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Potsdam-Mittelmark Lesebusreise macht Halt im Hohen Fläming
Lokales Potsdam-Mittelmark Lesebusreise macht Halt im Hohen Fläming
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18:55 01.06.2016
Linde Nadiani (links hinten) mit den internationalen Autoren Quelle: Claudia Heinz
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Wiesenburg

Kurz vor ihrem großen Auftritt spazieren die sechs Autoren zusammen durch märkische Wälder. Inspiration und Ruhe wollen sie hier zwischen den Kiefern finden, bevor sie gleich mit den Wiesenburgern auf Tuchfühlung gehen.

Die Potsdamer Autorin Christine Anlauff schreibt Krimis über Katzen und ihren Kiez. In Wiesenburg kam das gut an. Quelle: Claudia Heinz

Die europaweite Omnibus-Lesetour des Literaturnetzwerks Crowd macht Station im Hohen Fläming. Am Montag waren die Schriftsteller bereits in der Fläming-Bibliothek im Rädigker Gasthof Moritz zu Gast gewesen, am Dienstag ging es dann nach Wiesenburg in Mal’s Scheune.

100 Autoren aus ganz Europa

Das Ziel: neue Verbreitungswege für Autoren finden, die nicht von einem großen Verlag unterstützt werden. „Es geht uns vor allem darum, die freien Literaturszenen Europas miteinander ins Gespräch zu bringen und zu vernetzen“, sagt Projektkoordinatorin Linde Nadiani.

Die 28-jährige Berlinerin ist insgesamt drei Wochen mit dem Lesebus auf Tour, sie begleitet dessen Reise von Hamburg bis München quer durch Deutschland, Polen und Tschechien.

Gestartet ist der Omnibus Anfang Mai in der finnischen Hauptstadt Helsinki, das Ziel ist das zyprische Limassol. Drei Monate lang wird das Literaturgefährt dafür unterwegs sein, insgesamt 100 Autoren aus ganz Europa fahren mit und lesen an den verschiedenen Stationen aus ihren Werken.

Gemeinsam essen, gemeinsam fahren, gemeinsam kreativ

„Natürlich haben wir nicht 100 Leute gleichzeitig im Bus“, sagt Nadiani. Sechs bis acht Autoren sind pro Station an Bord, sie fahren mehrere Tage zusammen durch die Lande. Lokale Schriftsteller – in Wiesenburg Krimiautorin Christine Anlauff aus Potsdam und Martin Ahrends aus Kleinmachnow – verstärken die Besatzung für einzelne Lesungen. Gemeinsam verbringen die Schreiber ihre Abende und unzählige Kilometer auf den Autobahnen Europas.

„Dabei entstehen natürlich auch unterwegs neue Texte“, sagt Linde Nadiani, „im Bus und in den Pausen herrscht eine unglaublich kreative Stimmung.“ Diese springt auch zu den Besuchern über. In Wiesenburg beginnt der Abend mit einem gemütlichen Essen, bei Nudeln mit zypriotischer Sauce, Eintopf und Salat können Autoren und Leser sich kennenlernen.

Wiesenburgs Bürgermeister Marco Beckendorf (Mitte) freut sich über das internationale Flair. Quelle: Claudia Heinz

Anschließend folgt die eigentliche Lesung, doch sie ist nicht starr und zugeknöpft, wie literarische Veranstaltungen es so oft sind. Die Wiener Schriftstellein Ilse Kilic fühlt sich richtig wohl in Wiesenburg. Sie sei sehr freundlich empfangen worden, zudem ist die Österreicherin voll des Lobes für das Engagement der Menschen im Hohen Fläming. „Es ist faszinierend, dass in so kleinen Orten wie Wiesenburg und Rädigke Menschen eine so große Anstrengung für die Kultur auf sich nehmen,“ sagt Kilic. „Wir wären ja niemals in Wiesenburg gelandet, wenn es diese Menschen nicht gäbe“, bestätigt Projektkoordinatorin Linde Nadiani.

Später Gast: Wiesenburgs Bürgermeister

Wiesenburgs Bürgermeister Marco Beckendorf (Die Linke), in seiner Freizeit Verleger, hatte von dem Lesebus gehört und ihn in seinen Ort geholt. „Das Literaturhaus Lettrétage und mein Verlag Hochroth sind seit Jahren verbandelt, das hat sich das so ergeben,“ sagt Beckendorf.

Am späten Abend nach der Gemeindevertretersitzung kam er sogar noch in Mal’s Scheune vorbei. „Ich bin schon traurig, dass ich nicht die ganze Veranstaltung erleben konnte“, sagt der Bürgermeister, dem besonders die Internationalität an der Lesereise gefällt, „aber die Pflichten als Bürgermeister gehen natürlich vor.“

Von Saskia Popp

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