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Hochspannung vor Stichwahl in Bad Belzig

Bürgermeister gesucht Hochspannung vor Stichwahl in Bad Belzig

Vor der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Bad Belzig herrscht Spannung. Die Entscheidung fällt zwischen Roland Leisegang und Hendrik Hänig (SPD). Jeder der beiden verbliebenen Kandidaten kann dabei auf prominente Unterstützung verweisen.

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Jan Eckhoff (Linke) empfiehlt die Wahl von Roland Leisegang.

Quelle: René Gaffron

Bad Belzig. Jan Eckhoff von den Linken empfiehlt, bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in der Kur- und Kreisstadt für Roland Leisegang zu stimmen. Der Dritt- und der Erstplatzierte des ersten Urnenganges vor zwei Wochen haben sich im Anschluss über ihre Visionen für Bad Belzig ausgetauscht.

Unter der Überschrift „Verwaltung kann man lernen, Ideen muss man haben“, erklärt der Linkspolitiker, worüber sie sich verständigt haben. Demnach streben sie gleichermaßen die stärkere Einbindung von Einwohnern in politische Diskussionen an und dringend nötige Ausgaben für Soziales. „Die 600 Wähler, die mir das Vertrauen gegeben haben, sollen wissen, dass ich weiter für ihre Ziele eintreten werde“, so Jan Eckhoff.

Am Sonntag sind nochmals 9500 Wahlberechtigte in Bad Belzig aufgerufen, den neuen Verwaltungschef zu bestimmen. Zunächst hatte sich ein Sextett bemüht, den Posten von Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) zu übernehmen. Sie wechselt Ende November in den Ruhestand. Die Entscheidung über ihren Nachfolger fällt nunmehr zwischen Roland Leisegang und Hendrik Hänig (SPD). Sie wird mit Spannung erwartet.

In den vergangenen zwölf Tagen hat jeder für sich noch einmal Wahlkampf betrieben. Roland Leisegang hatte sich nicht mehr einem gemeinsamen Forum stellen wollen, führte individuelle Gespräche. Mit Respekt vor der Leistung und besten Wünschen verfolgen die ehemaligen Kollegen von der Gruppe „Keimzeit“ seinen Weg, wie sein ältester Bruder Hartmut Leisegang bestätigt.

Am verlängerten Wochenende war derweil Hendrik Hänig auf Tournee durch die Ortsteile. Etwa 70 Besucher wurden Donnerstagabend bei der Veranstaltung des Seniorenbeirates im Technologie- und Gründerzentrum gezählt, wo er sich nochmals ins Kreuzverhör nehmen ließ. Das würdigt Jutta Kroening. Die Nichte der Ehrenbürgerin sieht das Credo der Unabhängigkeit beim Gegenkandidaten aus Lütte skeptisch. „Wenn er seine Ziele erreichen will, muss er mit den Parteivertretern zusammenarbeiten.“

Ähnlich äußert sich Günter Baaske (SPD), der Hendrik Hänig unterstützt. In der Kommunalpolitik gehe es nicht um Parteigeplänkel und Fraktionszwang, wohl aber um Kompetenz und Erfahrung, die sein Parteigenosse schon umfassend gesammelt habe. Obendrein sei er gut vernetzt. Das könnte bei den nächsten Herausforderungen von Bedeutung sein. Denn beispielsweise vor allem bei Kita- und Schulinfrastruktur hat der Minister erheblichen Handlungsbedarf ausgemacht. Nach seiner Einschätzung gibt es keinen Grund, in den Ortsteilen an Hendrik Hänig zu zweifeln. „Wenn einige in den Dörfern meinen, sie würden im Rathaus nicht genug beachtet, würde das ja bedeuten, dass das Experiment mit der parteilosen Bürgermeisterin gescheitert ist.“

Von René Gaffron

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