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Potsdam-Mittelmark Hohe Hürden für Innovationen
Lokales Potsdam-Mittelmark Hohe Hürden für Innovationen
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15:03 14.06.2013
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POTSDAM / TELTOW

. Veranstalter sind der Unternehmerverband Brandenburg und die Mittelstandsvereinigung der CDU.

Die Gesundheitswirtschaft hat eine herausragende Bedeutung für die Region Berlin-Brandenburg. In beiden Ländern gibt es insgesamt 270 Medizintechnik-Unternehmen. Zu den bekanntesten aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark gehören die Teltower Firmen Getemed und Codon AG, die beide auf der Ausstellerliste stehen.

Aus Werneuchen (Barnim) wird die Meytec GmbH in Teltow dabei sein. Sie stellt innovative Lösungen in der Medizin am Projekt Stemo vor. Stemo ist eine mobile Schlaganfallklinik, wie Meytec-Geschäftsführer Gerhard Meyer am Freitag vor Journalisten erläuterte. Patienten mit Schlaganfallverdacht können in dem Fahrzeug komplett klinisch untersucht werden. An Bord sind ein Neurologe mit der Zusatzausbildung Notarzt und ein Medizinisch-Technischer Assistent. Bisher ist in der Region lediglich ein einziges solches Fahrzeug im Einsatz. Es ist an der Feuerwache in Berlin-Wilmersdorf stationiert. „Wir fangen an, das Projekt weltweit auf den Markt zu bringen“, sagte Meyer. Die Kosten des Fahrzeugs bezifferte er auf eine bis 1,8 Millionen Euro, je nach Ausstattung.

In der Mittagspause zwischen den Fachvorträgen und Diskussionen am Freitag wird der Wagen vor dem Pentahotel in Teltow ausgestellt. Eine Präsentation vor internationalem Publikum ist Ende Mai in London geplant. Dann ist auch mit Zahlenangaben zu den bisherigen Einsätzen und ihrem Erfolg zu rechnen.

Bei der Meytec GmbH, deren Schwerpunkt die Telemedizin ist, sind nur 20 Mitarbeiter beschäftigt, trotzdem gibt es eine eigene Abteilung Forschung und Entwicklung. Deren Leistungen finden soviel Interesse, dass sich die Firma schon mit Industriespionage konfrontiert sah. Es habe Versuche gegeben, „uns wegzuknallen“, sagte Meyer. Er bedauerte, dass die Wertschöpfungskette in der Medizintechnik sehr oft nicht komplett in Deutschland realisiert wird. Der Landesvorsitzende der CDU-Mittelstandvereinigung, Hermann Kühnapfel, hat ebenfalls beobachtet: „Wir verlieren den Wettbewerb, wenn es in die Massenproduktion geht. Da sind die Drittländer billiger.“ Innerhalb Deutschlands ist Bayern das Schwergewicht in der Branche.

Ein großes Problem ist für alle Medizintechnik-Unternehmen die Zulassung neuer Produkte und Technologien. Die Krankenkassen würden sie oft erst akzeptieren, wenn Studien einen hohen Nutzen nachweisen. Aber die Studien sind teuer. „Das sind große Hürden für mittelständische Unternehmen“, sagte Meyer. Er wünsche sich von den Krankenkassen mehr Mut; es gebe immer Möglichkeiten, neue Dinge zu wagen. Nach dem Skandal um fehlerhafte Brustimplantate in Frankreich dürften nach Expertenschätzungen die europaweiten Zulassungsbestimmungen für medizintechnische Produkte aber eher noch schärfer werden. Ein Problem sieht Meyer auch in einer „Wanderbewegung“: Viele Forscher würden Deutschland verlassen und ins Ausland gehen. Die Politik sei gefordert, mehr dagegen zu tun.

Zum Technologietag sind bisher 23 Aussteller aus der Region angemeldet. Die Veranstalter haben sich auch die Nachwuchsgewinnung auf die Fahnen geschrieben. Dazu gab es einen Schülerwettbewerb. 40 Schulen waren ausgeschrieben und zur Teilnahme ermuntert worden. Vier Projekte sind in die engere Wahl für den Ersten Preis gekommen. Er wird am Freitagnachmittag verliehen. Die Ausstellung steht allen Interessierten offen.

Technologietag Teltow, 15. März, 9 Uhr bis 16.30 Uhr, Pentahotel, Warthestraße 20, Teltow (Von Stephan Laude)

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