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Potsdam-Mittelmark Hunderte Fische ersticken im Machnower See
Lokales Potsdam-Mittelmark Hunderte Fische ersticken im Machnower See
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19:38 01.08.2016
Eine natürliche Verunreinigung des Machnower Sees in Kleinmachnow soll zum großen Fischsterben geführt haben. Quelle: Privat
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Kleinmachnow

Es sollte eigentlich ein entspannter Ferientag für den elfjährigen Arwed aus Stahnsdorf werden. Mit seiner Angelausrüstung und einem Kumpel wollte er am Morgen mit dem Rad an den Machnower See fahren, um dort ein paar Fische zu fangen. Doch was der Junge dort vorfand, schockierte ihn so sehr, dass er sofort seine Mutter anrief. Mehrere Hundert Fische lagen tot am Ufer des Sees oder trieben auf dem Wasser.

Inzwischen hatten auch einige Anwohner bereits die Gemeindeverwaltung per Telefon, Mail oder über den Online-Bürgerservice „Maerker“ über das Fischsterben im Machnower See informiert. Den Gestank der Kadaver hatten Autofahrer und Passanten schon auf dem nahen Zehlendorfer Damm wahrgenommen. Mit einem Boot und einigen Behältern rückten noch am selben Tag etliche Freiwillige des Landesanglerverbandes Brandenburg an, um die ersten Fische zu entsorgen. Der Landesanglerverband soll einen Pachtvertrag mit dem Eigentümer des Gewässers abgeschlossen haben. Der Machnower See gehört zum Teltowkanal, der wiederum eine Bundeswasserstraße ist, die vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Berlin verwaltet wird. Weder der Verband noch die Berliner Behörde waren am Montag für Nachfragen erreichbar. Nach Auskunft der Kleinmachnower Gemeindeverwaltung soll die Verantwortlichkeit für die Entsorgung der Fische offiziell nicht eindeutig geregelt sein. Kleinmachnow schließt nicht aus, den See mit Rücksicht auf die Nachbarn oder der Spaziergänger erst einmal selbst säubern zu müssen.

Die Amtstierärztin der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark, Sonja Hahlweg, informierte sich vor Ort über die Situation und bestätigte den Anfangsverdacht, dass der Starkregen vor wenigen Tagen den Tod der Fische begünstigt haben könnte. Der Niederschlag könnte eine Menge an Pflanzenresten und anderem organischen Material in den See gespült haben, was zu einem akuten Sauerstoffmangel führte, heißt es. Von einer illegalen Einleitung durch ein Schiff auf dem Teltowkanal geht die Kreisveterinärbehörde nicht aus.

Diese These wird vom Leiter des Potsdamer Instituts für Binnenfischerei, Uwe Brämick, gestützt. Das Fischsterben sei ein Ergebnis natürlicher Stoffwechselprozesse in den Seen, erklärt er. Da Fische in wärmerem Wasser aktiver seien, hätten sie im Sommer und vor allem in flachen Gewässern ohnehin einen erhöhten Sauerstoffbedarf. Je wärmer das Wasser sei, desto weniger Sauerstoff könne sich darin lösen, so Brämick. Hinzu komme, dass nährstoffreiches Wasser das Algenwachstum begünstigt. Doch es gäbe keinen Grund zur Sorge. Die Fischbestände würden selbst große Verluste meist innerhalb von ein bis zwei Tiergenerationen wieder aufholen.

Ein großes Fischsterben hatte es auch im August 2003 im Haussee in Petzow gegeben. Damals mussten 3,5 Tonnen Fischkadaver aus dem 4,5 Hektar großen See entsorgt werden. Nach dem Unglück hatte die Stadt Werder, auf deren Gebiet der See liegt, einen Pachtvertrag mit einem Fischer zur Bewirtschaftung des Sees abgeschlossen.

Von Heinz Helwig

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