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Hohenwerbig sucht ein Sprachrohr

Niemegk: Einwohnersprecher für Ortsteil gesucht Hohenwerbig sucht ein Sprachrohr

Die Niemegker Stadtverordneten wünschen sich einen Einwohnersprecher für den Ortsteil Hohenwerbig. Das haben sie auf ihrer jüngsten Versammlung bekräftigt. Da die Sitzung im Hohenwerbiger Gemeindehaus stattfand, waren rund ein Dutzend Einwohner vor Ort. Direkt angesprochen hat sich aber bislang niemand gefühlt.

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Hohenwerbig: Wer will für die Einwohner sprechen?

Quelle: Th. Wachs

Hohenwerbig. Zumindest gab es laut Bürgermeister Hans-Joachim Linthe (SPD) noch keine Reaktion auf den Wunsch der Stadtverordneten. Dabei wächst in Hohenwerbig die Erkenntnis, dass ein Sprecher durchaus Vorteile für die Einwohner hat. So sagt Ortschronistin Christina Köppe: „Wir wissen, dass vieles an uns vorbeigeht, wenn wir keinen Vertreter haben. Gemeinsam mit Heike Vogel habe ich schon einige Kandidaten angesprochen“, sagt sie. Doch noch traue sich niemand so recht ran, bedauert sie.

Wie nötig ein Ansprechpartner für beide Seiten ist, zeigte sich zuletzt bei einer Inventur, die vom Amt im Gemeindehaus durchgeführt wurde. Da sämtliches Inventar von den Hohenwerbigern selbst besorgt wurde, entstand rasch die von Haus zu Haus getragene Angst, das Amt würde sich nun alles unter den Nagel reißen. „Die Aufregung ist unnötig“, musste daraufhin Amtsdirektor Thomas Hemmerling beschwichtigen.

„Das hat versicherungstechnische Gründe. Nur was protokolliert wurde, kann bei Verlust ersetzt werden.“ Ein Argument, das bei den Hohenwerbigern auf Verständnis stieß. „Dieser Vorfall zeigt es: Wir brauchen einfach einen Ansprechpartner im Ort“, sagte der Stadtverordnete Reyk Schulz.

Der letzte Bürgermeister Hohenwerbigs war bis in die 70er-Jahre Paul Klacke. Nach der Wende hatte der Ort immerhin noch einen aus fünf Hohenwerbigern bestehenden Ortsbeirat. Seit dem es auch den nicht mehr gibt, fühlen sich die Hohenwerbiger oft wie das fünfte Rad am Wagen, wenn nicht gar direkt benachteiligt. „Wenn Häuser verkauft werden fließt das Geld nach Niemegk, wenn wir Geschirr für unser Gemeindehaus brauchen, müssen wir das aus eigener Tasche zahlen“, beschwert sich eine Hohenwerbigerin.

Dass ein Einwohnersprecher die Kommunikation zwischen den Niemegker Stadtverordneten und den Ortsteilen spürbar verbessern kann, zeigt der Fall Lühnsdorf. Hier hatten die Einwohner selbst einen Sprecher gefordert und mit Bernd-Roderich Thiele einen Kandidaten ins Rennen geschickt. „Seit dem läuft es viel besser zwischen uns“, lobt Hans-Joachim Linthe. Nun hofft der Bürgermeister, dass sich auch in Hohenwerbig rasch ein Kandidat findet, der seinen Ort bei Stadtverordnetenversammlungen vertritt.

Von Stefan Specht

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