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Hilfsbereitschaft in Beelitz nach Brand-Drama

Erfolglose Suche nach Vermisster zermürbt Hilfsbereitschaft in Beelitz nach Brand-Drama

Große Betroffenheit: Nach dem Feuer in einem Einfamilienhaus in Beelitz ist die Stimmung in der Stadt getrübt. Noch immer ist die vermisste 86-Jährige nicht gefunden – die Suche ausgesetzt. In Sekunden hat die Familie nicht nur ihr Zuhause, sondern möglicherweise auch ein Familienmitglied verloren. Nun möchten die Beelitzer helfen, so gut sie können.

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Der Brand ist gelöscht, die Polizei bewachte am Freitag das Haus. Wegen Einsturzgefahr konnte es weiterhin nicht betreten werden.

Quelle: Plönning

Beelitz. Von der 86-jährigen Beelitzerin, die nach einem Brand in einem Einfamilienhaus in der Clara-Zetkin-Straße seit Donnerstagmorgen vermisst wird, fehlt immer noch jede Spur. Die Suche in der Brandruine wurde am Freitag abgebrochen. „Das Wohnhaus ist akut einsturzgefährdet. Man kann es momentan nicht verantworten, Einsatzkräfte in das Gebäude zu schicken“, sagte Polizei-Dienstgruppenleiter Marko Lange. Frühestens am Montag könne die Suche fortgesetzt werden, hieß es am Samstag von der Polizei.

Zurzeit geht die Polizei allerdings davon aus, dass sich die Frau im Haus befand. Für einen anderen Aufenthaltsort gibt es keine Anhaltspunkte.

In Sekunden vor dem Nichts

Der Brand, der am Donnerstagmorgen im Dachgeschoss ausgebrochen war und das Haus unbewohnbar gemacht hat, löste in Beelitz Betroffenheit und zugleich eine Welle der Hilfsbereitschaft aus. Am Freitag waren drei Beelitzer im Rathaus, die der betroffenen Familie eine Wohnung zur Verfügung stellen wollen. Auch der Stadtverordnete Hartwig Frankenhäuser bot eine derzeit leerstehende Wohnung in seinem Haus an: „Wenn die Tochter es möchte, kann sie dort einziehen.“

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15. Oktober: In Beelitz ist am frühen Donnerstagmorgen ein Einfamilienhaus in Brand geraten. Die Feuerwehr war dort mehrere Stunden mit 70 Rettungskräften im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bekommen.

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In dem ausgebrannten Wohnhaus lebte die vermisste 86-jährige Frau mit ihrer Tochter (51). Die Tochter war vor dem Unglückstag zu ihrer Schwester verreist und soll derzeit bei Freunden in Berlin untergekommen sein. „Es geht einem schon sehr nahe, wenn Menschen in Sekunden vor dem Nichts stehen und wahrscheinlich auch ein Familienmitglied verloren haben“, sagte Bürgermeister Bernhard Knuth. Er bietet die Hilfe der Stadt an: „Wir können eine Wohnung und auch Möbel zur Verfügung stellen.“

Tochter verzichtet bisher auf Hilfe

Die vermisste Beelitzerin kennt er persönlich – als Kirchengemeindemitglied und als Kundin in seinem Optiker-Geschäft, das er führte, bevor er Bürgermeister wurde. „Ich habe sie als hilfsbereite, freundliche und liebevolle Frau kennengelernt und sehr geschätzt.“ Früher sang sie viele Jahre im Kirchenchor und engagierte sich im Förderverein „Stadtpfarrkirche e.V.“, der sich für die Sanierung des Beelitzer Gotteshauses einsetzt. „Ich bin in die nächstgrößere Stadt gefahren und habe in einer Kapelle eine Kerze für sie angezündet“, sagte Knuth, der derzeit im Urlaub in der Toskana ist. Die Beelitzer Stadtverwaltung hat inzwischen Kontakt mit der Tochter aufgenommen. Sie habe zunächst keine Hilfe in Anspruch genommen.

„Die Angehörigen müssen erst einmal zur Ruhe kommen können“, sagte Knuth. Wenn Bedarf bestehe, werde die Stadt helfen. Er will zugleich allen Feuerwehren einen Brief schreiben und ihnen für ihren Einsatz danken, der mehr als 24 Stunden dauerte. „Das letzte Glutnest wurde am Freitag um 5.30 Uhr abgelöscht“, so Einsatzleiter Mathias Jahn. So eine lange und vergebliche Suche habe er in den fast 20 Jahren, die er bei der Feuerwehr ist, noch nicht erlebt. „Wir haben viel an Kraft hineingelegt, um sie zu finden und haben bisher doch kein Ergebnis. Das macht einen mürbe“, sagte er.

Stimmen nach dem Brand-Drama

„Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass die Stadt Menschen, die jahrelang in Beelitz gewirkt haben, Hilfe zuteil werden lässt“ Bernhard K

„Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass die Stadt Menschen, die jahrelang in Beelitz gewirkt haben, Hilfe zuteil werden lässt.“ Bernhard Knuth, Beelitzer Bürgermeister

Quelle: Archiv
„Wir haben den ganzen Tag nach ihr gesucht

„Wir haben den ganzen Tag nach ihr gesucht. Das Schönste wäre gewesen, wenn wir sie gleich am Anfang aus dem Haus gerettet hätten.“ Mathias Jahn, Stadtwehrführer in Beelitz

Quelle: Picasa
„In der Not sind Helfer da, da kann ich mich auf meine Leute verlassen

„In der Not sind Helfer da, da kann ich mich auf meine Leute verlassen. Wenn Bedarf besteht, können wir bei allem, was notwendig ist, helfen.“ Gabriela Schrader, Verein Kindersorgen-Sorgenkinder

Quelle: Dietmar Streuber

Von Jens Steglich

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