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Hoher Fläming: Rohrnetze im Stresstest

Wasserversorgung stabil Hoher Fläming: Rohrnetze im Stresstest

Der Sommer fordert seinen Tribut. Der Wasserverbrauch zwischen Bad Belzig und Treuenbrietzen steigt. Der gestiegene Bedarf kann von den Versorgern im Hohen Fläming vorerst ohne Einschränkungen sicher gestellt werden, heißt es. Allerdings gibt es hier und da sorgenvolle Blicke, denn insbesondere die alten Rohre der Leitungsnetze befinden sich im Stresstest.

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Wenn es einen Rohrbruch gibt, haben Arbeiter stets eine Menge zu tun.

Quelle: dpa

Bad Belzig. Die Wasserversorgung der Haushalte im Hohen Fläming läuft bisher problemlos, trotz der extremen Temperaturen und ausbleibendem Niederschlag in den vergangenen Wochen. „Der Verbrauch steigt täglich“, bestätigt David Schildhauer. Wie der Mitarbeiter der Betriebsgesellschaft „Nieplitztal“ sagt, müssen aber noch keine Einschränkungen angeordnet werden. Gleichwohl es sich gehört, mit dem nassen Element sparsam umzugehen.

Außerdem wurden in Treuenbrietzen und Umgebung, anders als beispielsweise in Brandenburg an der Havel, bislang keine Rohrbrüche registriert. „Meistenteils besteht das Netz aus modernem Polyethylenrohr“, erklärt der Kollege. Der Kunststoff passe sich den Herausforderungen an und erweist sich im Verlauf des bisherigen Sommers als robust. Anderenorts hingegen kämpfen die märkische Versorger gerade mit Lecks in ihren Leitungen. Mitunter sind sie Jahrzehnte alt, werden dann ob der Nachfrage einem größeren Druck ausgesetzt, kommen im trockenen Untergrund ins Rutschen und gehen schließlich zu Bruch.

„Wenn es ein Teil aus Asbestzement trifft, bricht es auf dem ganzen Querschnitt – das bedeutet erhebliche Verluste“, weiß Ingo Krugmann. Jedoch ist das Netz in der Kur- und Kreisstadt bislang stabil und trotz Hitze von solchen Havarien zum Glück verschont geblieben. Wie der Technikchef der Stadtwerke-GmbH erklärt, „braucht es seine Kontinuität“.

Indes ist bei möglichen Havarien gar nicht unbedingt die aktuelle Witterung schuld. Normalerweise sind es gar nicht so sehr die extremen Wetterphasen, die zu den Defekten führen. „Vielmehr ist es das Wechselspiel von Sommer und Winter, so dass eigentlich im Herbst und im Frühjahr die Rohrbrüche hierzulande eher Konjunktur haben“, sagt Peter Grunewald. Der Wassermeister des Zweckverbandes „Hoher Fläming“ in Brück gibt jedoch zu bedenken, dass der Austausch von Leitungen auf dem dünn besiedelten Lande lediglich schrittweise erfolgen kann. So werden beispielsweise dieser Tage die Netze in Medewitzerhütten und Grubo erneuert.

Von René Gaffron

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