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Potsdam-Mittelmark Hoher Fläming: Prominente verlassen SPD
Lokales Potsdam-Mittelmark Hoher Fläming: Prominente verlassen SPD
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00:27 16.01.2016
Nicht mehr in der SPD: der ehemalige Niemegker Bürgermeister Eckhard Zorn. Quelle: stefan Specht
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Brück/Niemek

Am Wochenende findet der Parteitag des SPD-Unterbezirkes Potsdam-Mittelmark statt. Am Seddiner See kommen die Genossen zusammen, um ihre neue Parteispitze zu wählen. Robert Dambon aus Werder/Havel wird wohl als Herausforderer des bisherigen Vorsitzenden Matthias Schubert aus Kleinmachnow antreten.

Zwei prominente Mitglieder aus dem Hohen Fläming haben indes nach einem Vierteljahrhundert mit der Sozialdemokratie abgeschlossen. Manfred Klenke aus Brück und Eckhard Zorn aus Niemegk sind zum Jahreswechsel ausgetreten. Das haben beide auf MAZ-Anfrage bestätigt.

Der ehemalige Bürgermeister der „Flämingpforte“ will nicht näher auf die Beweggründe für seine Entscheidung eingehen. Neben dem, dass es wohl Befindlichkeiten innerhalb des Ortsvereins gab, hätte sich dessen Chef mehr Würdigung der Verdienste des heute 72-Jährigen gewünscht. „Niemegk und Umgebung haben bei den Spitzen des Landes Brandenburg einfach nicht hin reichend Gewicht“, beklagt Helmut Köppke.

Die Kritik von Manfred Klenke richtet sich indes an Bundespolitik und Unterbezirksvorstand. Der Tiefbauingenieur zählt zu den Gründungsmitgliedern des Ortsvereins Brück, in dem nicht zuletzt Ex-Landrat Lothar Koch (SPD) seine Heimat hat. Doch seit mehr als einem Jahr ist die 25 Mitglieder zählende Organisation nicht arbeitsfähig. Im Herbst 2014 war nämlich mit knapper Mehrheit zwar die Teilung in die Ortsvereine Brück und Linthe beschlossen, dann allerdings nie umgesetzt worden.

„Die Hoheit, die Abgrenzung von Ortsvereinen festzulegen, liegt ausschließlich beim Unterbezirksvorstand“, sagt Matthias Schubert. Das 15-köpfige Gremium habe den Beschluss der Planestädter zwar kassiert, berichtet er. Aber Alternativen seien durchaus gesucht worden. Der Ortsverein Borkheide/Borkwalde habe sich gegen die Aufnahme der Linther Sozialdemokraten – unter anderem mit Amtsdirektor Christian Großmann in ihren Reihen – ausgesprochen. Schlichtungsversuchen vor Ort blieb augenscheinlich ebenfalls der Erfolg versagt. Im Planestädtchen wäre indes längst eine Vorstandswahl fällig gewesen. Doch gleichwohl der bisherige Ortsparteichef nach eigener Aussage den Posten zur Verfügung stellen würde, will wohl niemand wirklich das Amt von Michael Klenke erben.

Seinen Vater wundert das ganz und gar nicht. „In einer Partei, die versucht, solche Probleme mit juristischen Gutachten im Umfang von 36 Seiten zu klären; wo es zum Formulieren von Fragen wie zum Verständnis der Antworten einen Rechtsbeistand braucht, will ich nicht länger sein“, erklärt er. Der 71-Jährige besteht darauf, dass es seinerzeit Anliegen war nur Belange der Stadt Brück zu beeinflussen. „Da wir das am 5. Dezember 1989 in unserer Euphorie nicht schriftlich fixiert haben, können wir uns heutzutage nicht darauf berufen.“

Von René Gaffron

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