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Potsdam-Mittelmark Hoffbauer will Gesamtschule eröffnen
Lokales Potsdam-Mittelmark Hoffbauer will Gesamtschule eröffnen
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16:06 29.04.2016
Platz ist auf dem Bildungscampus noch, um eine Gesamtschule starten zu können. Quelle: Privat
Kleinmachnow

Der anhaltende Zuzug von Familien in die Region Teltow macht längst eine zusätzliche weiterführende Schule notwendig. Nach Umfragen unter Eltern ist eine Gesamtschule gewünscht; bislang gibt es nur die „Maxim Gorki“ in Kleinmachnow. Pläne für einen Neubau durch den Kreis etwa in Teltow oder Stahnsdorf sind jetzt vom Tisch. „Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat sich von einem Schulneubau in der Region verabschiedet“, sagte Kreissprecherin Andrea Metzler auf Nachfrage. Dafür unterstützt die Kreisverwaltung die Gründung einer dreizügigen Gesamtschule mit Sekundarstufe II (Abitur) der evangelischen Hoffbauerstiftung auf deren Campus in Kleinmachnow.

Innerhalb der Strategieberatungen zum Haushalt 2017/2018 hätten sich die Fraktionen dazu verständigt und Schul-Fachbereichsleiter Thomas Schulz habe angekündigt, dass der Kreis Hoffbauer von 2017 bis 2019 „mit einer bestimmten Summe“ unterstützen werde. Darüber habe es Einverständnis mit den Abgeordneten gegeben, so Metzler zur MAZ. Kreistagsabgeordnete sprachen von 500 000 und 800 000 Euro, die der Stiftung von 2017 bis 2019 als Anschubfinanzierung gereicht werden, bevor das Land Brandenburg üblicherweise nach den ersten beiden Jahren anteilig zu 85 Prozent die Lehrerkosten fördert.

Auf dem Bildungscampus

Am Schwarzen Weg in Kleinmachnow ist ein Bildungscampus der Hoffbauer gGmbH entstanden mit evangelischem Gymnasium, Grundschule, Campus-Kita und Altenpflegeschule. Über 1000 Schüler lernen jetzt auf dem Campus.

In der Sporthalle finden Schul- und Kitasport für Hoffbauer statt; abends und an den Wochenenden auch regionaler Vereinssport.

Laut Hoffbauer-Geschäftsführer Frank Hohn soll Ende September der Antrag zur Öffnung einer Gesamtschule in Kleinmachnow eingereicht werden. Es wäre die erste ihrer Art in Trägerschaft der Stiftung. Vorbehaltlich der Zustimmungen von Kreistag und Stiftungsgremien würde man zwei leer stehende Etagen in dem Achtgeschosser, in dem die Arztpraxen arbeiten (ehemalige Siemensgebäude) eröffnen. Gestartet werden soll im Sommer 2017 mit zwei 7. Klassen zu je 25 Schülern. Unabhängig von Konfession oder Weltanschauung sei die Privatschule offen für jedermann. Das monatliche Schulgeld für Gymnasien etwa pendelt je Einkommen der Eltern zwischen 27 und 491 Euro.

Hohn erklärte, dass der Impuls für die Schule am Schwarzen Weg von der Geschäftsführung ausgegangen sei. Auch Eltern hätten mehrfach diesen Schultyp nachgefragt. „Wir sind willig und in der Lage, eine Gesamtschule zu führen, nur die Anschubfinanzierung müsse kommen“, sagte er. Perspektivisch müsste auch die Sporthallenkapazität auf dem Campus erweitert werden. „Schade, dass die Stadt Teltow damals ihren Zuschuss gesenkt und Stahnsdorf sich zurückgezogen hatte. Dann hätten wir schon heute eine richtige Vier-Feld-Halle“, so Hohn. Längst wird’s dort terminlich eng.

Platzprobleme sind typisch für die weiterführenden Schulen in TKS. Das neue Bülow-Gymnasium war schon zur Einweihung zu klein und im Kant-Gymnasium Teltow muss man noch ein Jahr mit der Containervariante leben, bevor durch räumliche Umstrukturierung Kapazitäten wieder im Haus frei werden. Erste Entspannung bringt die neue Turnhalle samt Musik- und Mehrzweckraum, die zum September in Betrieb geht.

Von Claudia Krause

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