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Potsdam-Mittelmark Hilfe für Flüchtlinge: Schulpaten gesucht
Lokales Potsdam-Mittelmark Hilfe für Flüchtlinge: Schulpaten gesucht
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00:27 18.01.2015
Sozialpädagogin Rose Dittfurth (rechts). Quelle: S. Specht
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Bad Belzig

Eine bessere Zusammenarbeit scheint nun erste Früchte zu tragen. Der wiederbelebte Integrationsbeirat hat mittlerweile seine Arbeit aufgenommen, Anfang Dezember fand zudem ein erstes Koordinierungstreffen der hilfswilligen Bürger in Bad Belzig statt, bei dem Rose Dittfurth über den Bedarf in den Flüchtlingsheimen in Bad Belzig und Beelitz-Heilstätten berichtete.

Auch wenn die Resonanz bei dem Treffen überschaubar war, hat die Sozialpädagogin, die sich mit einer Kollegin um die Anliegen der Flüchtlinge in den beiden Heimen kümmert, in den vergangenen Wochen erste positive Rückmeldungen erhalten. „Es haben sich viele Menschen gemeldet, die helfen wollen“, berichtet Dittfurth. In Beelitz könne daher nun ein Sportprojekt auf die Beine gestellt werden. Auch die Spendenbereitschaft sei – gerade vor Weihnachten – sehr hoch gewesen. „Jetzt müssen wir gucken, wie sich die Hilfe kanalisieren lässt“, sagte Dittfurth.

Trotz der Unterstützung: Bedarf bestehe nach wie vor an unterschiedlichen Stellen. Eine Baustelle sei der Deutschunterricht für die Flüchtlinge. Am 2.Februar starte zwar wieder ein Kurs für Fortgeschrittene, aber einen Alphabetisierungskurs für die Anfänger gebe es derzeit nicht. Dabei sieht Dittfurth gerade bei den Erwachsenen Bedarf in Sachen Sprachförderung. Vielleicht fände sich jemand, der einen Anfängerkurs leiten könne, so ihre Hoffnung. Ein anderes Anliegen der Sozialpädagogin ist es, weitere Schulpaten zu gewinnen.

Sanierung und Neubau

Im Asylbewerberheim in Bad Belzig haben umfangreiche Umbaumaßnahmen begonnen. Zur Zeit leben dort 80Menschen.
In den Bungalows, die 1992 am Weitzgrunder Weg errichtet wurden, modernisiert man derzeit nach und nachSanitäranlagen und Küchenräume. Diese Arbeiten sollen bis zum Frühjahr beendet sein.
Das alte Hauptgebäude indes soll im Laufe dieses Jahres abgerissen und durch einen Neubau mit 120 Plätzen ersetzt werden. Im Freigelände soll es wieder einen Spielplatz und eine Grillstelle geben.

Die hätten sich bewährt. Derzeit gibt es zwei von ihnen in der Kur- und Kreisstadt. Sie helfen den schulpflichtigen Kindern weiter und bilden die Schnittstelle zur Schule. „Wir wollen das gerne ausbauen, auch für den Bereich der Kita“, sagte Dittfurth.

Grundsätzlich sei die ehrenamtliche Arbeit mit Flüchtlingen nicht mit der zu vergleichen, wie man sie beispielsweise aus Sportvereinen kenne, betonte Dittfurth. Asylbewerbern zu helfen, sei deshalb schwierig, weil das Ganze viel unverbindlicher ablaufe. Die Helfer dürften keine zu hohen Erwartungen haben, unterstrich Dittfurth. Wichtig sei es in jedem Fall, die Selbstbestimmung der Flüchtlinge zu fördern. „Der Flüchtling wird vor allem im Asylverfahren sehr fremdbestimmt“, so Dittfuth.

Trotzdem wünscht sich Dittfurth, dass sich weitere aufgeschlossene Menschen finden, um zu helfen. Eine Ansprechpartnerin mit Fachwissen für medizinische Alltagsfragen sei genauso willkommen wie Familienbegleiter, die moralische Unterstützung bei Behördengängen geben.

Von Mischa Karth

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