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Farbenfrohe und vielfältige Bildmotive in der Kunstkirche

Malworkshop war ein großer Erfolg Farbenfrohe und vielfältige Bildmotive in der Kunstkirche

Die Kunstkirche in Hohenwerbig ist eingeweiht, nun soll sie mit Leben erfüllt werden. Zuletzt gelang das bei einem Malworkshop. Es entstanden interessante Bilder. In den Folgemonaten dreht sich in Hohenwerbig weiter alles um Kunst.

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Hartmut Lengner aus Berlin malte gleich zwei Bilder.

Quelle: Johanna Uminski

Hohenwerbig. . Konzentriert sitzt Hartmut Lengner vor seiner Tischstaffelei und schwingt vorsichtig den in blaue Acrylfarbe getunkten Pinsel über die Leinwand. Ein Urlaubsbild mit tiefblauem Meer, stürmischen Wellen und einem Boot schwebt dem 72-Jährigen als Motiv vor. Früher habe man dem Berliner gesagt, dass er gut malen könne. Um das herauszubekommen, nutzte Hartmut Lenger ebenso wie acht weitere Teilnehmer am Sonntagnachmittag den Malworkshop in der Kunstkirche in Hohenwerbig. Unter Leitung des Malers Lars Staneck bekamen die Teilnehmer auch noch wertvolle Tipps.

Konzentration im Gemeinderaum

Während des sechsstündigen Malkurses genossen die Teilnehmer vor allem die Ruhe und konzentrierte Atmosphäre im Gemeinderaum des Dorfgemeinschaftshauses. „Ich will es mir heute beweisen“, sagt Hartmut Lengner, der bereits an seinem zweiten Bild malt. Auch seine Frau Gisela nimmt am Workshop teil und „traut sich heute“, so die 73-Jährige. Der facettenreiche Hintergrund ist schon gemalt. Nun steht das Schwierigste bevor: ein Spatz soll die Leinwand schmücken. „Ich warte ab, was passiert“, sagt die Berlinerin, die vor dem nächsten Pinselstrich noch schnell den Maler um Rat bittet.

Gisela Lengner (hinten) bekommt von Lars Staneck Tipps

Gisela Lengner (hinten) bekommt von Lars Staneck Tipps.

Quelle: Johanna Uminski

Stefanie Kobusch aus Zixdorf malt schon lange, wenn es ihre Zeit erlaubt. Vor allem aber Bilder mit klaren und scharfen Konturen haben es der 43-Jährigen angetan. Für den Kurs wagt sich die zweifache Mutter an ein Landschaftsmotiv mit Herbstbäumen. „Hier habe ich endlich die Zeit dafür.“ Constance Bürger aus Berlin hat von einer Arbeitskollegin von dem Malworkshop gehört und sich kurzfristig entschieden daran teilzunehmen. „Es ist hier sehr entspannt und ich komme aus der Großstadt mal raus“, sagt die 30-Jährige. Als Motiv hat die Berlinerin ein farbenfrohes Landschaftsbild gewählt, das sie bei Freunden gesehen und abfotografiert hat. Begeistert ist die 30-Jährige vor allem von dem „fachlichen Input“ des Malers Lars Staneck. „Ich kann diesen Kurs nur weiterempfehlen.“

Acryl ist resistent und leicht zu bearbeiten

Nachdem der gebürtige Oldenburger Lars Staneck den Teilnehmern zu Beginn des Kurses sein fachliches Wissen mit auf den Weg gegeben hat, setzten diese die Tipps des Profis um. „Ich bin von den Ergebnissen erstaunt und finde die Herangehensweisen der Teilnehmer sehr spannend“, betont der 35-Jährige, der die vielfältigen Bilder der Schüler lobt. Für den ersten Malworkshop hat sich der diplomierte Restaurator für den Kunststoff Acryl entscheiden. „Acryl ist resistent, trocknet schnell und kann relativ einfach wieder überarbeitet werden.“ Für den Wahl-Berliner war die Restauration der Kunstkirche in Hohenwerbig eine interessante Auftragsarbeit. Dort traf der Künstler auch auf den Gründer der Kunstkirche.

Die Kursteilnehmer waren begeistert

„Er meinte, dass sein Herz für die Malerei schlägt“, erinnert sich Kay Lengner, Initiator der Kunstkirche in Hohenwerbig. So wurde der erste Malworkshop auf die Beine gestellt. Begeistert von dem noch relativ unbekannten Maler zeigten sich nicht nur die Kursteilnehmer, sondern auch Kay Lengner. „Er ist so jung und frisch und tut den alten Gemäuern gut.“ Der nächste Malkurs steht noch nicht fest, aber klar ist schon jetzt, dass es nicht das letzte Mal war, dass Lars Staneck sein Wissen und seine Begeisterung für das Malen an Interessierte weitergibt.

Hintergrund

Angebote. Im Februar gibt es ein Klassik-Konzert vom Berlin-Spandauer Streich-Quartett. Dann wird im März Dr. Konrad Büchner seine Zuschauer mit Wortwitz und Figuren in ein vergnügliches und lehrreiches Theaterstück entführen.

Im Mai besucht die Gesangsgruppe Bellis Hohenwerbig. Ende Oktober steht das Lutherfest in der Kunstkirche im Mittelpunkt. Eine Kooperation mit der Kreismusikschule steht im November dieses Jahr unter dem Motto „Musikschulen öffnen Kirchen“ an.

Der Dorfkirchenadventskalender wird auch dieses Jahr im Dezember in der Kunstkirche Hohenwerbig ein Thema sein. Weitere Informationen unter www.kunstkirche-hohenwerbig.de

Von Johanna Umninski

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