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Höhenrausch und Insektenschmaus

Teltower feiern vier Tage lang ihr traditionelles Stadtfest Höhenrausch und Insektenschmaus

Vom 30. September bis 3. Oktober geht in Teltow buchstäblich die Post ab. Vier Tage lang wird in der Stadt gefeiert. Mit dabei auf den Bühnen sind Purple Schulz, Bernhard Brink und die Hardrocker von „Bonfire“. Gastronomisch wird Edles und Einfaches geboten. Für experimentierfreudige Esser bietet das Fest einen exotischen Genuss.

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Vor der Bühne auf der Rheinstraße wird die Stimmung an den vier Tagen hochkochen. Am 3. Oktober kommt Purple Schulz.

Quelle: Promo/Dirk Pagels

Teltow. Das größte Fest zum Tag der Deutschen Einheit in Brandenburg steigt am 3. Oktober in Teltow. Nicht nur mit diesem Superlativ warben die Organisatoren des Teltower Stadtfestes am Mittwoch für Besucher. Die inzwischen 28. Auflage des Events hat noch einige Premieren und Höhepunkte mehr zu bieten. So fällt der Feiertag in diesem Jahr für alle Feierlustigen so günstig auf einen Dienstag, dass sich die federführende Agentur Brando entschlossen hat, das Fest auf vier Tage vom 30. September bis 3. Oktober auszudehnen.

„Auch in diesem Jahr haben etliche Sponsoren das Stadtfest unterstützt. Das zeigt das enorme Interesse an dieser Region“, sagte Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) bei der Programmvorstellung. Auch Kitas, Horte und viele Vereine seien wieder mit dabei, so Schmidt. „Das Stadtfest schweißt die Menschen zusammen.“ Vor 28 Jahren habe die Stadt „ganz klein angefangen“, jetzt würden an den Festtagen regelmäßig mehrere 10 000 Besucher auf das Gelände in der Rheinstraße kommen.

„Wir wollen für alle Generationen etwas bieten“, so Brando-Chefin Stefanie Herfurth. Jeder Tag stehe deshalb unter einem bestimmten Motto und decke einen Themenbereich ab. Zur längsten Stadtfestparty wird zum Start am Samstag, dem 30. September, eingeladen. Die Hoffbauer-Stiftung – erstmals als Partner mit im Boot – präsentiert zehn Stunden „Auftakt-Open-Air“ mit diversen Bands. Musikgruppen aus der Region stürmen die kleine Bühne, unterstützt von der Teltower Wohnungsbaugenossenschaft.

Im Familiengarten steigt die Rohrleitungsregatta

Das 28. Teltower Stadtfest findet statt von Samstag, dem 30. September, bis Dienstag, dem 3. Oktober, statt. Es endet mit dem traditionellen Höhenfeuerwerk.

Die Gesamtkosten für die Ausrichtung des Stadtfestes liegen nach Angaben der Agentur Brando bei rund 235 000 Euro. Der finanzielle Zuschuss der Stadt beträgt 55 000 Euro.

Der Großmarkt Selgros aus Stahnsdorf unterstützt in diesem Jahr das Programm der Kitas und Horte sowie die Durchführung und Organisation der Sport- und Tanzparty der regionalen Fitnessstudios, Tanzschulen und Sportvereine.

Viele kostenfreie Angebote warten für alle kleinen Besucher im WGT-Familiengarten, darunter die Rohrleitungsregatta, Mittmachzirkus, die Frettchen- und Waschbärenburg, Baumklettern, Kinderschminken und vieles mehr.

Der „Markt der Möglichkeiten“ am 3. Oktober von 12 bis 17 Uhr bietet ein umfangreiches Bühnenprogramm. Um 14 Uhr werden die Ehrenamtlichen ausgezeichnet.

Das Sicherheitskonzept ist laut Brando-Chefin Stefanie Herfurth noch einmal überarbeitet worden. Glasflaschen sind verboten.

Alle Informationen zum Fest, zur Anfahrt und den Höhepunkten gibt es unter www.teltow-stadtfest.de

Die Schlagerfans kommen am Sonntag voll auf ihre Kosten. Mit Bernhard Brink wird ein „Hitgigant“ zu Gast sein. Mit besonderer Spannung wird das Teltower Eigengewächs Mitch Keller erwartet. Sein erfolgreicher Titel „Zu Hause“ könnte ein emotionaler Höhepunkt werden. „Die Finanzierung solcher Auftritte war nicht leicht hinzubekommen“, so Herfurth. Die DNS-Net Internet Service GmbH half, genau so wie die Energie Mark Brandenburg und die Fernwärme Teltow, die das Montagsprogramm absicherten. Es richtet sich ausdrücklich an die Rockfans, genauer an die Liebhaber des harten Rocks. Dafür sorgen unter anderem die Bands „Bonfire“ und „Kilminister“.

Die Band „Bonfire“ bietet harten Rock

Die Band „Bonfire“ bietet harten Rock.

Quelle: Promo

Am Tag der Deutschen Einheit wird dann ein Großer der Liedermacher-Szene die Teltower Bühne betreten. Purple Schulz – bekannt durch seine Hits „Sehnsucht“ und „Verliebte Jungs“ – bietet Klassiker und Songs aus seinem aktuellen Album „Der Sing des Lebens“. Erst das geplante Höhenfeuerwerk wird ihn stoppen können.

Traditionell ist das Teltower Stadtfest aber nicht nur eine rauschende Musikparty. Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ – er findet am 3. Oktober statt – präsentieren sich an 25 Ständen rund 30 Vereine und Selbsthilfegruppen. „Es gibt im Landkreis keine vergleichbare Veranstaltung“, sagt Bärbel Schenk von der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen. Die Bürgermeister der Region Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf werden an diesem Tag auch Ehrenamtler auszeichnen.

Neu mit dabei unter den Unterstützern des Stadtfestes ist die Grimm-Holding. Das Familienunternehmen aus Münster will laut Geschäftsführerin Constanze Grimm in der Nähe des Teltower S-Bahnhofs 120 Wohnungen und 24 Einfamilienhäuser errichten. Erst einmal haben die Grimms aber einen 50-Tonnen-Kran geordert, der Besucher rund 50 Meter in die Höge hieven wird. Gut festgeschnallt können mutige Teltower und Gäste dann die Stadt in aller Ruhe von oben betrachten. „Das wird eine echte Attraktion“, sagte Constanze Grimm. „Wir rechnen mit langen Schlangen von Interessierten.“

„Air-Emotion“ heißt die Attraktion, die Besucher des Teltower Stadtfestes in luftige Höhen bringen soll

„Air-Emotion“ heißt die Attraktion, die Besucher des Teltower Stadtfestes in luftige Höhen bringen soll.

Quelle: Promo

Zu guter letzt noch ein Wort zur Gastronomie: Neben den obligatorischen Ständen mit Wurst, Gulasch und Kuchen bieten die Organisatoren auch in diesem Jahr wieder eine Gourmet-Meile an. Da heißt es dann: Stark bleiben! Denn erstmals präsentiert ein junges Teltower Unternehmen eine ganz besondere Spezialität an, und zwar geröstete Insekten. „Ein Hauch von Dschungelcamp kann dem Fest nicht schaden“, sagt Brando-Chefin Herfurth. Jung-Unternehmerin Desiree Niehuß erklärt: „Wir importieren die Insekten aus Holland. Dort gibt es bereits viele Farmen, die dieses Lebensmittel produzieren.“ Für die Zukunft der Ernährung könnten die kleinen, nährstoffreichen Insekten-Snacks tatsächlich Bedeutung gewinnen. Die Teltower haben Gelegenheit, sich einen ersten Geschmackseindruck zu verschaffen.

Von Jürgen Stich

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