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Potsdam-Mittelmark Hunderttausende beim Baumblütenfest
Lokales Potsdam-Mittelmark Hunderttausende beim Baumblütenfest
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12:54 08.05.2017
Wolken und Bibber-Temperaturen: Obwohl Petrus an vielen Tagen zickte, ließen sich die Werderaner und ihre Gäste die Feierlaune nicht verderben. Quelle: Jan Kiaulehn
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Werder

Das 138. Baumblütenfest in Werder an der Havel ist Geschichte. Am Sonntagabend prosteten sich die letzten Besucher auf der Festmeile und den Obsthöfen, in Gärten und Gaststätten zu: Zum Wohle – und auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr! Schön war’s, auch wenn sich der alte Wettergott allzu oft zierte. Eine verregnete Woche, eingebettet in zwei schöne Wochenenden – die Stadt Werder zieht trotz Regen und Kälte eine positive Bilanz.

„Wir hatten wieder mehrere hunderttausend Besucher. Die Regentage wurden ausgeglichen durch sehr besucherstarke Tage am vergangenen Sonntag vor dem 1. Mai und dieses Wochenende“, sagte Saß am Sonntag.

Auch die Händler an den Obstweinständen seien größtenteils zufrieden gewesen. „Allerdings ist zu beobachten, dass immer mehr Gäste statt in die Innenstadt auf die Obsthöfe in den Plantagen gehen“, berichtete Saß. Zudem seien immer mehr Familien mit Kindern auf dem Baumblütenfest unterwegs „Angesichts der zu erwartenden Frostschäden sind die Einnahmen vom Baumblütenfest für die Obstbauern in diesem Jahr besonders wichtig“, betonte Saß. Nach Frostnächten im April befürchten die Obstbauern einen totalen Ernteausfall bei den Süßkirschen.

Das Baumblütenfest ist für Bowle und Obstwein bekannte – und berüchtigt. Die meisten Gäste, die der Polizei auffielen, waren betrunken. Quelle: Jan Kiaulehn

Verständnis für verschärfte Sicherheitsvorkehrungen

Die Bürgermeisterin dankte den Werderanern und den Gästen für ihr Verständnis für die Maßnahmen, die in diesem Jahr aufgrund der aktuellen Sicherheitslage getroffen wurden. „Es gab überwiegend Verständnis für die zusätzlichen Sperrungen.“ Sicherheitspartner, Sanitäter, Ordner, Rettungsdienst, Feuerwehr sowie die Bundes- und Landespolizei hätten dafür gesorgt, dass sich die Gäste des Blütenfestes sicher fühlen können.

Vor volksfesttypischen Straftaten ist freilich auch das Blütenfest nicht sicher. Man müsste sie laut Saß aber ins Verhältnis zum Besucherandrang setzen. „Die überwiegende Zahl der Gäste kommt nach Werder, um hier friedlich mit Freunden oder mit der Familie den Frühling zu feiern und den Obstwein maßvoll zu genießen.“

Auf dem Baumblütenfest feierten Jung und Alt. Quelle: Julian Stähle

Auch Baumblütenkönigin Christin Schiffner blickt mit einem Lächeln zurück: Ihre Programm-Highlights waren der Werdertag und der große Umzug, an dem zur Festeröffnung 70 Gruppen mit 49 Wagen teilgenommen hatten.

270 Strafanzeigen wegen volksfesttypischer Delikte

Laut Polizei klang die Riesensause gemächlich aus. Auch das zweite Festwochenende verlief ohne polizeilich herausragende Vorkommnisse. Polizeidirektor Karsten Schiewe, bewertet den Ablauf des gesamten Baumblütenfestes als gelungen. „Die Besucher konnten auch in diesem Jahr wieder ein schönes Familienfest genießen“, so Schiewe. „Aus polizeilicher Sicht verlief das Fest weitestgehend ruhig und friedlich. Die guten Absprachen bereits im Vorfeld mit allen Verantwortlichen und das Zusammenwirken aller Sicherheitspartner trugen zu einem sicheren Ablauf bei.“

Nach der vorläufigen Auswertung nahmen die Beamten bis Sonntag 15 Uhr insgesamt 270 Strafanzeigen auf, meist Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Körperverletzungen und Beleidigungen. Erfahrungsgemäß kommen in den nächsten Tagen weitere Anzeigen hinzu, die derzeit erfasst oder gar noch erstattet werden. Insgesamt wurden bis Sonntagnachmittag 27 Personen in Gewahrsam genommen und 248 Platzverweise erteilt. Keine Überraschung: Der überwiegende Teil der Betroffenen war betrunken. Während des gesamten Baumblütenestes wurde ein Polizist leicht verletzt.

Von Nadine Fabian

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