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Potsdam-Mittelmark Holzfassade hin, Putzfassade her
Lokales Potsdam-Mittelmark Holzfassade hin, Putzfassade her
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00:24 12.04.2015
Holz-Fan Jörg-Michael Knuth. Quelle: A. Koska
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Borkwalde

In einem Grundsatzbeschluss sprachen sich die Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich für dieses Vorgehen aus. Dabei soll der Kompromiss, den das Unternehmen „Town und Country-Haus“ als Investor vorgeschlagen hatte, als Richtlinie dienen.

Firmenchef Jürgen Dawo hatte auf Proteste einer Bürgerbewegung zur Fortführung des rund um die Schwedenhaussiedlung prägenden Stils mit Holzfassaden reagiert. Er schlug vor, am Olof-Palme-Ring Häuser mit Holzfassaden zu errichten, wenn am Rande der Siedlung auf 15 Grundstücken auch Massivhäuser mit üblichen Putzfassaden entstehen können.

Zur Beginn der Diskussion um die Gestaltungssatzung sorgte Monika Augele (Die Linke) für Irritationen. Die Vorsitzende des Ortsentwicklungsausschusses wollte den Geltungsbereich in dem Baugebiet noch gar nicht festlegen.

Thomas Prigand, der in der Sitzung anwesende Vertreter von „Town und Country-Haus“, sowie auch Vertreter der Initiative für Holzfassaden reagierten mit Unverständnis. „Wir brauchen Planungssicherheit“, sagte Prigand. „Es gibt den dankenswerter Weise vorgeschlagenen Weg der Satzung, dabei sollten wir es belassen“, sagte Jörg-Michael Knuth. Der Borkwalder Bürger übergab vor der Sitzung eine Petition mit 163 Unterschriften zur Fortführung der Holzoptik am Ort an Bürgermeisterin Renate Krüger (Die Linke).

Doch gibt es in der Waldgemeinde auch andere Stimmen. Das zeigte sich in der von Detlef Heinz präsentierten weiteren Unterschriftenliste. „Wir haben in vier Tagen 61 Unterschriften erhalten“, berichtete der selbst in einem Holzhaus wohnende Mann. „Wir glauben nicht, dass der Charakter der Siedlung verloren geht, wenn jeder so bauen darf, wie er will. Viel wichtiger ist die Entwicklung als Ganzes“, begründete der Borkwalder die Initiative gegen eine Reglementierung.

Termin

Die Bürgerinitiative für Holzfassaden in Borkwalde berät Freitagabend. Treffpunkt ist um 19 Uhr im Gasthaus „Siedlerstuben“. Der Ortsentwicklungsausschuss tagt am 15. April zum Thema Satzung.

Allgemein kritisiert wurde der Verzicht auf den zunächst von den Investoren geplante Bau einer Seniorenwohnanlage. Darauf hatte der Investor in Zuge der Debatte um die Gestaltungssatzung wohl auch aus Kostengründen verzichtet. „Ich empfinde das Thema altersgerechtes Wohnen als besonders wichtig und möchte deshalb keine Gestaltungssatzung, die dies blockieren würde“, sagte Pascal Koch (SPD). „Die Infrastruktur für Senioren ist bei uns vorhanden, vom Arzt bis zur Apotheke, eine solche Wohnanlage wäre da gut für die Gemeinde“, sagte auch Egbert Eska (WiB).

Eine angeregte Verschiebung des Grundsatzbeschlusses für eine Gestaltungssatzung, um mit den Gegner einer solchen Regelung zu reden, wurde von den Gemeindevertretern abgelehnt. „Sie hätten auch heute hier sein können“, beschied Bürgermeisterin Renate Krüger. Daraufhin stellte auch Pascal Koch seine Bedenken zurück. „Wenn jetzt schon ein Kompromiss da ist, will ich nicht schlauer sein als der Investor“, sagte der Antragsteller.

Das Unternehmen „Town und Country“ hat im Borkwalder B-Plan-Gebiet, der so genannten Schwedenhaussiedlung, 80 Grundstücke erworben. Sie sollen mit Einfamilienhäusern bebaut werden.

Mitte April wollen die Gemeindevertreter die Grenzen des Satzungsgebiets benennen. Danach kann die Satzung erarbeitet werden. Am 22. April wird eine Sondersitzung der Gemeindevertretung stattfinden. Dann soll der Aufstellungsbeschluss für die Satzung auf die Tagesordnung kommen.

Von Andreas Koska

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