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Potsdam-Mittelmark Hochsitz abgefackelt: Waren es militante Gegner der Wildschwein-Jagd?
Lokales Potsdam-Mittelmark Hochsitz abgefackelt: Waren es militante Gegner der Wildschwein-Jagd?
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17:15 01.04.2019
Ein Hochsitz wie dieser wurde zerstört. Quelle: dpa
Stahnsdorf

Ein Hochsitz stand am Sonnabend auf einem Stahnsdorfer Feld am Enzianweg in Flammen. Vor allem dank der Regenfälle breitete sich der Brand nicht weiter aus, sodass die Feuerwehr keine Probleme hatte, ihn zu löschen. Die Polizei nahm wegen des Verdachtes auf Brandstiftung eine Strafanzeige auf, die Kriminalpolizei begann mit den Ermittlungen.

Brand nach Schmiererei auf Gemeindezentrum

Der Brand kam in einer ohnehin schon aufgeheizten Situation: In der Nacht auf Donnerstag waren das Stahnsdorfer Gemeindezentrum und das brandenburgische Landwirtschaftsministerium mit Beschimpfungen beschmiert wurden. „Bernd Albers Pfeil und Bogen ist verlogen Tierquälerei ist ne Sauerei“ sowie „Schweine an die Macht“ war in Stahnsdorf in roter Farbe aufgesprüht worden. Der Jagdpächter Peter Hemmerden hatte sich daraufhin besorgt geäußert, dass er nun befürchten müsse, auch in der Jagd behindert zu werden. Es müsse beraten werden, wie man sich künftig aufstelle.

Mehrere tausend Euro Schaden

Der abgefackelte Hochsitz kostet die Jagdpächter mehrere tausend Euro. Eine neue „jagdliche Einrichtung wird kurzfristig neu aufgestellt“, sagte Peter Hemmerden gegenüber der MAZ. Dies sei schon allein deswegen nötig, weil der angrenzende Acker vor Wildschäden geschützt werden müsse. Bei den Folgeschäden, die durch den Eigentümer Agro Saarmund angemeldet werden dürften, rechnet Hemmerden ebenfalls mit mehreren Tausend Euro. Er geht von einer gezielten Aktion gegen die Jagd aus.

Bürgermeister ruft Bürger zur Meldung verdächtiger Personen auf

Ähnlich sieht das auch Bürgermeister Bernd Albers, der nun die Bevölkerung um Unterstützung aufruft: „Straftaten müssen geahndet werden. Ich bitte daher alle Stahnsdorfer um Mithilfe. Wer abends unterwegs ist, etwa seinen Hund Gassi führt oder joggt, sollte darauf achten, wen er sieht.“ Wer Personen in der Nähe von jagdlichen Einrichtungen wie etwa Hochsitzen sieht, die sich verdächtig benehmen, solle die Polizei rufen, empfiehlt er.

Bei Fahrzeugen mit Tierschutzaufklebern und Kennzeichen aus fremden Landkreisen, die sich im Dunkeln nahe von Feldern, innerörtlichen Grünflächen oder auch in Wohngebieten aufhalten, schlägt er vor, dass Fotos mit dem Handy gemacht werden und die Gemeindeverwaltung informiert wird. Albers: „Ich liebe meine Katze über alles. Aber was hier im Namen des Tierschutzes passiert, geht zu weit.“

>>> Lesen Sie auch alles über den MAZ-Talk zu Wildschweinen in TKS.

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