde. Mal erstrahlte er in kühlem hellblau und mal waren riesige Schneeflocken zu sehen, die den Turm entlang glitten. Die scheinbare frostige Kälte dieses Schauspiels fand in der Show von Katja Grahl am späteren Abend ihren krassen Gegenpol. Die Feuertänzerin aus Berlin schleuderte am Fuße des Turms flammende Stangen durch die Luft und heizte dem Publikum bei dramatisch wirkender klassischer Musik ordentlich ein.

Von Tobias Potratz

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