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Herz in ein Naturdenkmal geschnitzt

Schmergow Herz in ein Naturdenkmal geschnitzt

In Schmergow ist eine unter Naturschutz stehende Eiche beschädigt worden. In ihre Rinde wurde ein großes Herz geschnitzt. Darüber informierte eine Leserin die MAZ. Anfragen haben ergeben, dass die Polizei bereits wegen Sachbeschädigung ermittelt. Nun ist aber auch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises auf den Vorfall aufmerksam geworden.

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Die beschädigte Eiche in der Straße „Steege“ in Schmergow.

Quelle: Privat

Schmergow. Die Polizei und die Naturschutzbehörde stehen vor einem Rätsel: Anfang des Monats ist eine unter Naturschutz stehende Eiche an der Straße „Steege“ in Schmergow beschädigt worden. In ihrem Stamm prangt ein etwa ein Meter großes Herz, das ein bislang unbekannter Täter offenbar hineingeschnitzt hat. Eine Leserin informierte die MAZ darüber. Auf Anfrage bestätigte ein Sprecher der Polizeidirektion West den Vorfall. Ein Bürger hatte die Polizeiinspektion Brandenburg am 9. September darüber informiert. Ganz in der Nähe ist außerdem auf die Straße etwa 200 Meter hinter dem Ortsausgang ein etwa vier Meter großes Herz mit roter Farbe aufgesprüht worden. Den Verkehr beeinträchtigt es nicht, sagte der Polizeisprecher. Die Kripo ermittelt nun zur Sachbeschädigung. Hinweise zum Täter oder den Tätern liegen derzeit aber noch nicht vor.

Die beschädigte Eiche beschäftigt nun auch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Ihr wurde der Fall erst am Dienstag durch die MAZ-Anfrage bekannt. „Die Behörde wird gegen den Verursacher wegen einer Ordnungswidrigkeit ermitteln“, erklärte Kreissprecher Kai-Uwe Schwinzert. Denn die Stieleiche mit einem Kronen-Durchmesser von etwa 25 Metern zählt zu den Baumnaturdenkmalen des Landkreises. Naturdenkmale zu verändern, zu beseitigen oder zu beschädigen, ist laut Bundesnaturschutzgesetz verboten und zieht ein Bußgeld für den Täter nach sich.

Gegen den Schaden an der Rinde der Eiche könne zum jetzigen Zeitpunkt nichts mehr getan werden, so Kai-Uwe Schwinzert weiter. Eine spezielle Folie, die vor Austrocknung schützen soll, hätte binnen 24 Stunden angebracht werden müssen.

Von Luise Fröhlich

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