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Hilfe über Gemeindegrenzen hinweg

Wehren kooperieren über Grenzen hinweg Hilfe über Gemeindegrenzen hinweg

Der demografische Wandel macht den Feuerwehren nicht nur in der Flämingregion tüchtig zu schaffen. Dass die Floriansjünger auch über Gemeindegrenzen hinweg kooperieren, ist ein wirksames Mittel dagegen. Treuenbrietzen und Niemegk unterzeichneten nun dazu einen öffentlichen-rechtlichen Vertrag.

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Michael Knape (li.) und Niemegks Amtsdirektor Thomas Hemmerling bei der Unterzeichnung des Vertrages.

Quelle: Michaela Riedel

Niemegk. Die Zusammenarbeit der Feuerwehren über Gemeindegrenzen hinweg ist nicht nur notwendig, sondern auch seit vielen Jahren gelebte Praxis. Nicht nur als Verstärkung, etwa bei Großbränden oder ähnlichen, schwerwiegenden Ereignissen, sondern auch als Ersthelfer kommen die Wehren der Stadt Treuenbrietzen und des Amtes Niemegk seit Jahren im Nachbarbereich zum Einsatz, wenn sie schneller vor Ort sein können, als die eigentlich zuständige, aber weiter entfernt liegende Wehr. Mit der Unterzeichnung einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung stellen beide Kommunen dieses im Alltag bewährte Modell nun auf eine rechtlich solide Basis.

Im Sinne der Bürger

„Hier geht es um Leben, um Hab und Gut, um Existenzen – da können aufgrund von Verwaltungsgrenzen keine Abstriche gemacht werden, nur hatten wir das bisher nicht schriftlich. Niemand will warten, bis sein Haus niedergebrannt ist“, freute sich Treuenbrietens Bürgermeister Michael Knape während der Vertragsunterzeichnung im Niemegker Rathaussaal. „Es gibt Dinge, die wir tun, weil wir sie im Sinne der Bürger einfach tun müssen.“

Seit drei Jahren kooperieren Niemegk und Treuenbrietzen bereits bei der Grundausbildung der Feuerwehrkameraden, der so genannten Truppmannausbildung, für die die Wehren abwechselnd federführend sind. Eine gemeinsame Einsatzleitgruppe wurde in diesem Jahr ins Leben gerufen. Ein erster, erfolgreich bestandener Test fand bei der Amtsübung im September statt. Auch die Jugendfeuerwehren arbeiten seit diesem Jahr sowohl in Ausbildungsfragen als auch bei der Planung von Freizeitaktivitäten eng zusammen. Im nächsten Jahr wird es ein erstes, gemeinsames Jugendfeuerwehrzeltlager geben, auf das sich nicht nur die Verantwortlichen, sondern auch die Mädchen und Jungen seit langem freuen.

Kameradschaft überregional

Für die Niemegker ist Treuenbrietzen nicht die erste Kommune, mit der eine Vereinbarung zur Kooperation bei Schadensereignissen besteht. Aufgrund der guten Erfahrungen beim Hochwassereinsatz 20013 besiegelten Niemegk und das sachsen-anhaltinische Wittenberg bereits im vergangenen Jahr unter dem Motto „Kameradschaft überregional“ die gegenseitige Unterstützung im Brand- und Katastrophenfall. Bei Verkehrsunfällen auf der Autobahn zwischen beiden Städten ist die Zusammenarbeit bereits mehrfach erprobt worden. Mit Vereinbarungen dieser Art zeigen sich die Wehren flexibel im Kampf gegen den demografischen Wandel.

Von Uwe Klemens

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