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Bungalowbrand: Hund und Kaninchen sterben

Raben (Potsdam-Mittelmark) Bungalowbrand: Hund und Kaninchen sterben

Bei einem Feuer in Raben ist am Montagmorgen ein bewohnter Bungalow komplett niedergebrannt. Es starben ein junger Schäferhund und zwei Kaninchen in den Flammen. Das junge Paar, das den Bungalow bewohnte, ist geschockt. Feuerwehr-Einsatzleiter Marcel Marohn berichtet im MAZ-Video von den Löscharbeiten.

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„Ruhe in Frieden kleiner Terrier“

Bei einem Brand in Raben ist am Morgen ein von zwei Personen bewohnter Bungalow komplett abgebrannt. Dabei starben drei geliebte Tiere.

Quelle: Thomas Wachs

Raben. Vom Quartier des jungen Paares ist nichts mehr übrig geblieben. Ein Feuer vernichtete am Montagmorgen komplett ihren aus Holz gebauten Bungalow an der Wittenberger Straße in Raben. Personen wurden nicht verletzt. Doch starben in den Flammen der geliebte junge Belgische Schäferhund und zwei Zwergkaninchen. „Das ist so schrecklich, wir hatten den Hund erst relativ neu und ihn im Bungalow gelassen als wir los sind beide zur Arbeit“, erzählt der geschockte Bewohner Tim (26). Er möchte nur seinen Vornamen nennen. „Das ist das Schlimmste an allem, ich mache mir Vorwürfe“, sagt er mit Tränen in den Augen vor den verkohlten Überresten seiner Behausung gegenüber der MAZ.

Erst im Herbst eingezogen

Der junge Mann war mit seiner Freundin Selina (22) auf dem Hof ihrer Mutter erst im Herbst in den Bungalow gezogen. Auch zuvor war dieser schon zu Wohnzwecken vermietet. Ein Wohnraum, kleine Küche, ein Bad und eine Terrasse liegen nun in Schutt und Asche. Lediglich der gemauerte Kamin mit seinem Edelstahl-Schornstein ragt noch aus den Trümmern. Wie ein Mahnmal. Ob das tragische Feuer dort seinen Anfang genommen haben könnte, kann vorerst nur vermutet werden. Geheizt wurde nur dort mit Holz. Aber auch die Elektroanlage des Gebäudes rückt in den Fokus der Ermittler. „Zur Brandursache ermitteln werden Kriminaltechniker und Brandgutachter“, sagt ein Polizist am Morgen vor Ort. Die Einsatzstelle bleibt bis dahin gesperrt und bewacht. „Es brannte lichterloh als ich als Erster hier ankam“, erzählt Thomas Griesbach von der Amtsverwaltung Niemegk. „Zum Glück sind die Bewohner nicht zu Schaden gekommen“, so der Bauamtsleiter, der aktuell auch für das Ordnungsamt zuständig ist.

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Nur die Bodenplatte und der gemauerte Kamin erinnern in Raben noch an einen Bungalow. Das Wohnquartier eines jungen Paares brannte am Montagmorgen komplett nieder.

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Feuerwehrleute suchen unterdessen in den Trümmern immer wieder nach Glutnestern und bekämpfen sie unter Atemschutz mit einem Spezialschaum. Insgesamt waren gegen 8.30 Uhr 32 Leute von Feuerwehren des Amtes Niemegk sowie aus Treuenbrietzen zum Brandort angerückt. Die aus Bad Belzig angeforderte Drehleiter kam nicht zum Einsatz. Gemäß der Ausrückeordnung bei Wohnhausbränden, eilte auch Jens Heinze, der stellvertretende Kreisbrandmeister zum Unglücksort.

Tagesbereitschaft ist wachsendes Problem für Brandschutz

„Bis wir die Besatzungen zusammen hatten und alle vor Ort waren, hat es etwas gedauert“, sagt Einsatzleiter Marcel Marohn von der Feuerwehr Niemegk. „Denn viele Kameraden waren gerade los zur Arbeit und weg aus ihren Heimatorten“, erklärt der stellvertretende Amtsbrandmeister. Die Tagesbereitschaft sei allgemein ein wachsendes Problem für den Brandschutz. Zur Bekämpfung der Flammen, die binnen Minuten hoch aus dem Bungalow schlugen, mussten die Feuerwehrleute eine Schlauchstrecke über rund 200 Meter Länge zu einem Löschwasserbrunnen aufbauen. Im Einsatz waren Wehren aus Niemegk, Raben, Zixdorf und Dahnsdorf sowie Einsatzleitfahrzeuge mit vier Mann aus Treuenbrietzen.

Zu retten gab es für die Feuerwehren am Ende nichts. Nur die Bodenplatte, der verkohlte Herd, Überreste der Hollywood-Schaukel auf der Terrasse und der Kamin erinnern an das Wohnquartier. Den jungen Bewohnern fehlt nun ein Dach über dem Kopf. „Jetzt müssen wir wohl erstmal wieder mit zur Schwiegermutter ins Vorderhaus ziehen“, sagt Tim. Er war gerade auf der Autobahn unterwegs, als ihn kurz vor Leipzig der Anruf mit der Schreckensnachricht erreichte. „Ich dachte erst, es ist ein blöder Scherz“, erzählt der 26-Jährige der MAZ.

Von Thomas Wachs

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