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Hinter Brück reichlich Gegenwind

Regine-Hildebrandt-Tour Hinter Brück reichlich Gegenwind

Seit sieben Jahren findet zu Pfingsten jeweils eine Fahrradtour statt, bei der an Regine-Hildebrandt erinnert wird. Sie ist vor allem ein Vergnügen, gleichwohl sie diesmal gar zur politischen Demonstration wurde. Zwischen Brück und Golzow blies dem Peleton nämlich der Wind im doppelten Wortsinne ins Gesicht.

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Das Teilnehmerfeld wurde erstmals von Polizeibeamten Motorrädern begleitet.

Quelle: Dirk Fröhlich

Bad Belzig. Die diesjährige Regine-Hildebrandt-Tour hätte der „Mutter Courage des Ostens“ wohl besonders gefallen. Nicht nur weil mehr als 130 Teilnehmer im Alter zwischen acht und Mitte 80 auf dem Drahtesel unterwegs waren. Sondern weil es bei aller Tradition eine durchaus politische Veranstaltung gewesen ist.

Schließlich waren zwei Hand voll Flüchtlinge im Peleton dabei. Sohn Jan und seine Frau Ulrike, die sich in Rangsdorf in einer Willkommensinitiative engagieren, hatten sie für den 50-Kilometer-Ausflug mit Start und Ziel in Bad Belzig, der seit 2009 immer zu Pfingsten stattfindet, gewonnen.

Mittagsrast im Gutspark Cammer

Die Passage von Brück nach Golzow gestalteten die Anrainer gar zu einer Demonstration. Mit Sprechchören, auf Transparenten und gar einer Unfall-Installation am Ortseingang von Cammer verliehen sie ihrer Forderung nach einem Radweg an der L 85 allemal Nachdruck. Dass Tourveranstalter Günter Baaske (SPD) zu ihren Unterstützern gehört, ist beim der Mittagsrast im Gutspark deutlich geworden. Dass der Wahlkreisabgeordnete im Landtag Brandenburg indes vielerorts gefragt ist, machte Ortwin Renner mit seinem T-Shirt deutlich. Er trat für den Radweg von Reetz nach Wiesenburg auf und in die Pedale.

Polizeieskorte erstmals mit Motorrädern

Auf die Reise geschickt wurden die Velo-Enthusiasten am Sonnabend morgen auf der Burg Eisenhardt von Carolin Gedlich, der aktuellen Fläming-Königin. Ihre Vorgängerin – Eva von Holy aus Möckern, samt Eltern – bestritt sogar die Runde wieder mit. Dabei waren erstmals die Motorräder der Polizeidirektion West als Eskorte dabei. „Sie sind noch flexiblere Begleiter als die Fahrradstaffel“. erklärte Mario Fuchs, Leiter des Reviers in Bad Belzig.

Immerhin: Hinter Damelang/Freienthal hatte das prompt lang gezogene Feld etwas Grund zum Neid auf die Krad-Piloten, denn es musste mit dem böigem Gegenwind kämpfen. „Das war aber die einzige Anstrengung“, gab sich Jörg Hildebrandt gelassen. Der 76-jährige Witwer war ansonsten durchaus gefragter Gesprächspartner, freute sich über Landschaft und das doch noch eingetretene Sonnenwetter. Denn trotz allem ist die Regine-Hildebrandt-Tour vor allem ein Vergügen gewesen.

Von René Gaffron

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