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Hoher Stundenausfall am Gymnasium

Eltern in Werder besorgt Hoher Stundenausfall am Gymnasium

Eltern in Werder sind in Sorge, weil in den vergangenen Monaten 309 Unterrichtsstunden am Gymnasium ausgefallen sind. In 511 Stunden übernahmen andere Lehrer die Vertretung. Während sich für den CDU-Landtagsabgeordneten Sven Petke die Lage weiter verschärft hat, gibt der Schulleiter Jörg Ritter Entwarnung.

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Am Gymnasium Werder lernen 630 Schüler.

Quelle: Möldner

Werder. Hoher Stundenausfall am städtischen Gymnasium in Werder beschäftigt gegenwärtig Eltern, die Schule wie auch Bildungsminister Günter Baaske (SPD) und die CDU-Landtagsfaktion. Familien hatten sich an die Fraktion gewandt, weil zu oft Unterricht am Haeckelgymnasium ausfallen würde. Mehr als die Hälfte der Lehrer sei unter anderem wegen Krankheit oder Elternzeit über Wochen nicht einsetzbar und das Vertretungsbudget bereits ausgeschöpft.

In einem Brief an Baaske vom 28. April 2016 fragt der CDU-Landtagsabgeordnete Sven Petke, was die Schulaufsicht unternimmt, um den unhaltbaren Zustand an der Schule in Werder zu beenden. „Wie mir zugetragen wurde, haben sich die Probleme in den letzen Wochen weiter verschärft“, schreibt Petke an das Bildungsministerium.

Minister Baaske hatte bereits am 12. April als Antwort auf ein erstes Schreiben zum Debakel eingeräumt, dass im laufenden Schuljahr 309 Stunden ausgefallen sind. In 511 Stunden haben Lehrer die Vertretung übernommen. „Die Aussage, dass das Vertretungsbudget erschöpft sei, ist nicht richtig“, antwortet Baaske. An der Schule existiere ein entsprechendes Vertretungskonzept, das von der Schulkonferenz bestätigt wird. Die Schulleitung nehme ihre Rolle bei der Vertretungsplanung im Rahmen ihrer Möglichkeiten wahr. Personell sei das Gymnasium in Werder mit 47 Lehrern bei 630 Schülern gut ausgestattet.

Eine Verschärfung der Situation in den vergangenen Wochen im Hinblick auf den von Eltern beklagten Stundenausfall bestätigte auf Nachfrage der MAZ Schulleiter Jörg Richter am Freitag nicht. „Vor und nach den Winterferien war die Lage wirklich sehr schwierig. Mehrere Lehrer waren erkrankt, andere befanden sich in Elternzeit“, sagt Ritter. „Eine Neueinstellung verzögerte sich um vier Wochen, weil das Land Niedersachsen die Freigabe zu einem späteren Zeitpunkt veranlasste.“ Doch für Ritter hat man das Tal hinter sich gelassen. Nach seinen Worten hatte sich nur eine Familie über zuviel Stundenausfall beklagt. Mit den Eltern habe es aber ein konstruktives, klärendes Gespräch gegeben.

Auf Fragen von Eltern zum Abzug von Vertretungslehrkräften am Gymnasium und den Wechsel zur Erstaufnahme für Flüchtlinge erläuterte Minister Baaske die Umstände wie folgt: Die zwei Lehrer hätten sich für den unbefristeten Einsatz in der Erstaufnahme in Potsdam entschieden. Als Diplomlehrer hätten sie keinen langfristigen Vertrag für das Gymnasium Werder bekommen können. Auf die Entscheidung der Lehrer habe das Staatliche Schulamt in Brandenburg keinen Einfluss.

Von Regine Greiner

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